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Wie die DWS den Klimacrash finanziert

Neuer Greenwashing-Betrug bei der Deutschen Bank-Tochter

Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS (Deutsche Bank) finanziert trotz Bekenntnis zum Pariser 1,5-Grad-Ziel den Klimacrash. Alles zur Greenpeace-Kampagne gegen Greenwashing im Finanzsektor.

Die DWS - Deutschlands klimaschädlichster Vermögensverwalter?

Greenwashing ist kein Kavaliersdelikt, sondern handfester Betrug. Das ist spätestens klar, seitdem Ende Mai 2022 Staatsanwaltschaft, Finanzaufsicht und Bundeskriminalamt die Firmensitze der Deutschen Bank und deren Fondstochter DWS im Frankfurter Bankenviertel durchsuchten. Der Vorwurf: falsche Angaben bei nachhaltigen Finanzprodukten. Öffentlich weist die DWS die Anschuldigungen von sich, rührt weiter die Werbetrommel für nachhaltige Geldanlagen und bekennt sich imagewirksam zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Grund genug für Greenpeace, die Klimaschutzversprechen von Deutschlands führendem Asset Manager (verwaltetes Vermögen: ca. 833 Milliarden Euro) genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir wurden fündig. Die neuesten Greenwashing-Erkenntnisse der Greenpeace-Finanzexpert:innen zur DWS könnten auch für die Aufsichtsbehörden relevant sein. Ein Überblick - Details zu allen genannten Punkten finden sich jeweils weiter unten auf der Seite. 

1. Klimaschädliche Investments: 

Die DWS investiert 7,8 Milliarden Euro in Aktien und Anleihen von Unternehmen, die den Abbau von Kohle, Erdgas und Öl ausweiten wollen. Das ist mehr als drei Mal so viel wie jeder andere große deutsche Vermögensverwalter.

2. Keine glaubwürdigen Klimaschutz-Auflagen: 

Der DWS fehlt ein verbindlicher Plan, wie die klimaschädlichen Emissionen, die mit den Investitionen in diese Unternehmen verbunden sind, wirkungsvoll reduziert werden sollen. Pläne für den Umgang mit expandierendem Öl- und Gasgeschäft fehlen komplett, eine Kohleausstiegsstrategie ist bisher nur angekündigt und würde alleine nicht ausreichen.

3. Gradsprenger:

Die DWS bewegt sich aktuell mit ihren Finanzprodukten auf einem Temperaturpfad von 2,6-Grad – also weit über der elementaren 1,5 Grad-Grenze des Pariser Klimaschutzabkommens.

4. Irreführung der Verbraucher:innen:

Die Deutsche Bank-Tochter DWS enttäuscht Anleger:innen mit Klimaschutz-Präferenzen.  Denn wer sein Geld in Aktienfonds der Fondsgesellschaft anlegen möchte, erhält in den meisten Fällen weder eine fundierte Beratung noch passende klimaverträgliche Fondsvorschläge. Das ist das Ergebnis einer neuen Undercover-Recherche. 

Kreativer Protest: Umgestaltung des DWS-Foyers

  • Protest im Foyer der DWS, Frankfurt: Aktivistin sprüht Farbe

    15. November 2022

    Greenpeace-Aktivist:innen gestalten die Eingangshalle der Deutschen Bank-Tochter DWS um.

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  • Protest im Foyer der DWS, Frankfurt: Aktivistin hält Banner

    Exit Fossils - Raus aus den Fossilen, fordern die Klimaschützer:innen. Die DWS bekennt sich zum 1,5-Grad-Ziel, bisher ein reines Lippenbekenntnis!

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  • Protest im Foyer der DWS, Frankfurt: Aktivist bemalt DWS-Logo

    Vom Firmenlogo laufen ölartige schwarze Tropfen hinunter: Will die DWS beim Klimaschutz eine weiße Weste bekommen, muss die deutsche Bank-Tochter noch einiges tun.

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  • Protest im Foyer der DWS, Frankfurt: das umgestaltete Foyer

    Weil die DWS immer noch keinen Ausstiegsplan aus Kohle, Öl und Gas hat, hat Greenpeace eine sofort anwendbare Blaupause dafür erstellt.

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Eine Blaupause für die DWS: gestaffelter Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas 

Da die DWS bislang keinerlei Regeln zum Umgang mit besonders klimaschädlichen Kohle-, Öl- und Gasunternehmen besitzt, hat Greenpeace einen Ausstiegsplan mit den ersten notwendigen Schritten vorgelegt, den die DWS sofort anwenden kann. Das Papier nennt Kriterien für den Umgang der DWS mit klimaschädlichen Energieunternehmen. Basis dafür sind Vorgaben des Weltklimarats IPCC, der UN und der Internationalen Energieagentur IEA dazu, wie sich das 1,5-Grad-Klimaziel erreichen lässt. Mit einem verwalteten Vermögen von etwa 830 Milliarden Euro hält die DWS Anteile  zahlreicher Konzerne und hat einen erheblichen Einfluss auf deren Geschäftspraktiken. Der Ausstiegsplan zu Kohle, Öl und Gas setzt deshalb auf eine Kombination von Engagement und Divestment: Er gibt klare Regeln vor, die für das Engagement der Vermögensverwalter mit den klimaschädlichen Unternehmen gelten müssen, und zieht eine rote Linie unter anderem bei Unternehmen, die ihr Kohle-, Gas- und Ölgeschäft ausweiten wollen. “Um glaubwürdig zu bleiben, muss die DWS uneinsichtige Klimasünder konsequent ausschließen”, sagt  Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas.  

 

Blaupause für DWS: Richtlinie für Kohle, Öl und Gas

Blaupause für DWS: Richtlinie für Kohle, Öl und Gas

Greenpeace hat für die DWS einen Ausstiegsplan erstellt. Er enthält erste notwendige Schritte, die die DWS sofort anwenden kann, um auf das 1,5 Grad Klimaziel zu kommen. Dazu nennt das Papier auch Kriterien für den Umgang der DWS mit klimaschädlichen Energieunternehmen.

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Video zur Aktion vom 15. November

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Protest in the Foyer of DWS, Frankfurt

Undercover-Recherche: DWS fällt durch Greenpeace-Beratungscheck

Wissenslücken, falsche Aussagen und verwirrende Informationen - was unsere Testkund:innen im Herbst 2022 nach 38 Beratungsgesprächen zu klimaverträglichen Finanzprodukten der DWS berichteten, hat es in sich. Doch zunächst einmal zum Hintergrund der Undercover-Recherche:

Greenpeace wollte wissen: Was taugen die grünen Werbeversprechen der DWS? Deutschlands größter Vermögensverwalter bekennt sich immerhin öffentlich zum 1,5-Grad-Klimaziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Auf ihrer Website wirbt die DWS zudem offensiv mit Nachhaltigkeit als vierter Dimension der Geldanlage und stellt das Thema damit auf die gleiche Stufe wie die drei klassischen Anlagefaktoren Rendite, Verfügbarkeit und Risiko. Spiegelt sich dieses werbewirksame Selbstverständnis auch in der Praxis? Die DWS hat zwar keine eigenen Filialen vor Ort, ihre Produkte werden aber über den Mutterkonzern Deutsche Bank und die Konzerntochter Postbank vertrieben - in deren Filialen vereinbarten die Testkund:innen über das ganze Bundesgebiet vertreut insgesamt 38 Beratungsgespräche. Die Analyse speziell der Beratungsqualität führte das von Greenpeace beauftragte Unternehmen nextra Consulting durch. Ein Auszug aus den Ergebnissen:

  • Obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, erkundigten sich die Anlageberater:innen lediglich in einem Drittel der Gespräche nach dem Nachhaltigkeitsinteresse - zwei Drittel der Tester:innen mussten also selbst darauf hinweisen.
  • In jedem vierten Gespräch wurden den Testkäufer:innen entgegen ihres explizit formulierten Wunsches nach einer klimaverträglichen Geldanlage konventionelle Produkte ohne jeglichen Nachhaltigkeitsfokus angeboten. 
  • Insgesamt bewerteten die Testkund:innen die Kompetenz der Beratung zu klimaverträglichen Anlagestrategien als unbefriedigend.
Dr. Mauricio Vargas, Wirtschafts- und Finanzexperte von Greenpeace
Gute Beratung zu klimaverträglichen Geldanlagen kann nur gelingen, wenn die Produkte und die DWS selbst im Einklang mit den Pariser Klimazielen sind. Um glaubwürdig zu bleiben, muss die DWS ihre Investments in besonders klimaschädliche Unternehmen wie expandierende Kohle, Öl- und Gasfirmen stoppen.

Dr. Mauricio Vargas

Finanzexperte von Greenpeace

Dr. Mauricio Vargas, Wirtschafts- und Finanzexperte von Greenpeace
Zitat
Gute Beratung zu klimaverträglichen Geldanlagen kann nur gelingen, wenn die Produkte und die DWS selbst im Einklang mit den Pariser Klimazielen sind. Um glaubwürdig zu bleiben, muss die DWS ihre Investments in besonders klimaschädliche Unternehmen wie expandierende Kohle, Öl- und Gasfirmen stoppen.
Zitatinhaber, Vorname Nachname
Dr. Mauricio Vargas
Position des Zitatinhabers
Finanzexperte von Greenpeace

    Letztlich lagen Empfehlungen für insgesamt 15 verschiedene DWS-Fonds vor, die die Finanzexpert:innen von Greenpeace analysiert haben. Ein Einblick:

    • In der überwiegenden Mehrheit wurde den Testkund:innen Fonds angeboten, die nicht zu ihren Klimaschutzpräferenzen passten.
    • In nur zwei von 38 Fällen wurden den Testkäufer:innen passend zu ihrem Anlagewunsch ausschließlich klimaverträgliche Fonds angeboten.
    • In sieben weiteren Fällen war zumindest ein klimaverträglicher Fonds unter den Empfehlungen. 
    • Manche der angebotenen Fonds enthielten sogar große Positionen in kontroversen Ölunternehmen, die Menschen mit Klimaschutz-Präferenzen niemals hätten angeboten werden dürfen. 
    Report Klimaverträgliche DWS-Fonds im Beratungs-Check.pdf

    Report Klimaverträgliche DWS-Fonds im Beratungs-Check.pdf

    Grüne Werbeversprechen im Praxistest: Der Report wertet 38 verdeckt geführte Testberatungen speziell zu Finanzprodukten von Deutschlands größtem Vermögensverwalter DWS, einer Tochter der Deutschen Bank, aus. Die Analyse der Beratungsqualität erfolgte durch das Unternehmen nextra Consulting im Auftrag von Greenpeace, die Auswertung der Fondsempfehlungen durch Greenpeace selbst.

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    Video: So erging es den Testkund:innen

    Redaktionell empfohlener externer Inhalt

    Mystery

    Protest vor der DWS-Zentrale

    • Greenpeace Activists Protest at DWS in Frankfurt

      25. Oktober: DWS auf 2,6 Grad-Kurs

      Vielleicht wussten sie es ja nicht besser, aber das Portfolio der DWs entspricht nicht den Pariser Klimazielen. Obwohl sich die deutsche Bank Tochter Klimaschutz auf die Fahnen schreibt, unterstützt ihr Anlageverhalten eine Erderhitzung von 2,6 Grad im Status quo bis 2050. Heute morgen informierten Greenpeace-Aktive die Mitarbeiter:innen der DWS direkt.

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    • Greenpeace Activists Protest at DWS in Frankfurt

      So kam es zu einem etwas anderen morgendlichen Empfangskomitee bei der DWS-Zentrale.

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    • Greenpeace Activists Protest at DWS in Frankfurt

      Ein aufgestellter Bildschirm zeigt – angelehnt an die Optik von Börsennachrichten – mit einem animierten Aktienchart die schlechte Klimaperformance der DWS. Die Zahlen stammen aus einer Kurzanalyse von right. based on science (right°) im Auftrag von Greenpeace. Die Berechnung zeigt auf Basis einer repräsentativen Stichprobe, dass die aktuelle Produktpalette der DWS auf eine Klimawirkung von umgerechnet 2,6 Grad Erderhitzung im Status quo bis 2050 hinausläuft.

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    • Greenpeace Activists Protest at DWS in Frankfurt

      Zumindest die Mitarbeitende der Kommunikationsabteilung der DWS in Frankfurt Ina Kolanowski und Sebastian Krämer-Bach kamen gleich mal vor die Tür, um das Gespräch mit den Greenpeace-Kampagner:innen Kirsten Brodde und Mauricio Vargas zu suchen.

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    Analyse: DWS auf 2,6 Grad-Erderhitzungskurs

    Mit dem bestehenden Wirtschafts- und Finanzsystem wird die Klimakrise angefeuert, statt sie einzudämmen. Das Pariser Klimaschutzabkommen stellt deshalb klar heraus, dass die Finanzströme Europas grundlegend in eine klimafreundliche Wirtschaftsweise gelenkt werden sollen. Viele Unternehmen haben mittlerweile öffentlichkeitswirksam Klimaversprechen getätigt. Auch die DWS als Mitglied der Net Zero Asset Managers initiative bekennt sich öffentlich zum Pariser 1,5-Grad-Ziel. Um das Klimaziel zu halten, darf es jedoch keine weiteren Investitionen in die Exploration und Erschließung neuer Kohle-, Öl- und Gasvorkommen geben - das belegen Analysen der Internationalen Energie Agentur (IEA), des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und der UN. 

    Damit geht eine Verantwortung für die Asset Manager einher: Wer die Klimatransformation für sich als Strategie beanspruchen möchte, muss seine Finanzportfolien konsequent am 1,5 Grad-Ziel  ausrichten. Voraussetzung ist, dass die Fondsgesellschaften die Klimawirkung ihrer Produktpalette überhaupt kennen und für ihre Kund:innen transparent machen. 

    Greenpeace hat deshalb das climate tech Unternehmen right° beauftragt, exemplarisch anhand der DWS als besonders klimaschädlich agierendem Vermögensverwalter den Temperatureffekt der Produktpalette zu berechnen. Basis der Analyse ist eine repräsentative Auswahl aktiv gemanagter Fonds mit einem Gesamtvolumen von 80,6 Milliarden Euro, also etwa 14 Prozent des verwalteten Vermögens der DWS. Sie enthält 79 Investmentfonds, wobei die jeweils drei größten Publikums- sowie Nachhaltigkeitsfonds eigens untersucht wurden. Das Ergebnis von 2,6 Grad für die DWS-Fondspalette (im Status quo bis 2050) steht in starkem Widerspruch zum 1,5-Grad-Bekenntnis des Vermögensverwalters. Die großen DWS-Flaggschiffprodukte ohne Nachhaltigkeitslabel schneiden sogar noch schlechter ab.

    Kurzanalyse Temperatureffekt der DWS Fonds

    Kurzanalyse Temperatureffekt der DWS Fonds

    Eine Kurzanalyse von right° im Auftrag von Greenpeace. Die Berechnung zeigt auf Basis einer repräsentativen Stichprobe, dass die aktuelle Klimawirkung der DWS-Fonds bei 2,6 Grad Erderhitzung bis 2050 liegt - ein fataler Widerspruch zum 1,5-Grad-Klimaschutzbekenntnis der DWS.

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    Was kann ich tun? Finanzwende selber machen!

    DWS-Symbolbild

    Schreiben Sie der DWS!

    Die DWS Group, Tochter der Deutschen Bank und größte deutsche Fondsgesellschaft, ist im Branchenvergleich der größte Finanzier klimaschädlicher Unternehmen - trotz Bekenntnis zum 1,5-Grad-Klimaziel.

    Bei Protestmail-Aktion mitmachen!
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    Klimafreundlich investieren

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    Forderungen an die DWS

    Angesichts der Dramatik der Klimakrise braucht es einen Kurswechsel. Greenpeace fordert daher, dass die DWS umgehend folgende Klimaschutzmaßnahmen ergreift:

    • Die DWS muss eine verbindliche 1,5-Grad-kompatible Klimastrategie für alle Anlagen verabschieden, die den sofortigen Ausstieg (Divestment) aus Unternehmen festlegt, die an der Expansion von Kohle-, Öl- und Gasprojekten beteiligt sind.
    • Die DWS braucht zudem eine klare und glaubwürdige Strategie für den Umgang mit den verbleibenden fossilen Energieunternehmen, um sicherzustellen, dass diese auch die erforderlichen Emissionsreduktionen realisieren.

     

    Report: DWS trauriger Spitzenreiter bei klimaschädlichen Investitionen

    Klimaschädliche Investitionen deutscher Fondsgesellschaften im Vergleich

    Klimaschädliche Investitionen deutscher Fondsgesellschaften im Vergleich. Um das 1,5-Grad-Klimaziel zu halten, dürfte es keine weiteren Investitionen in die Exploration und Erschließung neuer Kohle-, Öl- und Gasvorkommen geben.

    Der aktuelle Report "The German Asset Management Industry and Fossil Fuel Expansion" von Greenpeace, urgewald und Reclaim Finance (Veröffentlichung am 18.10.2022) nimmt die vier größten deutschen Vermögensverwalter in den Fokus. Er zeigt, wie die Branchenriesen immer noch massiv in expandierende fossile Energieunternehmen investieren. Damit unterlaufen Allianz Global Investors (AGI), Deka Investments, Union Investment und DWS ihr offizielles Bekenntnis zum 1,5 Grad-Klimaziel. >> Mehr zum Thema Asset manager und Klimakrise finden Sie hier. 

    Auffällig: Schlusslicht beim Vergleich klimaschädlicher Investments ist die Deutsche Bank-Tochter DWS. Mit über 7,8 Milliarden Euro an Aktien und Anleihen verwaltet sie mehr als drei Mal so viel klimaschädliche Investments wie jede andere deutsche Fondsgesellschaft (Stand September 2022). 

    German Asset Management and fossil fuel expansion

    German Asset Management and fossil fuel expansion

    Germany's largest asset managers Allianz Global Investors (AGI), Deka Investments, Union Investment and DWS are unrestrictedly investing in the companies with the biggest coal, oil and gas expansion plans. Their behavior undermines their official pledges to meet the 1.5-degree climate target.

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    Zusammenfassung Report deutsche Asset Manager

    Zusammenfassung Report deutsche Asset Manager

    Die größten deutschen Vermögensverwalter Allianz Global Investors (AGI), Deka Investment, Union Investment und DWS investieren massiv in fossile Energieunternehmen und unterlaufen damit ihr offizielles Bekenntnis zum 1,5-Grad-Klimaziel. Das zeigt ein gemeinsamer Report von Greenpeace, Reclaim Finance und Urgewald.

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    FAQ Vermögensverwalter

    Was machen Vermögensverwalter?

    Vermögensverwalter, im Fachjargon auch Asset Manager genannt, verwalten im Auftrag ihrer Kund:innen treuhänderisch deren Vermögen und investieren es an den internationalen Kapitalmärkten. Die Fondsgesellschaften arbeiten für private Anleger:innen, aber auch zum  Beispiel für  Versicherungen oder Pensionsfonds. Um Gelder einzusammeln, vertreiben sie Finanzprodukte wie Investmentfonds oder ETFs. 

     

    Welchen Einfluss haben Asset Manager?

    Vermögensverwalter haben nach Zahlen der Boston Consulting Group 2021 weltweit Vermögen im Wert von über 100 Billionen Euro verwaltet. Große Vermögensverwalter wie Blackrock oder die DWS gelten bei vielen gelisteten Unternehmen als die größten und wichtigsten Anteilseigner.

    Was bedeutet Divestment aus fossilen Energien?

    Dies bezieht sich auf die zeitnahe Veräußerung von Aktien und Anleihen (oder anderen Vermögensgegenständen) von Unternehmen, deren Geschäftsfeld die Extraktion, Verarbeitung und der Vertrieb fossiler Energieträger ist, wie z.B. Mineralöl, Erdgas und Kohle.