Skip to main content
Jetzt spenden
Climate Demonstration at G8 in Germany
© Karsten Smid / Greenpeace

Menschenrecht auf Klimaschutz

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

2007 Juni: Unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" hat Greenpeace am Samstagnachmittag an der großen Demonstration in Rostock anlässlich des G8-Gipfels in Heiligendamm teilgenommen. Mit zwei sechs Meter hohen Schneemännern wiesen wir auf das drängendste Problem des Treffens der Staats- und Regierungschefs hin: den Klimaschutz. Die beiden weißen Klimaopfer standen dabei symbolisch für die Millionen von Menschen, die vom Klimawandel als erste betroffen sein werden und nicht persönlich nach Rostock kommen konnten.

Die Demonstration war Anlass für Roland Hipp, den Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, den Demonstranten Mut zu machen, das Veränderungen möglich sind: Zwei Sachen sind wichtig: Der Glaube an die Veränderung und der Wille zum Handeln, rief er den rund 80.000 Versammelten auf der Abschlusskundgebung am Rostocker Stadthafen zu. Von den Regierungsvertretern forderte Hipp endlich verbindliche Klimaschutzziele. Das ist das Minimum, das ist das Machbare und das ist das Muss!

Er forderte aber auch jeden Einzelnen auf, im persönlichen Alltag aktiv zu werden: Jeder Einzelne von uns muss durch sein Kaufverhalten etwas verändern. Wir haben alle zusammen mehr Macht, als die Staatschefs hinterm Zaun. Denn die großen Energieversorger werden keine Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke bauen, wenn wir alle Öko-Strom beziehen, so Hipp. Mit einem Hinweis auf den Nachbau der Arche Noah, den Greenpeace in den vergangenen Wochen auf dem Ararat in der Türkei als Mahnmal errichtet hat, sagte er: Wir entscheiden, ob wir Teil der Sintflut oder Teil der Arche sind.

{image_r}Die Greenpeace-Aktivistin Cheng Qian aus Peking machte in ihrer Rede deutlich, dass die Folgen des Klimawandels in Asien bereits schrecklicher Alltag sind: Dürren und Überschwemmungen, die Ausbreitung von Wüsten, der Verlust der Gletscher im Himalaja. Als Vertreterin des Jugend-Projekts SolarGeneration sieht sie in der G8-kritischen Bewegung, die sich in Rostock versammelt hat, die Chance, die Kräfte zum Schutz des Klimas zu bündeln: Die Zeit des Konkurrenzkampfs ist vorbei. Jetzt ist die Zeit für Kooperation und Aktion.

Unsere wichtigste Forderung an die G8-Staatschefs ist eine verbindliche Zusage, die CO2-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Auf den PR-Schachzug von US-Präsident George W. Bush, eine eigene Klimaschutzinitiative zu starten, geben wir dabei gar nichts. Ankündigungen helfen dem Klima nicht. Die Regierungen müssen endlich handeln.

Es geht noch weiter

Am Sonntag werden wir im Rostocker Stadthafen mit Hilfe vieler Freiwilliger ein Menschenbanner gestalten. Mindestens 1.000 Mitmacherinnen und Mitmacher werden gebraucht, um den Schriftzug G8 - ACT NOW zu stellen und damit die Staatschefs zum Handeln aufzufordern. Darunter soll stehen Stop global warming - Greenpeace.

Auch auf dem G8-Alternativgipfel in der nächsten Woche sind wir mit Vorträgen und Workshops vertreten und werden das politische Geschehen durch eigene Experten zu den Themen Klima- und Urwaldschutz im Pressezentrum in Kühlungsborn kommentieren.

Außerdem begleiten wir in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Bürgersender TIDE 96.0 den gesamten G8-Gipfel täglich mit drei Stunden Radioprogramm, die es bei uns kurz nach der Ausstrahlung zum Download und als Podcast gibt.

  • rostock demo roland

    rostock demo roland

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Deforestation for Farming and Agriculture in Chaco Province, Argentina

Handel auf Kosten der Umwelt

  • 11.05.2022

Handelsabkommen setzen wirtschaftliche Interessen über die von Umweltschutz. Nachhaltigkeitsbewertungen sollen das verbessern, doch eine aktuelle Greenpeace-Studie übt Kritik am aktuellen Modell.

mehr erfahren
"NOT FOR SALE” Banner auf einem Plakat  mit der Weltkugel zur Klimaschutzkonferenz 2021 in Glasgow

Rückblick und Ausblick

  • 17.11.2021

Die Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Ob sie eine neue Dynamik entwickelt, wird auch die kommende Bundesregierung zeigen.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren
Eisbuchstaben mit "Zukunft" schmelzen vor der EZB

Klimakrise gefährdet Preise

  • 15.09.2021

Extremwetter kosten und belasten so die Preisstabilität im Euro-Raum. Eine Greenpeace-Studie zeigt, was die EZB tun sollte, um trotz Klimakrise ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

mehr erfahren
Gianna Martini, Greenpeace-Kampagnerin

Zukunft wählen wir zusammen

  • 20.07.2021

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

mehr erfahren
Demonstration in Berlin for Germany to Join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons

Nukleare Abrüstung jetzt!

  • 05.07.2021

2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diesen Meilenstein des Völkerrechts zu unterzeichnen. 

mehr erfahren