10 Tipps für gutes Essen

Probieren Sie das mal!

Gutes Essen – was bedeutet das? Dass es lecker ist, na klar. Gesund soll es sein, umweltschonend und fair produziert. Geht das alles zusammen? Ja – diese 10 Tipps machen Appetit.
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Schokoriegel, Apfel oder Burger? Nicht nur beim kleinen Hunger zwischendurch stellt sich die Frage: Was will ich essen? Eigentlich banal in einem Land mit meterlangen prall gefüllten Supermarktregalen. Spannend wird es, wenn es gutes Essen sein soll. Doch was bedeutet „gut“?

Zuerst einmal soll es natürlich lecker sein. Erdbeeren im Sommer, eine Kürbis-Tarte im Herbst: Frisches Obst und einfache saisonale Rezepte schmecken immer – am besten, wenn sie bio sind. Denn da werden weder chemisch-synthetische Pestizide noch Gentechnik eingesetzt, die Tiere besser gehalten und die Landwirte fairer entlohnt.

Es gibt aber noch viel mehr – kreative – Möglichkeiten, um Müll, Transportwege oder Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Verbraucher haben die Macht, das kaputte System der industrialisierten Lebensmittelproduktion zu verändern.

Sie wollen mitmachen? Wir haben 10 Tipps für Sie, mit denen Sie zum Alltagshelden werden und gleichzeitig genießen können.

1. Geschäfte mit krummen Dingern

Geben Sie zweibeinigen Möhren und knorrigen Kartoffeln eine Chance. Denn oft bleibt das eigenwillig geformte Gemüse im Supermarkt liegen – sofern es den Weg dorthin überhaupt geschafft hat. Vieles, was nicht in Größe, Form und Farbe die Erwartungen der Kunden erfüllt, bleibt bereits auf dem Acker liegen. Eine Verschwendung, die wir uns eigentlich nicht leisten können.

Abwechslung von der Norm-Gurke liefert zum Beispiel Etepetete. Sie können aber auch auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen nach aussortiertem Grünzeug fragen.

2. Zurück zur Scholle

Wenn nicht Sie, sondern Zucchini, Tomaten oder Bohnen den Liegestuhl auf dem Balkon einnehmen, ist es Zeit für ein Stückchen Land – vielleicht sogar mit Kuh. Kaufen Sie dafür einen Ernteanteil auf einem Hof in Ihrer Nähe. Über einen monatlichen Beitrag sichern Sie sich nicht nur Ihren Anteil an frischem Gemüse, Molkereiprodukten und – wenn gewünscht – Fleisch. Sie können – müssen aber nicht – selbst zu Spaten und Forke greifen und so Ihre eigenen Lebensmittel produzieren.

3. Die Früchte ernten

Kostenlos, frisch, regional: In unseren Städten und Gemeinden wachsen Obstbäume und -Sträucher auf öffentlichem Grund – und sind somit Allgemeingut. Greifen Sie zu – das ist ganz legal! Die Plattform Mundraub zeigt, was Sie in Ihrer Nähe ernten können. Dort können Sie auch verwaiste Obst- und Gemüsepflanzen angeben.

4. Fleischlos glücklich

Essen Sie wenig Fleisch und wenn, dann welches aus guter Tierhaltung – das schont Klima und Gesundheit. Konventionelle Mastanlagen produzieren oft nicht nur Tierleid, sondern auch jede Menge Umweltprobleme. Verzichten Sie deshalb auf Billigfleisch; was sich hinter den Siegeln auf der Verpackung verbirgt, verrät unser Ratgeber. Und dass vegetarisches Essen weder langweilig noch aufwendig ist, beweist zum Beispiel „Krautkopf“.

5. Buddeln im Gemeinschaftsgarten

Welch ein Triumph: Aus dem eigens gesetzten Samenkorn ist eine üppige Pflanze mit stattlichen Tomaten geworden – auf einer öffentlichen Brachfläche, die man gemeinsam mit anderen Städtern beackert. Alte Sorten, keine Pestizide – Sie haben in der Hand, was dort wie wächst. Und können dabei dem Nachwuchs schonend beibringen, dass Erbsen und Bohnen nicht in Dosen wachsen. Googeln Sie zum Beispiel „urban gardening“ plus Stadtnamen – Sie finden Projekte in Ihrer Nähe.

6. Auf den Teller statt in den Müll

Wird nicht schlecht: Schnaps oder Salz sind Anschaffungen fürs Leben. Aber auch andere Lebensmittel halten länger als das Datum glauben lässt. Wie man mit abgelaufenen, aber absolut tadellosen Lebensmitteln zu unerwartetem Genuss kommt, erfahren Sie hier: greenpeace.de oder foodsharing.de.

7. Grill gut

Grillen geht auch ohne Fleisch – wirklich! Probieren Sie zum Beispiel mit Olivenöl, Kräutern und Knoblauch marinierte Kürbisspalten. Köstlich. Aber nicht nur das Fleisch auf dem Rost ist ein Problem. Lesen Sie die von Umweltbundesamt  zusammengestellten Tipps für gesundes und umweltschonendes Grillen.

8. Guter Fang

Damit künftige Generationen noch was zum Fischen haben, müssen wir heute unseren Fischkonsum auf ein verträgliches Maß zurückschrauben. Viele Bestände sind bereits überfischt. Was bedenkenlos auf den Tisch darf, erfahren Sie in unserm Fischratgeber

9. Futtern ohne Gentechnik

Produkte, die gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, sind in Deutschlands Supermärkten kaum zu finden. Anders sieht es bei tierischen Lebensmitteln wie Milch, Eier oder Fleisch aus. In den Trögen der Tiere landen oft Gen-Pflanzen. Garantiert frei davon sind Bio-Produkte  und konventionelle Ware mit dem „Ohne Gentechnik“-Logo. Wie Supermarktketten es mit der Gentechnik halten, erklärt unser Ratgeber.

10. Unterstützen Sie Greenpeace

Sie können oder wollen sich nicht selbst aktiv für nachhaltige Landwirtschaft einsetzen? Dann erledigen wir das für Sie. Das geht allerdings nur mit Ihrer Spende. Damit kümmern wir uns darum, dass weniger Pestizide verwendet, Tiere besser gehalten werden, Landwirtschaft ökologischer wird.

(Stand: Juni 2017)

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