Greenpeace: Fragen & Antworten

Wie arbeitet Greenpeace? Wie finanziert die Organisation ihr Engagement für den Umweltschutz? Wie kann man selbst aktiv werden? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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1. Seit wann existiert Greenpeace?

Greenpeace wurde am 15. September 1971 in Kanada gegründet. Die erste Protestaktion richtete sich gegen die Atomtests der USA auf der Aleuteninsel Amchitka vor der Küste Alaskas.

Die erste deutsche Aktion von Greenpeace fand am 13. Oktober 1980 in der Wesermündung vor Nordenham statt. Die Umweltschützer protestierten gegen die Dünnsäureverklappung in die Nordsee durch das Schiffs Kronos der Firma Kronos Titan. Das deutsche Greenpeace-Büro wurde im November 1980 in Hamburg gegründet; heute ist Greenpeace in 26 Ländern vertreten und in mehr als 55 Ländern aktiv.

2. Wie viele Mitglieder hat Greenpeace?

Greenpeace Deutschland hat mehr als 600.000 Fördermitglieder (Stand Ende 2019), weltweit sind es mehr als drei Millionen.

3. Wie viele Mitarbeiter hat Greenpeace?

In Deutschland (Hamburg & Berlin) arbeiten etwa 315 Menschen, weltweit sind bei Greenpeace rund 4.200 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

4. Zu welchen Umweltthemen ist Greenpeace aktiv?

Schwerpunkte der Greenpeace-Arbeit sind Klima- und Artenschutz. In Deutschland arbeitet Greenpeace für den Ausstieg aus der Atom- und Kohle-Energie, für den Schutz von Wäldern und Meeren, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, nachhaltige Mobilität, Frieden und Abrüstung sowie Umweltbildung. Auch lösungsorientierte nachhaltige Projekte sind ein wesentlicher Bestandteil der Greenpeace-Arbeit. Dazu gehörten in der Vergangenheit beispielsweise der FCKW- und FKW-freie Kühlschrank Greenfreeze und Greenpeace Energy e.G., die Genossenschaft für garantiert sauberen Strom.

5. Wie kann ich mich bei Greenpeace engagieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

6. Können auch Kinder und Jugendliche bei Greenpeace mitmachen?

Ja, in den Kinder- und Jugendprojekten. Für Kinder zwischen neun und 15 Jahren gibt es die Greenteams, für 15- bis 19-Jährige die Jugendgruppen JAGs.

7. Wie kann ich Mitglied bei Greenpeace werden?

Sie können gemeinsam mit mehr als 600.000 Menschen in Deutschland die finanzielle Basis unserer Arbeit sichern und uns als Fördermitglied aktiv unterstützen. Durch Ihre Fördermitgliedschaft erhalten Sie unter anderem viermal jährlich frei Haus die „Greenpeace Nachrichten“ sowie Aktionsbriefe zu aktuellen Themen. Natürlich freuen wir uns aber auch über jeden einmaligen finanziellen Beitrag.

8. Wie finanziert sich Greenpeace?

Greenpeace finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Wir nehmen keine Sponsorengelder von der Industrie und erhalten auch keine staatlichen finanziellen Mittel. Nur so können wir unsere Unabhängigkeit von Politik, Parteien und Industrie wahren.

9. Wofür wird das Geld verwendet?

Die Spendengelder werden für die Umweltarbeit verwendet. Von dem Geld wird die wissenschaftliche Arbeit (z.B. Studien, Labortests) bezahlt, Protestaktionen, Recherchen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einschließlich der Erstellung von Informationsmaterialien. Weitere Gelder fließen in die Betreuung der Förderer, der Ehrenamtlichen und der Kinder- und Jugendprojekte. Greenpeace Deutschland übernimmt außerdem einen Teil der Kosten für weltweite Kampagnen und ermöglicht so auch ärmeren Ländern die Arbeit für den Umweltschutz.

10. Wie viele Schiffe hat Greenpeace zurzeit?

  • Die Beluga II, ein Aktionsschiff für Flüsse und Küstengewässer. Den Klipper ließ Greenpeace 2004 neu bauen, finanziert wurde er aus einer Erbschaft.
  • Die Esperanza, seit 2002 als Aktionsschiff weltweit unterwegs, ist das größte Greenpeace-Schiff.
  • Das Aktionsschiff Arctic Sunrise ist seit 1996 weltweit im Einsatz.
  • Die Rainbow Warrior III, Aktionsschiff und seit 2011 ebenfalls auf der ganzen Welt unterwegs.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Jahresbericht 2019

Greenpeace legt jedes Jahr seine Bücher offen, um nachzuweisen, dass die Gelder ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke eingesetzt werden.

Mehr zum Thema

Ein Vorwurf, der uns trifft

Zu den Meinungsbeiträgen von Tonny Nowshin im Onlinemagazin Klimareporter am 17.06.2020 und der taz am 18.06.2020.

Black Lives Matter

Schweigen ist keine Option. Ein Satz, der für uns alle gelten muss, findet Stephanie Töwe von Greenpeace. Sie fordert Solidarität mit der Black-Lives-Matter-Bewegung.

Ich habe dich nicht vergessen

Sie verließ den geliebten Regenwald, um ihre Eltern zu pflegen. Dann kam die Corona-Krise. Rosana Villar von Greenpeace Brasilien erzählt, warum sie dennoch nicht den Mut verliert.