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Rumänisches Bergwerk verseucht Fluss

Im Norden Rumäniens sind in der Nacht zum Sonntag giftige Schwermetalle aus einer Zink-Blei-Mine freigesetzt worden. Ursache des Unfalls ist eine gebrochene Pipeline, die verunreinigtes Wasser transportiert. Zu dem Bruch kam es nach Angaben des Greenpeaceexperten Herwig Schuster während der Sanierungsarbeiten an einem maroden Damm.

Die Bergwerksregion Baia Borsa liegt 60 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das mit Zink, Blei und Kupfer verseuchte Abwasser aus der gebrochenen Pipeline floss in einen Nebenfluss des Viseu, der seinerseits in die Theiß mündet. Die rumänische Umweltbehörde gab bekannt, dass noch am Sonntag 80 Kubikmeter verunreinigten Wassers aus dem Flüsschen gepumpt worden seien. Der Viseu sei nicht betroffen. Auch tote Fische seien nicht gefunden worden.

Unfälle in rumänischen Minen sind keine Seltenheit. Zwei Dammbrüche im Jahr 2000 hatten verheerende Folgen für die Umwelt. Aus der Goldmine Aurul in Baia Mare gelangten 100.000 Kubikmeter einer hochgiftigen Zyanidlösung in die Flüsse. In Ungarn und Serbien musste der Trinkwassernotstand ausgerufen werden. Der zweite Dammbruch ereignete sich in Baia Borsa: Mehr als 20.000 Tonnen schwermetallhaltiger Abraum aus einer Buntmetallmine gelangten in die Theiß. (sit)

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