Skip to main content
Jetzt spenden
Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Land und Wirtschaft

Die USA sind die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Obamas Amtsantritt hatte große Hoffnungen auf eine klimafreundlichere Politik der USA geweckt. Doch nicht nur auf dem Klimagipfel in Kopenhagen enttäuschte Obama schwer. Innenpolitische Probleme, wie die Gesundheitsreform, lenkten vom Umweltschutz ab. Und auch bei der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko gibt die US-Regierung kein gutes Bild ab. Die Genehmigung für neue Tiefseebohrungen in Alaska hat Obama aber wenigstens erst einmal wieder zurückgezogen.

Beispiel Klima: Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC)verlangen eine Reduktion der Treibhausemissionen um mindestens 25 Prozent. Die USA verhandeln zur Zeit lediglich über eine Verringerung um vier Prozent. China hat den Titel größter CO2-Produzent der Welt zwar nun von den USA übernommen, aber pro Kopf gerechnet, produziert ein US-Bürger im Schnitt immer noch fast fünf Mal mehr CO2, als ein Chinese.

Beispiel Atomkraft: Einer der gefährlichsten Atomunfälle der Welt ereignete sich im März 1979 in Harrisburg. In Block 2 des Atomkraftwerkes Three Mile Island kam es infolge einer ganzen Pannenserie zum Verlust von Kühlwasser. Der Reaktor überhitzte und ein Teil des Brennstoffs schmolz. Im Reaktordruckbehälter bildete sich eine Wasserstoffblase, die glücklicherweise nicht explodierte. Trotzdem gelangten radioaktive Substanzen ins Freie. Langzeitfolge: Erhöhte Leukämieraten in der betroffenen Bevölkerung. Nun hat Obama den Bau des ersten neuen Atomkraftwerks seit 30 Jahren bewilligt. Um unabhängiger von Öl-Importen zu werden, will er für den Bau 8,3 Milliarden Dollar bereitstellen.

Beispiel Gentechnik: Über 90 Prozent der in den USA angebauten Soja und 85 Prozent des Maises sind gentechnisch verändert. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Gen-Pflanzen existiert dort nicht. Illegal kommen gentechnisch veränderte Importwaren aus den USA auch zu uns. Erst kürzlich entdeckte Greenpeace Schokoriegel mit gentechnisch veränderten Zutaten aus den USA in Supermarkt-Regalen in Deutschland. Der Anbau von Gen-Rüben ist mittlerweile aber selbst in den Vereinigten Staaten umstritten. Sie kreuzt sich leicht mit artverwandten Pflanzen und ihre Ausbreitung ist kaum kontrollierbar.

Land und Wirtschaft

Die USA sind die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Obamas Amtsantritt hatte große Hoffnungen auf eine klimafreundlichere Politik der USA geweckt. Doch nicht nur auf dem Klimagipfel in Kopenhagen enttäuschte Obama schwer. Innenpolitische Probleme, wie die Gesundheitsreform, lenkten vom Umweltschutz ab. Und auch bei der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko gibt die US-Regierung kein gutes Bild ab. Die Genehmigung für neue Tiefseebohrungen in Alaska hat Obama aber wenigstens erst einmal wieder zurückgezogen.

Beispiel Klima: Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC)verlangen eine Reduktion der Treibhausemissionen um mindestens 25 Prozent. Die USA verhandeln zur Zeit lediglich über eine Verringerung um vier Prozent. China hat den Titel größter CO2-Produzent der Welt zwar nun von den USA übernommen, aber pro Kopf gerechnet, produziert ein US-Bürger im Schnitt immer noch fast fünf Mal mehr CO2, als ein Chinese.

Beispiel Atomkraft: Einer der gefährlichsten Atomunfälle der Welt ereignete sich im März 1979 in Harrisburg. In Block 2 des Atomkraftwerkes Three Mile Island kam es infolge einer ganzen Pannenserie zum Verlust von Kühlwasser. Der Reaktor überhitzte und ein Teil des Brennstoffs schmolz. Im Reaktordruckbehälter bildete sich eine Wasserstoffblase, die glücklicherweise nicht explodierte. Trotzdem gelangten radioaktive Substanzen ins Freie. Langzeitfolge: Erhöhte Leukämieraten in der betroffenen Bevölkerung. Nun hat Obama den Bau des ersten neuen Atomkraftwerks seit 30 Jahren bewilligt. Um unabhängiger von Öl-Importen zu werden, will er für den Bau 8,3 Milliarden Dollar bereitstellen.

Beispiel Gentechnik: Über 90 Prozent der in den USA angebauten Soja und 85 Prozent des Maises sind gentechnisch verändert. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus Gen-Pflanzen existiert dort nicht. Illegal kommen gentechnisch veränderte Importwaren aus den USA auch zu uns. Erst kürzlich entdeckte Greenpeace Schokoriegel mit gentechnisch veränderten Zutaten aus den USA in Supermarkt-Regalen in Deutschland. Der Anbau von Gen-Rüben ist mittlerweile aber selbst in den Vereinigten Staaten umstritten. Sie kreuzt sich leicht mit artverwandten Pflanzen und ihre Ausbreitung ist kaum kontrollierbar.

Geographie und Politik

  • Fläche: 9.826.675 Quadratkilometer
  • Einwohnerzahl: 310,2 Millionen
  • Hauptstadt: Washington
  • Amtssprache: Englisch, Spanisch (regional)
  • Staatsform: Präsidialrepublik
  • Unabhängigkeit: 4. Juli 1776

Zudem haben die USA mit 1,47 Millionen bewaffneten Streitkräften die mächtigste, modernste und teuerste Armee der Welt. 2009 bewilligte das Pentagon einen Etat von 513 Milliarden Dollar - die Sonderausgaben für den Krieg im Irak und in Afghanistan nicht eingerechnet. Laut Amnesty International, ist das inflationsbereinigt der höchste Wehretat seit dem Zweiten Weltkrieg.

Natur und Umwelt

Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten. Dazu kommen die beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb des Kernlandes liegen. Auf dem Gebiet der USA gibt es 58 Nationalparks sowie 390 weitere geschützte Gebiete. Darüber hinaus unterhalten die Bundesstaaten State Parks, die ebenfalls zu den geschützten Gebieten des Landes zählen.

Dabei ist das Landschaftsbild ausgesprochen vielfältig: Es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii.

USA im Abseits

Nach wie vor wird in den USA die Todesstrafe angewandt. Im Jahr 1976 hatte der Oberste Gerichtshof der USA ein bis dahin bestehendes Hinrichtungsmoratorium aufgehoben. Seitdem wurden insgesamt 1.188 Menschen hingerichtet. Allein im Jahr 2009 waren es 52.

Einen Fortschritt hat es aber gegeben: 2005 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass die Todesstrafe für Jugendliche unter 18 Jahren gegen das, in der Verfassung verankerte, Verbot grausamer Bestrafung verstoße und schaffte sie ab. Einige Staaten der USA missachten aber immer noch völkerrechtliche Grundsätze, indem sie die Todesstrafe gegen Täter mit geistigen Behinderungen anwenden.

Ein Erbe seines Vorgängers wollte Obama gleich zu Anfang seiner Amtszeit loswerden: Das Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba sollte bis Januar 2010 geschlossen sein. Doch da sich kaum Länder bereit erklärten, die Gefangenen aufzunehmen, konnte dieses Vorhaben noch nicht umgesetzt werden. Obama hat sich außerdem deutlich gegen Verhörmethoden ausgesprochen, die von Amnesty International als Folter eingestuft werden. Zum Beispiel Waterboarding, das simulierte Ertränken eines Gefangenen, soll unter ihm nicht mehr angewandt werden.

Da unter der neuen US-Regierung nicht mehr, wie unter Bush, Journalisten im Namen der Nationalen Sicherheit inhaftiert werden, steigt die USA auf der Rangliste Pressefreiheit der Reporter ohne Grenzen wieder auf Platz 20.

Besonderheiten

Am 6.August 1945 hatten amerikanische Truppen über der japanischen Stadt Hiroshima eine Atombombe abgeworfen, drei Tage später eine weitere über Nagasaki. Die USA haben bisher als einziger Staat Atomwaffen im Krieg eingesetzt. Mit verheerenden Folgen: Über 300.000 Menschen starben.

Erschreckend ist, dass sich auch die von der Bush-Regierung vorgebrachten Kriegsgründe gegen den Irak als haltlos erwiesen. Die Hoffnung, dass die USA unter Obama keine neuen Kriege aus machtpolitischen Interessen anzettelt, bleibt bestehen.

(Autorin: Lena Weitz)

Mehr zum Thema

Zwei Menschen auf Fahrrädern auf einem Radweg

Mobilität bei Greenpeace

  • 23.11.2022

Wie oft und auf welche Weise wir alle uns fortbewegen, hat großen Einfluss auf das Klima.

mehr erfahren
Aktivist:innen pflanzen eine ca. acht Meter hohe Stieleiche an das Ausbauende der umstrittenen A49 in Hessen.  Auf einem Banner steht "Wald statt Asphalt"

Erklärung zur Debatte um die Kriminalisierung von Klimaprotesten

  • 14.11.2022

Gemeinsame Erklärung der Umweltverbände BUND, Campact, DNR, Germanwatch, Greenpeace, Nabu und WWF zur aktuellen Debatte über Formen von Klimaprotest.

mehr erfahren
Deforestation for Farming and Agriculture in Chaco Province, Argentina

Handel auf Kosten der Umwelt

  • 11.05.2022

Handelsabkommen setzen wirtschaftliche Interessen über die von Umweltschutz. Nachhaltigkeitsbewertungen sollen das verbessern, doch eine aktuelle Greenpeace-Studie übt Kritik am aktuellen Modell.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren
Gianna Martini, Greenpeace-Kampagnerin

Zukunft wählen wir zusammen

  • 20.07.2021

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

mehr erfahren
Demonstration in Berlin for Germany to Join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons

Nukleare Abrüstung jetzt!

  • 05.07.2021

2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diesen Meilenstein des Völkerrechts zu unterzeichnen. 

mehr erfahren