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Selbst eingelegtes Gemüse auf der Make Somthing-Woche

MAKE SMTHNG

18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich in der Tonne – davon stammen 61 Prozent von uns Verbraucher*innen und Verbrauchertn. Noch erschreckender als diese Zahlen ist die Tatsache, dass die Verschwendung von Lebensmitteln hierzulande sogar zunimmt.

Unser Ernährungssystem ist aktuell für 80 Prozent der weltweiten Entwaldung mitverantwortlich. Zudem werden mehr als 770 Millionen Schweine, Rinder, Hühner, Puten, Schafe und weitere Tiere jährlich in Deutschland geschlachtet. Falls diese Zahlen bei Ihnen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen: Sie können etwas daran ändern!

Tun Sie der Umwelt und Ihrer Gesundheit etwas Gutes, indem Sie vermehrt auf pflanzliche Lebensmittel zurückgreifen! Bedenken Sie beim Einkauf, welche Produktions- und Lieferkette hinter dem jeweiligen Produkt steckt. Versuchen Sie frisch mit regionalen und saisonalen Produkten zu kochen. Der Weg zum Wochenmarkt rentiert sich – unverpacktes Obst und Gemüse ist auch in Coronazeiten absolut unbedenklich. Werden Sie zum Lebensmittelretter!

Schritt 1

Auch beim Essen beginnt alles mit einer Bestandsaufnahme. Welche Lebensmittel befinden sich in Ihrer Vorratskammer, Ihrem Kühlschrank oder Tiefkühlfach? Vielleicht gibt es Gewürze, angebrochene Saucen und Konserven, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen oder seit einer gefühlten Ewigkeit hinten im Regal verstauben?

Fertigen Sie eine Liste mit den Produkten an, die Sie in den nächsten Tagen aufbrauchen solltest und überlegen Sie sich, welche Gerichte Sie damit zubereiten könnten. Auf der Website Zu gut für die Tonne und in der zugehörigen App finden Sie Rezepte für Ihre Zutaten. Hier gibt es außerdem noch ein Lebensmittel-Lexikon mit Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Produkten. Mehr Ideen gibt es bei den Greenpeace Foodstories auf Instagram.

Schritt 2

Pilzpfanne, Kürbis-Suppe oder Grünkohl? Kochen Sie mit Lebensmitteln, die aktuell im Saisonkalender stehen und die keine langen Transportwege hinter sich haben.

Noch regionaler geht's mit Mundraub.org. Über das Netzwerk finden Sie öffentlich zugängliche Plätze mit Stadtfrüchten und mehr.

Schritt 3

Mit einem jährlichen Fleischverzehr von etwa 60 Kilogramm pro Kopf essen Deutsche heute doppelt so viel Fleisch wie vor 70 Jahren. Um diese hohe Nachfrage decken zu können, werden unwürdige Bedingungen in der Massentierhaltung, erhöhte Nitratwerte in unseren Gewässern sowie die stetige Erhitzung des Klimas in Kauf genommen. Außerdem verbreiten Gülletransporte antibiotikaresistente Keime in ganz Deutschland – damit wächst die Gefahr, dass Infektionskrankheiten immer schwerer zu behandeln sind.

Dabei geht es auch lecker ohne Fleisch! Allein der Verzicht auf einen Rindfleisch-Burger spart 2350 Liter Wasser, die es für dessen Herstellung und Produktion braucht. Ob Sie mit einem Tag in der Woche (Meat-Free-Monday) oder gleich mit einer ganzen Woche starten: Schauen Sie, was für Sie machbar ist und reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum Schritt für Schritt. 

Sie leben bereits vegetarisch? Klasse! Wie wäre es probeweise mit vegan? Die Newsletter der Vegan-Taste-Week haben bereits vielen Menschen dabei geholfen auf eine vegane Ernährung umzustellen. Bevorzugen Sie pflanzliche Alternativen anstelle von Eiern und Milchprodukten. Verwenden Sie beispielsweise selbstgemachte Hafermilch für Ihr Frühstücksmüsli – so sparen Sie auch gleich den Verpackungsmüll...

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