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Alle Artikel zum Thema Atomausstieg

Atommüll als Wachstumstraum

Umweltschützer haben am Montag gegen Pläne protestiert, in Russland eine Sammelstätte für Atommüll aus aller Welt zu errichten. Anlass des Protests war die Billigung dieses Vorhabens durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

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AKW Temelin zehn Tage außer Betrieb

3000 Liter radioaktives Wasser sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus dem Reaktor II des Atomkraftwerks (AKW) Temelin ausgetreten. Dabei wurden zwei Arbeitsräume kontaminiert. Schuld war ein Leck im inneren Kühlkreislauf des Reaktors. Das verseuchte Wasser wurde im Kanalsystem des Kraftwerks aufgefangen. Erst 78 Stunden nach dem Störfall wurde die Öffentlichkeit informiert. Dies ist der zweite Vorfall innerhalb einer Woche.

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Schweiz: Atomstrom für den Export

"Kein Bedarf und Stop AKW!" prangte auf Transparenten, die Greenpeace-Aktivisten am Donnerstag in luftiger Höhe auf dem Reaktorgebäude des Schweizer Atomkraftwerks entfalteten. Mit der Aktion machten sie darauf aufmerksam, dass die Schweiz ebenso viel Strom exportiert wie allein in Leibstadt mit Atomkraft produziert wird. Die Umweltschützer hatten ungehindert auf das Gelände gelangen können, wurden dann aber von Sicherheitskräften mit einem unbekannten Gas attackiert. Die Zusammensetzung des Gases wurde nicht herausgegeben, Ambulanzfahrzeugen wurde zunächst die Zufahrt verweigert.

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Brunsbüttel: Verschleppt und verzögert

Seit über einem Jahr blockiert der schwedische Energiekonzern Vattenfall die Herausgabe von Akten über einen Störfall im Atomkraftwerk Brunsbüttel im Dezember 2001. Unter Hinweis auf angebliche Betriebsgeheimnisse focht der Konzern die Entscheidung des schleswig-holsteinischen Energieministeriums an, die Unterlagen an Greenpeace herauszugeben.

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Das Wendland vor dem Castor

Viele Demonstranten sind noch nicht eingetroffen - dafür aber mehr als genug Polizisten. Überall fahren oder stehen Kolonnen von grün-weißen Fahrzeugen, kaum eine Straßenkreuzung wird ausgelassen. Man kann sich sicher fühlen, bei dieser Rund-um-die-Uhr-Bewachung.

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Indien: Geheimhaltung um AKWs legitim

Sicherheitsberichte über indische Atomreaktoren dürfen der Öffentlichkeit vorenthalten werden. So die Entscheidung des indischen Obersten Gerichtshofes. Medienberichten vom Mittwoch zufolge erklärten die beiden Richter V.N. Khare und S.B. Sinha, dass die Bürger zwar laut Verfassung das Recht auf Information hätten, dass dieses Recht aber dem Interesse der nationalen Sicherheit unterzuordnen sei.

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Gefährlicher Zwischenfall im AKW Paks

In Ungarn droht möglicherweise der größte atomare Störfall in Mittel- und Osteuropa seit Tschernobyl. Wie vor drei Wochen bekannt wurde, sind im ungarischen Atomkraftwerk Paks rund 100 Kilometer südlich von Budapest etliche Kernbrennstäbe schwer beschädigt worden. Jetzt ist deutlich geworden, dass der Vorfall weitaus gravierender ist als angenommen. Da es sich um Brennstäbe russischer Herkunft handelt, sind mittlerweile auch russische Atomexperten zu Rate gezogen worden. Die österreichische Regierung wirft den ungarischen Behörden vor, sie nicht angemessen informiert zu haben.

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Castor-Gegner erneut vor Gericht

Vier Robin-Wood-Aktivisten müssen sich seit Mittoch in einem Berufungsverfahren wegen der Teilnahme an einer Anti-Castor-Aktion im März 2001 vor Gericht verantworten. Sie waren bereits im letzten Jahr vom Amtsgericht Lüneburg zu einer Geldstrafe von je 525 Euro verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatten sie umgehend Berufung eingelegt.

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Juristen sehen schwarz für British Energy

Greenpeace hat die britische Regierung am Dienstag aufgefordert, den derzeitigen Plan zur Neustrukturierung des bankrotten Atomkraftwerksbetreibers British Energy (BE) fallen zu lassen. Die Umweltschutzorganisation veröffentlichte die juristische Stellungnahme zweier führender Rechtsanwälte. Sie waren nach einer Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass der Plan wahrscheinlich nicht die Zustimmung der Europäischen Union finden wird.

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Tokaimura: Bewährungsstrafen

Rund dreieinhalb Jahre nach dem schwersten Atomunfall in der japanischen Geschichte hat ein Gericht am Montag sechs leitende Angestellte der Betreiberfirma der Brennelemente-Fabrik in Tokaimura JCO zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das zuständige Distriktgericht verurteilte den früheren Leiter der Anlage zu drei Jahren Haft, die für fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden, sowie zur Zahlung von umgerechnet 3.900 Euro. Die anderen fünf Mitarbeiter wurden zu Gefängnisstrafen zwischen zwei und drei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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Kritik an Schweizer Atomendlager

Das Vorgehen der Schweiz, einen Standort für ein Atommüll-Endlager zu bestimmen, wurde vom Darmstädter Büro des Instituts für angewandte Okologie kritisiert. Am Dienstag legte das Öko-Institut eine Studie vor, die von zwei schweizerischen Anti-Atom-Bürgerbewegungen in Auftrag gegeben worden war. Beleuchtet wurde das Verfahren der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) in der Schweiz bei der Endlagersuche im Züricher Weinland, nahe der deutschen Grenze. Das Institut bezeichnete das Vorgehen als intransparent und nicht nachvollziehbar.

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Doppelmoral bei rot-grüner Atompolitik

Gestern Plutoniumfabrik nach China, heute Steuergelder für AKW in Finnland ... und morgen? Diese Frage richteten am Dienstag 15 Greenpeace-Aktivisten am Brandenburger Tor in Berlin auf einem Transparent an die Politiker. Sie schwenkten dabei die Staatsflaggen Chinas, Finnlands und Deutschlands. Mit diesem etwas anderen Begrüßungskomitee will Greenpeace den finnischen Ministerpräsidenten Matti Vanhanen empfangen, der am Dienstag Berlin besucht.

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