Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Doch hier geht es nicht um Sicherheit. Zumindest nicht um die der Bevölkerung. In den nächsten Tagen sollen erneut zwölf Castoren aus der so genannten Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich ins Zwischenlager nach Gorleben geschafft werden. Der Zug mit den Castoren wird La Hague am Samstag verlassen und Sonntags am frühen Nachmittag an der deutsch-französischen Grenze erwartet.

Am Verladekran in Dannenberg stehen schon zwölf Schwertransporter mit den Behältern für den Atommüll bereit: leuchtend weiß mit der Aufschrift www.kernenergie.de. Hinter Absperrgittern und Natodraht reiht sich ein voll besetztes Polizeifahrzeug an das andere. Dort werden die Atombehälter vom Zug auf die LKW umgeladen. Die letzten Kilometer bis Gorleben werden die Castoren über die Straßen transportiert.

Auch das Zwischenlager gleicht einer Polizeifestung: Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Materialwagen .... Den Wald darum patrollieren Polizisten auf Pferden, kontorllieren Polizeifahrzeuge die Wirtschaftswege und stehen an jede Ecke des Geländes. Rund um das Erkundungsbergwerk - das geplante Endlager - nebenan sieht es kaum anders aus

Die Atomtransporte ins wendländische Zwischenlager Gorleben zementieren den benachbarten Salzstock Gorleben als mögliches Endlager für hochradioaktiven Müll. Und das, obwohl der Salzstock für eine dauerhafte Lagerung von Atommüll völlig ungeeignet ist. Denn langfristig besteht die Gefahr, dass Radioaktivität frei gesetzt wird und in Kontakt mit dem Grundwasser tritt.

Die Menschen im Wendland wehren sich gegen diese Gefahr und dafür gehen seit Jahren auf die Straße. Auch in diesem Jahr wird der Widerstand wieder bunt und lebendig sein. (bes)

Mehr zum Thema

Castor Protest to Stick to Nuclear Phaseout

Keine Laufzeitverlängerung für AKW

  • 18.08.2022

Die Debatte um AKW-Laufzeitverlängerungen reißt nicht ab. Greenpeace-Aktivist:innen fordern von der Parteispitze der Grünen ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg Ende 2022.

mehr erfahren
Transporter vor AKW-Kühlturm

Greenpeace radiation investigation at Chornobyl

  • 18.07.2022

Near the ruins of the Chornobyl nuclear power plant, an international team of radiation experts led by Greenpeace Germany is examining abandoned Russian positions for radioactive contamination.

mehr erfahren
Examination around Chornobyl for Radioactivity

Strahlenmessungen in Tschornobyl

  • 18.07.2022

Die Ergebnisse der Greenpeace-Messungen um Tschornobyl zeigen: Die Internationale Atomenergiebehörde verharmlost radioaktive Gefahren durch die russische Invasion.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Greenwashing durch EU-Taxonomie

  • 06.07.2022

Das EU-Parlament kann die umstrittene Einstufung von Gas und Atom als nachhaltig nicht verhindern: Greenpeace kündigt darum eine Klage an.

mehr erfahren

Brände nahe Tschornobyl

  • 20.05.2022

Immer wieder kommt es zu Bränden um Tschornobyl, unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Das zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.

mehr erfahren
‘Taxonosaurus’ Dinosaur at EU Commission HQ in Brussels

EU-Taxonomie nach russischem Wunsch

  • 17.05.2022

Eine EU-Nachhaltigkeitstaxonomie, die Gas und Atomkraft fördert, begünstigt vor allem Russlands Wirtschaft. Kein Zufall: Darauf haben russische Unternehmen hinter den Kulissen hingewirkt.

mehr erfahren