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Greenpeace Aktive halten beim Make Something Day in Berlin Hände mit "Ressourcenschutz fürs Klima" hoch
© Britta Radike / Greenpeace

MAKE SOMETHING: mehr als eine Do-It-Yourself-Initiative

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Während der Handel in der Vorweihnachtszeit mit Rabattschlachten zum Massenkonsum ruft, treffen sich Menschen, die auf Reparieren, Selbermachen, Tauschen setzen statt auf Kaufen. Vom 19. bis zum 27. November findet erneut die MAKE SMTHNG Week statt. Die Teilnehmer:innen zeigen, dass ein anderes Wirtschaften und nachhaltiges Leben möglich ist – und Spaß macht.

Amazon und Co. haben mit Black Friday und Cyber Monday regelrechte Konsum-Feiertage erfunden. Doch Greenpeace-Ehrenamtliche setzen dem mit MAKE SMTHNG bereits seit einigen Jahren eine Festivalwoche des Selbermachens entgegen: Im Vorfeld der alljährlichen Rabattschlacht demonstrieren die Teilnehmenden in ganz Deutschland, wie viel Überkonsum wir uns und unserem Planeten ganz einfach ersparen können. 

Vom 19.-27. November bietet Greenpeace deutschlandweit Veranstaltungen mit nachhaltigen Alternativen zum zerstörerischen Überkonsum an. Wo was stattfindet, zeigt die ReUseRevolution-Map. Wer unabhängig von der MAKE SMTHNG-Woche aktiv werden möchte, findet weiter unten Tipps

Greenpeace hat mit externen Partner:innen diese Veranstaltungsreihe 2017 mit Teilnehmer:innen weltweit ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass vieles, was wir als “normalen Konsum” erachten, gar nicht so selbstverständlich ist. Dass es viel vernünftiger ist, ein kaputtes Kleidungsstück zu flicken als neu zu kaufen. Die Skiausrüstung und Werkzeuge zu leihen, dass hinter einem zerbrochenen Display immer noch ein voll funktionsfähiges Telefon steckt, das mit wenigen Handgriffen wie neu ist. Dass weniger oft mehr ist. Nun geht MAKE SMTHNG ins siebte Jahr – selbst in der Pandemiezeit gab es Online-Events und einen regen Austausch in sozialen Netzwerken.

  • Frauen sitzen in einem Raum mit Fabrikfenstern an einem Tisch auf dem Farbe steht und Stoffreste liegen.

    Aus alt mach neu: Buy nothing, make something - wie hier beim Make-Something-Event in Berlin im Jahr 2017. Die Bandbreite war groß, doch der Gedanke an allen Maker-Stationen ähnlich: Nutze, was da ist, alles kann noch einen Zweck erfüllen. Dinge selber zu machen bedeutet nicht, dafür erst einmal säckeweise Material einkaufen zu müssen.

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  • Menschen sitzen auf dem Boden, umgeben von Stoffresten und weben aus Streifen neue Stoffe

    Im Jahr 2018 im Hamburger Millerntor-Stadion: Besucher:innen konnten in kostenlosen Workshops zum Beispiel Kabel am Kopfhörer löten, über einen 3D-Drucker Ersatzteile für ihre kaputten Elektrogeräte nachmodellieren, aus Kastanien Waschmittel, aus Bienenwachs Frischhaltefolie herstellen. Mitgebrachte Kleidung konnte repariert, per Siebdruck verschönert werden. Aus alten T-Shirts entstanden Abschmink-Pads oder Teppiche, aus gesammeltem Plastik Körbe und Taschen. Weltweit fanden in 42 Ländern mehr als 400 Veranstaltungen statt.

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  • Eine Frau hält einen Regenschirm in Regenbogenfarben, um sie herum Menschen und Kleiderständer

    Die MAKE-SMTHNG-Week im Jahr 2019 findet unter dem Motto „Makers For Climate“ statt. Jede gestopfte Hose, jedes Urban-Gardening-Projekt, jedes reparierte Elektrogerät ist ein Beitrag zum Klimaschutz, weil dafür keine neuen Ressourcen verbraucht werden. In rund 50 deutschen Städten fanden über 160 Veranstaltungen statt, inklusive einer zweitägigen Abschlussveranstaltung in der Hamburger Greenpeace-Zentrale.

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  • Kleidertauschparty, an einem Tisch stehen zwei Männer und gestalten eine Tasche mit Siebdruck

    Kleidertausch-Party mit Siebdruck-Werkstatt: Die Greenpeace-Gruppe in Würzburg veranstaltet als zentrales Event der MAKE SMTHNG-WEEK 2022 eine Kleidertauschparty. Kooperationspartner sind Agenda 21, Hermine e.V. und die Umweltstation der Stadt Würzburg.

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Kreislaufwirtschaft: eine bessere Form des Wirtschaftens

Das Ganze ist mehr als eine Do-It-Yourself-Initiative: MAKE SMTHNG bringt Menschen zusammen, die Alternativen zum ständigen Konsum und Zwang zum Neukauf leben und zeigen. Menschen also, die nicht hinnehmen, dass Hersteller Elektrogeräte verkaufen, deren Defekt schon eingebaut ist, damit nach relativ kurzer Nutzungsdauer Ersatz gekauft werden muss. Menschen, die nicht wollen, dass 30 Prozent der Retouren im Onlinehandel nicht mehr in den direkten Verkauf gehen, sondern zum großen Teil in die Vernichtung. Und es sind Menschen, die sich den Lockrufen des Handels mit oft nur vorgetäuschten Rabatten wie am Black Friday widersetzen. „Denn wir sind nicht, was wir kaufen, sondern was wir machen, und für welche Welt wir einstehen“, sagt Viola Wohlgemuth, Expertin für Ressourcenschutz bei Greenpeace. MAKE SMTHNG steht für einen Wertewandel, eine andere, gesündere Form des Wirtschaftens – echte Kreislaufwirtschaft und das Leben innerhalb der planetaren Grenzen unseres Planeten. Alternativen zum Neukauf schonen Ressourcen und Klima. 

Datum

Wer Arten und Klima schützen will, muss Ressourcen schonen

Besonders für Umwelt und Klima ist die Ressourcenverschwendung zur Katastrophe geworden, Überkonsum ist inzwischen der Haupttreiber der Klima- und Artenkrise. Auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte bei der COP27 bereits: Es gibt keine Klimarettung ohne eine Ressourcenwende.

Bereits 90 Prozent des Verlustes der biologischen Vielfalt und etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen sind nach Berechnungen des Weltressourcenrates mit der Gewinnung und Verarbeitung von Ressourcen verbunden. Auch knapp 80 Prozent der gesamten Waldzerstörung lassen sich auf den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zurückführen. „Der alltägliche Konsumwahnsinn mit Höhepunkt am Black Friday treibt die radikale Zerstörung unseres Planeten voran, die Ressourcen unseres Planeten sind endlich. Unsere Erde, unser Klima, unsere Artenvielfalt, wir alle brauchen ein Ressourcenschutz-Gesetz”, sagt Viola Wohlgemuth, Expertin für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz bei Greenpeace.

Ressourcen schonen leicht gemacht: Teil der Community werden 

Mit anderen Worten: Ressourcen zu schonen, schützt gleichzeitig die Arten und das Klima - und das Beste: Es bringt auch noch Spaß. Sie sind auf den Events in Ihrer Stadt herzlich willkommen. Vielleicht ist aber Ihre Veranstaltung noch gar nicht dabei? MAKE SMTHNG lebt vom Mitmachen: Auf unserer ReUseRevolution-Map können sie ganz einfach Events und Alternativen zum Neukauf entdecken - und auch ihre eigenen Events eintragen und bewerben. Auf unserer Community-Plattform Greenwire zeigen wir Ihnen, wie Sie selbst eine Veranstaltung ins Leben rufen. Dort finden Sie nicht nur eine Schritt für Schritt-Anleitung, sondern auch zahlreiches Info- sowie Social-Media-Material für die (Online-)Bewerbung Ihres Events! Sie sind noch auf der Suche nach Inspiration? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Ideenkatalog! Dort haben wir zahlreiche Anleitungen von DIY Kosmetik, über Kleidung bis hin zu Elektronik für Sie zusammengefasst.

Vieles können wir uns selbst beibringen, auch wenn wir zuhause bleiben – mit Hilfe von Online-Tutorials, Linktipps und inspiriert von der der Online-Community, die sich über unsere Mitmachplattform Greenwire vernetzt. Hier finden Sie Tipps und Ideen zu verschiedenen Themen aus der MAKE-SMTHNG-Welt:

  1. Fashion und Textil
  2. Digitale Macher*innen
  3. Reparieren
  4. Zero Waste
  5. Essen und Trinken
  6. Urban Gardening
  7. Zuhause

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