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Fotomontage - Essen ohne Pestizide

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Ohne Grenzwerte gibt es kein Limit für die Giftbehandlung von Obst, Gemüse und Getreide, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. Selbst die größten Giftspritzer unter den Landwirten kann keine Behörde unter diesen Umständen in die Schranken weisen. Hier geht es nicht wie im Fleischskandal um Pannen bei der Überwachung in den Ländern, hier hat das Bundesministerium versagt. Seehofer muss jetzt die Verbraucher vor Agrargiften schützen.

Der Greenpeace-Bericht zeigt, dass in zugelassenen Spritzmitteln zum Teil hochgiftige Pestizidwirkstoffe enthalten sind - ohne dass es für diese Wirkstoffe Grenzwerte in Lebensmitteln gibt. Viele dieser Agrargifte sind Krebs erregend, nervenschädigend oder beeinträchtigen die Fortpflanzung. Auch in der jetzt vom BMELV geplanten Änderung der Rückstands-Höchstmengen-Verordnung ist für keinen der 51 Wirkstoffe ein Grenzwert vorgesehen.

Seehofer-Ministerium kümmert sich nicht um Verbraucherschutz

Das Ministerium hat der Chemie-Industrie mit dieser Genehmigungspraxis zu beträchtlichen Gewinnen verholfen. Seehofer muss erklären, warum sein Ministerium die Interessen der Industrie vor den Schutz der Verbraucher stellt, fordert Krautter.

Die Gesundheit der Verbraucher kann beim Verzehr massiv gespritzter Ware erheblich gefährdet werden. Um Pestizide zu vermeiden, rät Greenpeace den Verbrauchern zum Kauf von Bioware. Orientierung bieten zudem die beiden Greenpeace-Einkaufsratgeber Essen ohne Pestizide und Pestizide aus dem Supermarkt. Die Ratgeber als PDF finden Sie unten. Sie können Pestizide aus dem Supermarkt auch kostenlos bestellen unter der Telefonnummer: 040-30618-120. Der Ratgeber Essen ohne Pestizide ist leider schon vergriffen.

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