Greenpeace Schulprojekt

Schools for Earth

Schulen machen sich gemeinsam mit Schüler:innen auf den Weg Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit.

  • /

Von Klimakrise und Zoonosen über Artensterben bis Intoleranz und Populismus: Die großen Herausforderungen unserer Zeit erfordern grundlegende Antworten und entschlossenes Handeln.

Die Forderung von Fridays for Future, Greenpeace und vielen weiteren Akteuren der Umweltbewegung ist richtig: Deutschland muss klimaneutral werden, um zur Bewältigung der globalen Klimakrise beizutragen. Wir alle – Organisationen, Schulen, Unternehmen, jede:r Einzelne - müssen unseren Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit leisten!

KLIMASCHUTZ UND JUGENDBETEILIGUNG IM SCHULALLTAG

Ein nachhaltiges und friedliches Miteinander ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen wird, wenn junge Menschen mitgestalten und –bestimmen können.

Hier nehmen Schulen eine ganz besondere Rolle ein.
Einerseits weil sie die junge Generation durch die Vermittlung wichtiger Kernkompetenzen auf den Umgang mit - und die gemeinschaftliche Lösung von komplexen, globalen Problemen vorbereiten müssen. Andererseits weil Schulen zu den größten Energieverbrauchern der öffentlichen Hand zählen und somit auch selbst ein großes Potential für mehr Klimaschutz im Schulbetrieb haben. In den Schulen existieren dieselben klimaschutzrelevanten Herausforderungen wie draußen vor dem Schultor: Strom- und Wärmeversorgung, Verpflegung und Mobilität, Abfall und Wasser.
 

MIT „SCHOOLS FOR EARTH“ AUF DEM WEG ZU KLIMANEUTRALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

Mit der Unterstützung von 18 Pilotschulen aus sieben Bundesländern hat Greenpeace deshalb das Projekt „Schools for Earth” entwickelt, welches alle Schulen in Deutschland einlädt mitzumachen und sich gemeinsam mit einer wachsenden und bundesweit vernetzten Community engagierter Schulen auf den Weg Richtung Klimaneutralität zu machen.

Das Projekt bietet mit dem Whole School Approach einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung der eigenen Schule mit dem Ziel der Klimaneutralität und der festen Verankerung einer ambitionierten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bei „Schools for Earth” können Schüler:innen als Vorbilder agieren und zeigen, wie ernsthafter wirkungsvoller Klimaschutz an der eigenen Schule gelingen kann. Sie machen sich gemeinsam mit ihrer Schulfamilie -Lehrer:innen, Schüler:innen, Schulleitungen, Hausmeister:innen, Köch:innen, Eltern sowie Schulträger- auf den Weg zur Klimaneutralität und beweisen damit, dass möglich und machbar ist, was die junge Generation, Wissenschaftler:innen und Umweltbewegung fordern! 

„SCHOOLS FOR EARTH” - BAUSTEINE

  • Der CO₂-Schulrechner: Greenpeace und das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) haben speziell für Schulen einen CO2-Rechner zur Ermittlung des Klima-Fußabdrucks von Schulen entwickelt. Jede Schule kann diesen Online-Rechner kostenlos nutzen, ihre individuelle Klimabilanz erstellen und damit auch die Emissionsbereiche identifizieren, in denen es Potential für Klimaschutzmaßnahmen in der Schule gibt.

  • Die Handreichung Unsere Schule für das Klima – Klimaschutzmaßnahmen für Schüler:innen: Im Zentrum dieses Materials steht ein durch Fragebögen gestützter Klimacheck-Rundgang auf der Suche nach den Klima-Hotspots der eigenen Schule. Sind diese identifiziert geht es im nächsten Schritt an die Planung ganz konkreter Klimaschutzmaßnahmen, zu denen die Handreichung für alle großen Emissionsbereiche einer Schule viele praktische Ideen, Tipps und Anregungen bietet.
     

  • Die Handreichung Whole School Approach mit Impulsen und Antworten, um zukunftsrelevante Themen wie Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Demokratie und Frieden zur selbstverständlich gelebten Schulkultur werden zu lassen.
     

  • Fachkundige Begleitung des Schulentwicklungsprozesses im Sinne des Whole School Approach
     

  • Die „Schools for Earth“-Community Plattform zur Vernetzung und Austausch mit anderen aktiven (Pilot-)Schulen
     

  • an Lehr- und Bildungspläne anschlussfähige, kostenlose Bildungsmaterialien sowie didaktisch innovative Unterrichts-Bausteine, die an die Lebenswelt der Schüler:innen anknüpfen, sie zu Engagement und Mitgestaltung inspirieren und den Zielen von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Rechnung tragen (z.B. das KlimaKit oder das Unterrichtsmaterial Heiße Zeiten”)

Eine Schülerin hält das KlimaKit von Greenpeace mit beiden Händen in die Kamera

WIE KANN IHRE SCHULE AM „SCHOOLS FOR EARTH”-PROJEKT TEILNEHMEN?

Möchte sich Ihre Schule stärker auf den Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit begeben und suchen Sie nach geeigneten Tools zur Klimabilanzierung speziell für Schulen? Die oben beschriebenen Werkzeuge, wie der CO2-Schulrechner, Unterrichtsmaterialien oder die Handreichungen zum Thema Klimaschutzmaßnahmen in der Schule und zum Whole School Approach, stehen Ihnen kostenlos online zur Verfügung. Die Handreichungen und Unterrichtsmaterialien können Sie bei uns ebenfalls kostenlos als gedruckte Broschüren bestellen. Ihre Bestellung können Sie einfach als formlose Mail an bildung@greenpeace.org schicken und wir senden Ihnen die Materialien zu.

Wie können sie in entsprechende Schulentwicklung einsteigen? Welche Erfahrungen machen andere Schulen? Welche Weiterbildungsangebote kann ich wahrnehmen? Wer hilft mir bei Fragen rund um die CO2-Bilanzierung mit dem Schulrechner weiter? Wenn Sie sich Fragen wie diese stellen, laden wir sie herzlich ein Teil der „Schools for Earth”-Community Plattform zu werden! Hier erfahren Sie über Angebote zur Weiterbildung, neue Materialien, Erfahrungsberichte aus der Schulpraxis und können sich mit engagierten Mitgliedern der Schulgemeinschaften anderer Schulen vernetzen. Je mehr Schulen sich auf dem Weg machen, desto größer der Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Eine dunkelhaarige Schülerin und zwei Lehrkräfte besprechen mit Hilfe eines Tortendiagramms die Ergebnisse zum Schools for Earth CO2-Rechner

INTERESSIERT?

Dann schicken Sie eine Mail an markus.power@greenpeace.org

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.


SCHOOLS FOR EARTH CLIMATE LAB 

Greenpeace e.V. und das Landesinstitut für Lehrerbildung bieten allen Schule und Schulformen in Hamburg die Gelegenheit sich in einem knapp zweijährigen Schulentwicklungsprojekt mit den
nötigen Transformationsprozessen auseinanderzusetzen, um Schulen zu nachhaltigen und demokratischen Orten zu machen. Alle Informationen zum Schools for Earth Climate Lab und zur Aussschreibung finden Sie unter: www.greenpeace.de/schoolsforearth/climate-lab


GREENPEACE UND DIE BILDUNGSARBEIT

Greenpeace engagiert sich seit vielen Jahren in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit. Gemeinsam mit anerkannten Partner:innen aus Wissenschaft und Schulentwicklung haben wir das bundesweite Schulprojekt „Schools for Earth” auf den Weg gebracht. Das Ziel: Schulen machen sich auf Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Sie verankern Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag und schützen damit das Klima, die Umwelt und das friedliche Miteinander auf der Erde. Gleichzeitig setzten Schulen die Empfehlung der Länder und des Bundes, sowie des „Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung” um.

Greenpeace hat das Bündnis ZukunftsBildung mitinitiiert, bei dem u.a. BUND, Naju, GEW, Germanwatch, Oxfam und die Welthungerhilfe mitwirken. Als Sprecher des Bündnisses ist Greenpeace seit 2015 in der „Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vertreten.
 

Tags:

Publikationen

Whole School Approach

Für Fragen wie: „Was sind die ersten Schritte, um meine Schule klimaneutral aufzustellen?“ und „Wie nehme ich die Schulgemeinschaft mit, begeistere Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen?“ gibt es die „Whole School Approach“-Handreichung mit Impulsen und Antworten, um zusammen mit Ihnen die aktive Arbeit für den Klimaschutz und die Jugendbeteiligung in die Schule zu bringen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Unsere Schule für das Klima!

Schulen können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – sie gehören zu den größten Energieverbrauchern der öffentlichen Hand. Aber was konkret können Schüler:innen an ihrer eigenen Schule tun? Die Handreichung lädt Schüler:innen mit praktischen Fragebögen zu einem Klimacheck-Rundgang durchs Schulhaus ein. Die erhobenen Daten können nicht nur in den CO2-Schulrechner und damit in die CO2-Bilanzierung der Schule einfließen – der Rundgang ergibt auch ein Bild der Klima-HotSpots der eigenen Schule.

Mehr zum Thema

Jetzt Schule neu machen!

In einer Krise, wie wir sie gerade erleben, wird Bildung zu einer gemeinsamen, gesellschaftlichen Aufgabe. 

Mut und Rückenwind

Was bisher schon im Schulsystem schief lief, kann aktuell durch das Vergrößerungsglas der Pandemie und ihrer Auswirkungen in allen Details betrachtet werden: Das Bildungssystem enthält...