Revolución im Treibhaus
Jahrzehntelang wurde auf spanischen Obst- und Gemüseplantagen hemmungslos die Giftspritze eingesetzt. Auf Druck von Verbrauchern und Händlern beginnt nun ein Umdenken
Jahrzehntelang wurde auf spanischen Obst- und Gemüseplantagen hemmungslos die Giftspritze eingesetzt. Auf Druck von Verbrauchern und Händlern beginnt nun ein Umdenken
Außerhalb der Stadt, das bedeutet zwischen den Gewächshäusern. Jeden Abend kehren diejenigen, die tagsüber Arbeit gefunden haben, in ihre Unterkünfte im Plastikmeer zurück.
Es ist sieben Uhr morgens im südspanischen El Ejido. Der Boulevard am Ortsausgang liegt im gelben Licht der Nachtlaternen, die Rollläden der Häuser und Geschäfte sind noch geschlossen. Kaum einer sieht das Schattenspiel, das sich allmorgendlich vor den Fenstern neu inszeniert.
Uneinsichtig reagieren die Supermarktketten Rewe, Edeka und Metro auf den jüngsten Greenpeace-Pestizidtest. Trauben und Salate diverser Handelshäuser waren massiv mit Pestiziden belastet. Greenpeace verklagt die verantwortlichen Handelsketten.
Bereits eine Portion Weintrauben kann die Gesundheit akut gefährden. Das zeigen die jüngsten Greenpeace-Untersuchungen von Obst und Gemüse.
Tomaten, Salat oder Beerenobst fielen immer wieder durch Rückstände illegaler Pestizide auf. Wie gelangen diese Substanzen in die Lebensmittel? Greenpeace ging der Frage nach und wurde fündig.
Am Dienstag hat Greenpeace die Ergebnisse einer Recherche über den Handel mit längst verbotener Pestizide in Deutschland veröffentlicht. Über die neusten Entwicklungen im Pestizid-Skandal sprachen wir mit Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter.
Am Donnerstag verhandelt der EU-Expertenausschuss in Brüssel darüber, ob die in Bayer-Spritzmitteln verwendete Substanz Glufosinat verboten werden soll.
Wie kommt das in Deutschland verbotene Pestizid Bifenthrin in die Stachelbeere aus Baden-Württemberg? Greenpeace ging dieser Frage nach und wurde fündig: Der Handel mit illegalen Pestiziden in Deutschland floriert.
Haben Sie es schon gehört? Der neue Pestizidbericht der EU für das Jahr 2004 ist da! Heimlich, still und leise hat die EU-Kommissionn den Bericht auf ihren Webseiten veröffentlicht. Er ist kein Ruhmesblatt - im Gegenteil.
Die Schweizer Supermarktkette Migros hat am Donnerstag Greenpeace schriftlich zugesichert, ab Mitte 2007 kein Fleisch mehr zu verkaufen, das mit Hilfe von Gen-Futter produziert wurde. Ein Erfolg, da Greenpeace sich seit langem für den Schutz der Verbraucher vor Gen-Pflanzen in der Nahrungmittelproduktion einsetzt.
Ein neuer Greenpeace-Bericht deckt auf: Für ein Fünftel aller in Deutschland zugelassenen Pestizide fehlt ein offizieller Grenzwert. Eindeutiges Versagen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)! Die Folgen sind katastrophal.