Tierleid beenden

Edeka lässt Tiere leiden

Die Regale sind prall gefüllt: Schweineschnitzel, Hackfleisch, Bratwurst. Die Fleischauswahl ist fast grenzenlos – die Transparenz nicht. Denn Edeka verschweigt seinen Kunden regelmäßig, wie schlecht die Tiere gehalten wurden. Beenden Sie mit uns das Tierleid.

Artgerechte Haltung, bitte

Hübsche Verpackungen, heimeliges Ambiente: Bei Edeka soll der Kunde sich wohlfühlen. Informationen über die traurigen Haltungsbedingungen der Tiere, die das Fleisch liefern, würden diese fragwürdige Harmonie wohl nur stören.

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„Wir lieben Lebensmittel“ – und die Bauern und ihre Tiere, so der Eindruck am Ende des TV-Werbespots. Sonst würde darin doch nicht Schäfer Bruno samt Herde im Supermarkt aufkreuzen, während ein Muhen schon das Eintreffen der glücklichen Kühe ankündigt.

Der Kunde erwartet nicht ernsthaft Vierbeiner zwischen den Regalen. Wohl aber zu allen Produkten an der Fleischtheke Informationen darüber, wie das Tier gehalten wurde. Im Gegensatz zu anderen Handelsketten wie Rewe, Lidl und Aldi weigert sich Edeka jedoch, darüber umfassend Auskunft zu geben.

>>> Sagen Sie Edeka, dass Sie mehr über die Herkunft der Tiere wissen wollen

Meist haben die Haltungsbedingungen wenig mit der Bauernhofidylle aus der Werbung zu tun. So kostet ein Kilo Schweinebraten bei Edeka im Angebot gerade einmal 3,99 Euro; der Erzeugerpreis, den der Landwirt erhält, schwankte zuletzt je nach Marktlage zwischen 1,20 und 1,70 Euro pro Kilo Schweinefleisch. Und nur wenn er am oberen Ende dieser Spanne liegt, sind für den Landwirt ein paar Euro Gewinn pro Schwein drin. Um über die Runden zu kommen, setzen viele Bauern also auf Masse – in keinem anderen europäischen Land wird so viel Schweinefleisch produziert wie in Deutschland. Und das sieht dann in der konventionellen Haltung fast immer so aus:

  • Einem 110 Kilogramm schweren Schwein stehen nur 0,75 Quadratmeter zur Verfügung – meist Betonboden. Es hat keinen Auslauf, wenig Tageslicht und kaum Beschäftigung.

>>> Dabei sind Schweine neugierig und gelehriger als Hunde. Sie wühlen und schnüffeln sehr gern in der Erde nach Leckereien wie Pilzen, Würmern oder Wurzeln. Acht Stunden verbringt das borstige Vieh am Tag mit der Nahrungssuche und legt so etwa 30 Kilometer zurück.

  • Werden die arttypischen Verhaltensweisen unterdrückt, entwickeln die meisten Schweine Verhaltensstörungen. Manche zeigen ihre Trauer im sogenannten Hundesitz auf den Hinterbeinen. Andere werden aggressiv und beißen ihren Artgenossen in die Ringelschwänze, weshalb diese in aller Regel schon bei den Ferkeln gekürzt werden. Die Schweine werden so den Produktionsbedingungen angepasst, statt die Bedingungen nach den Bedürfnissen der Tiere auszurichten.

>>> Eigentlich sind Schweine sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen, kommunizieren über Laute miteinander, gehen Freundschaften ein und liegen in selbstgebauten Schlafnestern nebeneinander.

  • In fast allen Ställen fehlt Stroh und damit Material zum Wühlen und zur Gestaltung eines Nachtlagers. In der Regel sind Schlaf-, Ess- und Kotbereich nicht räumlich voneinander getrennt; die Tiere atmen schlechte Luft, da sie auf Spaltenböden über ihren eigenen Exkrementen stehen.

>>> Das jedoch ist Schweinen zuwider – sie sind sehr reinlich. Dennoch nehmen sie in der Natur ab und an ein Schlammbad, allerdings nur, um sich abzukühlen. Denn sie können nicht schwitzen und schützen sich so vor zu großer Wärme.

Die natürlichen Verhaltensweisen von Schweinen stehen also im krassen Widerspruch zur gängigen Massentierhaltung, die laut Greenpeace-Rechtsgutachten auch gegen das Tierschutzgesetz verstößt.

Doch Tierhaltung geht auch anders – allerdings nicht zu Dumpingpreisen wie bei Edeka. Statt also mit Billigprodukten zu locken, muss der Handel Verantwortung übernehmen. Dazu gehört zuallererst, Verbrauchern eine Wahl zu lassen. Nur Kunden, die wissen, woher das Fleisch stammt, können sich bewusst gegen solches aus schlechter, tierquälerischer Haltung entscheiden. Und Lebensmitteleinzelhändler, die ihre Verantwortung für Umwelt und Tierschutz wirklich ernst nehmen, sollten alle Produkte, für die Tiere leiden mussten, aus ihren Kühltruhen und Frischetheken verbannen.

>>> Setzen auch Sie sich dafür ein, dass Edeka das Tierleid beendet! 

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