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Drei Erwachsene und vier Schüler:innen, eine davon im Rollstuhl, stehen vor der gelben Solartankstelle
© Bente Stachowske / Greenpeace

Deutschlands erste Solartankstelle an einer Schule

Inklusiver Klimaschutz: Einweihung der ersten E-Rolli-Tankstelle

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Die Energiewende macht auch vor den Schultoren nicht Halt. Die Förderschule Hirtenweg hat jetzt Deutschlands erste E-Rolli-Tankstelle in Betrieb genommen. Ein motivierendes Beispiel, wie sich Kinder für ihr eigenes Klimaschutzprojekt stark gemacht haben.

Idee für Solartankstelle kam von Schüler:innen

Mehrere Schüler:innen, ein paar davon im Rollstuhl, stehen auf dem Schulhof vor einem roten Container

Schüler:innen der Schule Hirtenweg

Die Förderschule Hirtenweg in Hamburg-Othmarschen ist schon lange Teil der Schools for Earth Community. Bei der Teilnahme am Schulentwicklungsprogramm Climate Lab im Schuljahr 2022/23 zündete die Idee einer eigenen Solartankstelle. Die Schüler:innen wollten zusammen mit ihrer Schule einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Viele von ihnen sind für ihre Mobilität auf einen Elektro-Rolli angewiesen, dessen Akkus täglich geladen werden müssen. Auch die Batterien der sogenannten Talker, Tablet-Computer, die von Kindern mit Spracheinschränkungen benutzt werden, müssen regelmäßig an die Steckdose. Mit der neuen Solartankstelle, können E-Rollies und Talker nun mit Sonnenenergie aufgeladen werden.

Guido Sprügel ist stolz auf seine Schüler:innen:

Guido Sprügel

Lehrer an der Schule Hirtenweg

„Unsere Schüler:innenschaft lebt mit Behinderungen und ist gewohnt, dass immer Erwachsene da sind, die sie betreuen, begleiten und fördern. Um so wichtiger ist es, die Schüler:innen zu ermächtigen, für sich selbst zu sprechen und ihre eigenen Belange in die Hand zu nehmen. So sind die Schüler:innen auf die Idee gekommen, dass sie ihre E-Rollis mit Sonnenenergie laden könnten. Ich hatte eher an das Laden von Schulbussen gedacht, Dabei ist ihr Wunsch viel naheliegender: Für die Schüler:innen stand gleich im Vordergrund, dass sie ihre Rollstühle klimaneutral laden können.“
Zitat
“Unsere Schüler:innenschaft lebt mit Behinderungen und ist gewohnt, dass immer Erwachsene da sind, die sie betreuen, begleiten und fördern. Um so wichtiger ist es, die Schüler:innen zu ermächtigen, für sich selbst zu sprechen und ihre eigenen Belange in die Hand zu nehmen. So sind die Schüler:innen auf die Idee gekommen, dass sie ihre E-Rollis mit Sonnenenergie laden könnten. Ich hatte eher an das Laden von Schulbussen gedacht, Dabei ist ihr Wunsch viel naheliegender: Für die Schüler:innen stand gleich im Vordergrund, dass sie ihre Rollstühle klimaneutral laden können.”
Zitatinhaber, Vorname Nachname
Guido Sprügel
Position des Zitatinhabers
Lehrer an der Schule Hirtenweg

Einweihung der Solartankstelle

  • Vier Personen tragen ein Solarpanel von einer Hebebühne auf das Dach

    Die letzten Solarpanele werden auf dem Dach angebracht und die Schüler:innen der Schule Hirtenweg helfen mit.

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  • Ein E-Rolli und Tablets werden an der Solartankstelle geladen, mehrere Schüler:innen stehen daneben

    Die neue Solartankstelle ist in Betrieb: E-Rollis, Tablets und Laptops werden nun mit Sonnenenergie aufgeladen.

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  • Eine Schülerin schraubt ein Schild mit dem Tital "Solartankstelle" an eine rote Wand, ein Lehrer steht daneben

    Eine Schülerin schraubt das Schild für die Solartankstelle fest an den Container.

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  • Ein Mann in grüner Jacke spricht in ein Mikrofon. Hinter ihm stehen Schüler:innen, einige davon im Rollstuhl

    Die Schüler:innen im Hirtenweg sind auf dem Schulhof zusammen gekommen, um die Einweihung der Solartankstelle zu feiern.

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Praktischer Klimaschutz an Hamburger Förderschule

Auch bei der feierlichen Einweihung packten einige Schüler:innen selbst mit an. Mit der Hebebühne ging es hinauf auf das Dach der Solartankstelle, um das letzte Solarmodul gemeinsam mit den Handwerker:innen anzubringen. Insgesamt besteht die neue Solartankstelle aus zehn Modulen auf dem Dach eines Container-Klassenzimmers, die die Sonnenenergie in einen rund sechs Kilowatt großen Speicher einspeisen. Ein Display der Tanksäule zeigt an, wieviel Strom die Anlage mit Sonnenlicht produziert.

Das Bildungsteam von Greenpeace und die Umweltstiftung Greenpeace unterstützen die Schulgemeinschaft bei der Realisierung und beim Bau der Anlage.

Katarina Rončević

Bildungsexpertin bei Greenpeace und Leiterin des Climate Lab

„Es ist ein Vorzeigeprojekt, wie Klimaschutz gemeinsam gelingen kann. Die kreative Idee junger Menschen am Hirtenweg steht für Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Hier wird Klimaschutz in der Schule nicht nur sichtbar, sondern auch messbar.“
Zitat
"Es ist ein Vorzeigeprojekt, wie Klimaschutz gemeinsam gelingen kann. Die kreative Idee junger Menschen am Hirtenweg steht für Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Hier wird Klimaschutz in der Schule nicht nur sichtbar, sondern auch messbar."
Zitatinhaber, Vorname Nachname
Katarina Rončević
Position des Zitatinhabers
Bildungsexpertin bei Greenpeace und Leiterin des Climate Lab

Mit Schul-Projekt „Schools for Earth“ zu mehr Nachhaltigkeit

Das Projekt „Schools for Earth“ lädt alle Schulen in Deutschland ein mitzumachen und sich gemeinsam mit einer engagierten und bundesweit vernetzten Community auf den Weg Richtung Klimaneutralität zu machen. Und diese Community wächst stetig: Mehr als 200 Schulen sind bereits dabei!

Bei „Schools for Earth“ agieren Schüler:innen als Vorbilder und zeigen, wie ernsthafter wirkungsvoller Klimaschutz an der eigenen Schule gelingen kann – gemeinsam mit ihrer Schulfamilie bestehend aus Lehrkräften, Schüler:innen, Schulleitungen, Hausmeister:innen, Köch:innen, Eltern sowie den Schulträgern.

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