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Der Greenfreeze.
Robert Visser / Greenpeace

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"Der Greenfreeze hat eine ganze Branche revolutioniert. Heute ist er Standard. Mit unserer Kampagne haben wir nicht nur aufgezeigt, dass F-Gase die Ozonschicht und das Klima zerstören, wir haben auch bewiesen, dass sie schlicht überflüssig sind", sagt Wolfgang Lohbeck, der für Greenpeace den Greenfreeze auf den Weg brachte.

Anfang der 90er Jahre zeichnete sich ein Verbot der "Ozonkiller" FCKW ab. Gleichzeitig wollte die chemische Industrie FKWs als Ersatzstoffe auf den Markt bringen, die zwar nicht die Ozonschicht zerstören, aber das Klima belasten. Das wollte Greenpeace nach einer jahrelangen Kampagne gegen die FCKW nicht zulassen.

Wolfgang Lohbeck machte sich auf die Suche nach technischen Lösungen, die sowohl FCKW als auch die neuen Klimakiller überflüssig machen - reine Kohlenwasserstoffe wie Propan oder Butan. In der Firma dkk Scharfenstein (später Foron) fand Greenpeace einen technischen Partner, der die neue Idee umsetzte.

Nach der Drohung der Treuhandanstalt, in deren Besitz die ehemalige DDR- Firma war, die dkk zu liquidieren, stellten Greenpeace und die dkk die neue Technik im Juli 1992 erstmals der Öffentlichkeit vor. "Wir hatten wütende Reaktionen der Chemieindustrie und von etablierten Kühlschrankherstellern. Mein Telefon stand nicht mehr still", erklärt Lohbeck.

Als Foron aber gegen alle Widerstände tatsächlich am 15. März 1993 die Produktion des Greenfreeze aufnahm, schwenkten alle deutschen, später auch die europäischen Hersteller auf die neue Technik um. Noch im gleichen Jahr schaffte der Greenfreeze den Sprung nach China. Heute funktioniert über die Hälfte aller neuen Kühlschränke weltweit nach der Greenfreeze-Technik.

Autohersteller wollen Fluorgase jetzt in Klimaanlagen einsetzen

Trotz des großen Erfolgs des Greenfreeze hat die chemische Industrie ihren Versuch, F-Gase zu vermarkten, nicht aufgegeben. Sie hat durchgesetzt, dass eine neue Generation von FKW in europäischen Autoklimaanlagen eingesetzt werden soll. Greenpeace lehnt diese neue F-Gas Generation ab und unterstützt deutsche Autohersteller, die sich gegen die neuen FCKW-Nachfolger aussprechen.

Die neue Generation der FKW hat zwar ein viel geringeres Treibhaus-Potential als die Vorgänger, gleichzeitig ist ihre Wirkung allerdings weitgehend unbekannt. Ähnlich wie bei früheren F-Gasen ist zu befürchten, dass die Folgen auch wieder erst Jahre später zutage treten. "Es gibt umweltfreundliche Alternativen auch für Autoklimaanlagen. Greenpeace fordert die Hersteller daher auf, diese auch einzusetzen", sagt Lohbeck.

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