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Fünf Tipps für einen grünen Urlaub

Endlich Urlaubszeit! Um die Reiseregionen auch zukünftig zu erhalten, ist nachhaltiger Toursimus wichtiger denn je. Wir haben fünf Tipps, wie sich nicht nur die Urlauber, sondern auch die Umwelt und das Klima erholen können.

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1. Das Gute liegt so nah

Beim Urlaub zählt der gefühlte Abstand zum Alltag. Der ergibt sich aus der Reisezeit und nicht aus der Entfernung. Außerdem: Je näher das Urlaubsziel, desto kürzer die Anreise - umso mehr Zeit bleibt für die Erholung!

Warum also nicht mal Kanufahren in Mecklenburg-Vorpommern statt Kitesurfen auf Mallorca? Oder bei einem Radurlaub Deutschland erkunden? Die schönsten Radstrecken findet man beim ADFC.

2. Klimafreundlich anreisen

Umweltschonend und entspannt gelangt man per Bahn an die meisten Urlaubsorte. Oft gibt es spezielle Angebote für Kulturreisen oder Städtetrips. Ebenfalls können sich Gruppentarife lohnen.

Wenn es doch das Auto sein muss, bieten sich Mitfahrgelegenheiten an. Autofahren kann zumindest in einem gewissen Umfang klimafreundlicher werden, wenn das Gaspedal nicht bis zum Anschlag durchgedrückt wird und stattdessen eine Geschwindigkeit von 120 km/h eingehalten wird. Dazu noch weitere Spritspartipps. zu beachten, schont nicht nur die Urlaubskasse, sondern auch das Klima.

Manchmal lassen sich Flüge jedoch nicht vermeiden. Leider, denn die Emissionen etwa auf der Strecke Berlin - Gran Canaria und zurück betragen 1960 kg CO2 - pro Passagier! Zum Vergleich: Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen liegt bei 3.000 kg CO2. Die CO2-Effizienz - aufgeteilt in Kurz-, Mittel- und Langstrecke - verschiedener Fluggesellschaften kann man hier vergleichen und den besten Anbieter für die Strecke wählen.

Ein Ausgleich zu Flugreisen, Zug- oder Autofahrten und anderen persönlich verursachten CO2-Emmissionen kann bei atmosfair geleistet werden. Passagiere zahlen dafür freiwillig einen von den Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag, den atmosfair dazu verwendet, Erneuerbare Energien in Entwicklungsländern auszubauen.

3. Ökologisch unterkommen

Bei der Wahl der Unterkunft gibt es für jede Vorliebe eine ökologische Alternative. Ferien auf einem Biobauernhof bieten sich für Familien mit Kindern an, die einen Ausgleich zum Stadtleben suchen. Wer es unkonventioneller mag, kann beim Couchsurfing gratis in jedem Land der Welt bei Menschen unterkommen. Dabei lernt man Land und Leute weitaus besser kennen als in einem Hotel!

Geld- und ressourcenschonend ist auch die Variante, Wohnungen oder gleich ganze Häuser mit anderen Menschen zu tauschen .

Aber auch klassische Hotels und Ferienhäuser gibt es in der umweltschonenden Variante. Unterkünfte von über 130 Reiseveranstaltern, die sich dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet haben, bietet forum anders reisen.

4. Nachhaltig essen

Im Prinzip gilt hier nichts anderes als das, was man auch zu Hause beachten sollte: Am besten zu regionalen Bio-Produkten und - sofern vorhanden - Fairtrade-Produkten greifen, viel vegetarisch oder vegan essen und darauf schauen, dass die Produkte wenig verarbeitet sind und zurzeit Saison haben.

Und einfach das bevorzugen, was auch die Einheimischen essen und trinken. Wer braucht schon Schweinebraten in Italien? Dann doch lieber die frischen Tomaten vom Markt auf einer leckeren Pizza.

5. Naturschonendes Verhalten am Urlaubsort

Viele kleine Schritte helfen dabei, die Umwelt und das Klima zu schützen. Bei Ausflügen die Natur zu respektieren und keinen Müll liegen zu lassen, sollte selbstverständlich sein. Für Aktivitäten kommen viele umweltfreundliche Alternativen infrage. Kanu fahren, Rad fahren oder wandern statt Speedboat fahren und im Meer statt im gechlorten (und womöglich noch geheizten) Pool schwimmen.

Auch am Urlaubsort sollten die Ressourcen der Natur geschont werden. Die Handtücher im Hotel müssen nicht jeden Tag gewechselt werden, man kann ganz einfach Wasser sparen durch duschen statt baden und die in vielen Ländern üblichen Plastiktüten vermeiden, indem man einen Stoffbeutel dabei hat.

Bevor es zurück nach Hause geht: als Souvenirs keine seltenen Pflanzen- oder Tierprodukte - besser lokale Erzeugnisse - kaufen.

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