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Bienen in einem Bienenstock, Juli 2008
Pieter Boer / Greenpeace

Greenpeace auf Syngentas Hauptversammlung

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace-Aktivisten und Imker aus ganz Europa demonstrieren friedlich außerhalb der Veranstaltung. Ihre Vertreter richten sich an Syngenta's Vorstand Martin Taylor mit der Frage: Welche Risiken drohen dem Unternehmen mit dem wahrscheinlichen Verbot, dass die Europäische Union auf drei Neonicotinoide von Syngenta und Bayer verhängen wird?"Während Multikonzerne wie Syngenta, BASF und Bayer sich vor allem für Gewinne interessieren, bringen ihre gefährlichen Produkte Bienen und andere bestäubende Insekten in Gefahr. Aber ohne Bienen und ihre natürliche Bestäubungsleistung sind ganze Ökosysteme und die weltweite Nahrungsmittelproduktion in Gefahr", sagt Matthias Wüthrich, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace Schweiz.

Bald Verbot auf EU-Ebene?

Am Montag, 29. April 2013 werden die EU-Mitgliedsstaaten erneut über den Vorschlag der Europäischen Kommission abstimmen, drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide Thiamethoxam von Syngenta sowie Bayer's Clothianidin und Imidacloprid zu verbieten. Die vorherige Abstimmung am 15. März scheiterte. Das Verbot könnte bereits im Juli 2013 in Kraft treten, wenn der Vorschlag von den EU-Mitgliedsstaaten angenommen oder von der Europäischen Kommission umgesetzt wird. Die EU-Kommission hat das Recht das Verbot in Kraft zu setzen, wenn wieder keine qualifizierte Mehrheit erreicht wird.Francesco Panella, Sprecher des europäischen Bienenzüchterverbandes, der gemeinsam mit Greenpeace an der Jahreshauptversammlung von Syngenta teilnimmt, sagt: "Dieses Verbot wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, um unsere Bienen zu schützen und auch weiterhin gutes Essen und gute Landwirtschaft in Europa sicherzustellen. Neonicotionoide sind giftig für die Umwelt, Verunreinigungen in Wasser und Boden finden langfristig ihren Weg in die Nahrung von Bestäuberinsekten."Der neueste Greenpeace-Report "Bye Bye Biene?" (PDF) vom 9. April zeigt, dass der Rückgang der Bienen das Ergebnis von mehreren Faktoren ist. Dazu gehören Klimawandel, Krankheiten und Parasiten (einschließlich Varroa-Milbe) und industrielle Landwirtschaft.Letztere beinhaltet auch die Verwendung von Pestiziden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die von Bayer und Syngenta verkauften Neonikotionide am Bienensterben beteiligt sind. Die von Greenpeace identifizierten sieben schlimmsten Bienenkiller-Pestizide, die sofort verboten werden müssen sind Thiamethoxam (Syngenta), Clothianidin, Imidacloprid (Bayer), Fipronil (BASF), Chlorpyriphos, Cypermethrin und Deltamethrin (verschiedene Hersteller).Erst vergangene Woche entrollten Greenpeace-Kletterer ein riesiges Banner am internationalen Hauptgeschäftssitz von Syngenta in der Schweiz, dem weltweit größten Unternehmen der Agrochemie mit der Aufschrift "Syngenta-Pestizide töten Bienen".

Report: Bye, bye Biene

Report: Bye, bye Biene

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