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Portrait von Roda Verheyen
© Felix Schmitt / Greenpeace

Mit Klimaklagen Konzerne und Regierungen zur Rechenschaft ziehen

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Umweltpreis für Roda Verheyen! Mit mutigen und unkonventionellen Klage-Ansätzen kämpft die Rechtsanwältin seit Jahrzehnten für mehr Klimaschutz. Dafür wird sie heute mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Wir gratulieren!

Greenpeace gratuliert Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen herzlich zum Erhalt des Deutschen Umweltpreises! Nicht nur im Herzen ist Roda Verheyen eine Klimaaktivistin- und Kämpferin, auch in Robe setzt sie sich furchtlos und entschieden für globalen Klimaschutz und Generationengerechtigkeit ein. Ein herausragendes Beispiel ist ihre Vertretung von über 54.000 Menschen vor dem Bundesverfassungsgericht, gemeinsam mit Greenpeace und Germanwatch, um die Bundesregierung zu verklagen. Mit einer Verfassungsbeschwerde, der sogenannten Zukunftsklage greift sie die Sorgen dieser Menschen über politische Versäumnisse im Klimaschutz und ihren Wunsch nach intakten, gerecht verteilten Lebensgrundlagen auf. 

In enger Zusammenarbeit mit Greenpeace erzielte Roda Verheyen ihren größten Erfolg mit der Klimaklage vor dem Bundesverfassungsgericht im Jahr 2021, die das deutsche Klimaschutzgesetz entscheidend verschärfte. Ihre langjährige Grundlagenarbeit ebnete auch den Weg für den Erfolg der Klage der Schweizer Klimaseniorinnen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im Jahr 2024, die von Greenpeace initiiert wurde. 

Roda Verheyen - eine Stimme für die Umwelt

Roda Verheyen hat in Hamburg, London und Oslo Jura studiert. Nach ihrer Promotion zum Thema „Climate Change Damage in International Law“ wurde sie 2006 Anwältin mit Schwerpunkten im Umwelt- und Planungsrecht, im öffentlichen Baurecht sowie Völkerrecht. Sie ist Mitgründerin und Vorständin des Vereins Green Legal Impact, der zivilgesellschaftliche Gruppen dabei unterstützt, mit Hilfe von Recht Umwelt und Klima zu schützen. Zudem ist sie Richterin des Hamburgischen Verfassungsgerichts.

Roda Verheyen tritt nicht nur mutig gegen die Bundesregierung, sondern auch gegen mächtige Wirtschaftskonzerne an, allen voran RWE und Volkswagen. Statt sich von der schieren Größe ihrer Gegner einschüchtern zu lassen, nutzt die Hamburger Umweltanwältin und Verfassungsrichterin das Recht als präzises Werkzeug, um zwei von der Klimakrise betroffenen Landwirten aus Peru und dem Sauerland zu ihrem Recht zu verhelfen. Dabei unterstützt sie nicht nur mit Rechtsgutachten und vor Gericht, sondern ist auch persönlich nah an ihren Mandanten, sei es bei einer gemeinsamen frühmorgendlichen Fahrradfahrt vom Biobauernhof zum Gerichtstermin gegen VW in Detmold, oder in festen Schuhen bei einer Ortsbegehung für das RWE-Verfahren in den peruanischen Anden.

Roda Verheyen hat zahlreiche Greenpeace-Kampagnen mit ihrem juristischen Fachwissen bereichert und zu Erfolgen geführt. Wir danken ihr und hoffen, dass sie heute gebührend gefeiert wird! Sie hat diesen Preis mehr als verdient!

Sophie Lampl, Geschäftsführerin Greenpeace Deutschland

Sophie Lampl

Geschäftsführende Vorständin von Greenpeace Deutschland

„Gerade nach diesem Sommer der Extreme ist der Umweltpreis für Roda Verheyen ein Zeichen, das Mut macht und Hoffnung gibt: Eine hervorragende Anwältin wird für ihren leidenschaftlichen Einsatz für den Klimaschutz ausgezeichnet. Das zeigt: Es lohnt sich, Haltung zu zeigen und für das Richtige zu kämpfen. Denn unsere Zukunft entscheidet sich nicht irgendwann, sondern jetzt. Deshalb werden wir weiter für Klima, Natur und Frieden kämpfen – mit Worten, mit Aktionen und, wenn es sein muss, vor Gericht.“
Sophie Lampl, Geschäftsführerin Greenpeace Deutschland
Zitat
"Gerade nach diesem Sommer der Extreme ist der Umweltpreis für Roda Verheyen ein Zeichen, das Mut macht und Hoffnung gibt: Eine hervorragende Anwältin wird für ihren leidenschaftlichen Einsatz für den Klimaschutz ausgezeichnet. Das zeigt: Es lohnt sich, Haltung zu zeigen und für das Richtige zu kämpfen. Denn unsere Zukunft entscheidet sich nicht irgendwann, sondern jetzt. Deshalb werden wir weiter für Klima, Natur und Frieden kämpfen – mit Worten, mit Aktionen und, wenn es sein muss, vor Gericht."
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Sophie Lampl
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Geschäftsführende Vorständin von Greenpeace Deutschland
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Roda Verheyens Klagen über die Jahre

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Gruppe von Jugendlichen auf historischem Platz schützen sich mit Regenschirmen vor der Sonn
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© Andreas Varnhorn / Greenpeace

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