Die Feinstaub-Vorhersagekarte

Allein in Deutschland sterben laut WHO jährlich ungefähr 75.000 Menschen frühzeitig an den Folgen der Feinstaubbelastung. Bei erhöhter Feinstaubbelastung ist es empfehlenswert, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Greenpeace stellt deswegen zusammen mit dem Rheinischen Institut für Umweltforschung (RIU) die Feinstaub-Prognosekarte zur Verfügung.

Auf der Prognosekarte finden Sie die aktuellen Werte für Ihre Region - jeweils für den heutigen, den nächsten und den übernächsten Tag.

Feinstaub befindet sich in unserer Atemluft und dringt daher tief in unsere Lungen ein. Diese Fremdkörper können Krankheiten wie zum Beispiel Krebs auslösen. Laut EU-Feinstaubrichtlinie darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an einer Station nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Allein im Jahr 2005 gab es jedoch bis zu 107 Überschreitungstage pro Messstation.

Die Feinstaubbelastung wird als Wert in PM10 angegeben. PM steht dabei für den englischen Begriff particle matter (deutsch: Partikelgröße). Die 10 besagt, dass die Partikel 10 Mikrometer und kleiner sind.

Wie die Wettervorhersage beruht auch die Feinstaub-Prognose auf Berechnungen und Modellen und ist somit nur ein Anhaltspunkt, wie sich die Belastung entwickeln könnte. Prognosen haben die Eigenschaft, dass sie mit zunehmendem Zeitrahmen ungenauer werden. Das Vorhersagesystem ist vom Rheinischen Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln (RIU) erarbeitet worden. Weitere Informationen können auf der Internet Seite des Instituts (db.eurad.uni-koeln.de/prognose) aufgerufen werden.

Feinstaubkonzentrationen sind nicht nur emissionsbedingt, sondern sehr stark vom Wetter abhängig. Deshalb basiert das Vorhersagesystem für Deutschland auf den meteorologischen Bedingungen und Entwicklungen im europäischen Raum.

Greenpeace arbeitet seit 1999 am Thema Dieselruß beziehungsweise Feinstaub.

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