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Abandoned Toys in Pripyat
© Vaclav Vasku / Greenpeace

Tschernobyl

Radioaktiv verseucht für tausende von Jahren

Am 26. April 1986 erschüttert eine Explosion das Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke verseucht die Region und zieht über Europa. Ursache sind menschliches Versagen und technische Mängel.

Update:  Hier finden sich Informationen zur Bedrohung Tschernobyls durch den russischen Angriffskrieg im Frühjahr 2022.

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Tschernobyl: Es sollte ein Experiment sein und wurde zum Super-GAU: Menschliche Fehler und technische Mängel führten 1986 zum bis dahin größten Unfall in der Geschichte der zivilen Atomkraft.

Was in Tschernobyl geschah, war mehr als ein Unfall - es war die nukleare Apokalypse: Ein Reaktor fliegt in die Luft, und keine Technik der Welt kann das Verhängnis abwenden. Ein riesiges Gebiet radioaktiv verseucht, tausende Menschen dem Tod geweiht, tausende krank. Hunderttausende in Angst vor dem, was sie noch erwartet. Und ein Ende nicht abzusehen, bis heute.

Kraftwerksblöcke und das Gelände des Atomkraftwerks Saporischschja sind nachts beleuchtet

Ukraine-Krieg: bedrohliche Lage für dortige Atomkraftwerke

Inmitten des Angriffskrieges auf die Ukraine stellen die 15 Atomreaktoren des Landes eine weitere massive Bedrohung dar, für das Land und für den Rest Europas.

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Der SuperGAU: Der Unfall im AKW Tschernobyl prägte eine neue Schadensklasse

Die Atomkatastrophe vom 26. April 1986 begann mit einem Test in Block 4 des AKW Tschernobyl in der damaligen ukrainischen Teilrepublik der Sowjetunion – und endete mit einer Explosion: Ergebnis einer unheilvollen Kombination aus menschlichem Versagen und technischen Mängeln. 

An dem in der Nacht für Wartungsarbeiten heruntergefahrenen Block 4 des Atomkraftwerks soll ein Sicherheitstest durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob die Turbinen bei einem Stromausfall im Kraftwerk noch genug Energie für eine vorübergehende Notkühlung des Reaktors erzeugen würden. Durch eine plötzliche Anordnung soll der Test verschoben werden, der Reaktor läuft mit zu niedriger Leistung und wird instabil. Mehrere Dinge laufen schief. Die Leistung wird wieder angehoben, das Kühlwasser verdunstet, eine Kettenreaktion ist nicht mehr zu stoppen. Der Reaktor explodiert, die rund 1.000 Tonnen schwere Stahlbetonabdeckung des Reaktors wird buchstäblich weggeblasen. Zehn Tage lang brennt der Block.

Die Explosion schleudert Radioaktivität in die Atmosphäre, die ganze Region ist verseucht. 150.000 Quadratkilometer Land – eine Fläche größer als Griechenland – sind so stark verstrahlt, dass rund 350.000 Menschen umgesiedelt werden oder flüchten. Insgesamt sind über acht Millionen Menschen in der Ukraine, Belarus und in Russland stark betroffen.

Die radioaktive Wolke zieht auch über ganz Europa und sogar bis nach Nordamerika und Asien. In Deutschland setzte die bedrohliche Situation eine ebenso große Hilflosigkeit frei – die Behörden waren auf einen solchen Fall in keiner Weise vorbereitet. Anfang Mai 1986 gab es erste Warnungen, die sich aber von Bundesland zu Bundesland unterschieden. Ausgerechnet in Bayern, das am schlimmsten von der Wolke betroffen war, blieben die Milchkühe draußen. Die Folge war verstrahlte Milch, die nicht mehr verkauft werden durfte. Unbelastetes Milchpulver wurde heißbegehrte Mangelware. Noch 2020 weisen Stichproben einiger Pilze in Süddeutschland überhöhte Werte von Cäsium-137 auf, einem Radionuklid mit einer Halbwertzeit von rund 30 Jahren.

25th Chernobyl Anniversary Projection

Tschernobyl: Protokoll eines Super-GAU

Am 26. April 1986 ereignet sich im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl eine gewaltige Explosion. Die Katastrophe geschieht durch eine Kombination aus menschlichem Versagen und technischen Mängeln.

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Eindrücke aus Tschernobyl

  • Radiation Measurement in Chernobyl

    Strahlende Ruine

    Die Explosion von Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der heutigen Ukraine hat 150.000 Quadratkilometer Land stark verstrahlt.

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  • Ghost Town Pripyat near Chernobyl

    Im Sperrgebiet

    Das einst belebte Pripjat ist seit 1986 eine Geisterstadt. Eine Zone von 30 Kilometern um Tschernobyl bleibt für tausende Jahre unbewohnbar.

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  • 25th Chernobyl Anniversary Projection

    Aktion am 25. Jahrestag

    Mit einer Projektion erinnert Greenpeace am 26. April 2011 um 1:23 Uhr an die Atomkatastrophe von Tschernobyl exakt 25 Jahre zuvor.

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  • 30th Anniversary Tour at Chernobyl

    Nicht sicher: der "alte" Sarkophag

    Das havarierte AKW Tschernobyl 2016 vor dem Bau der neuen Schutzhülle. Der alte Sarkophag ist längst marode und einsturzgefährdet.

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  • 30th Anniversary Tour at Chernobyl

    Neue Schutzhülle – ungewisse Zukunft

    Die neue "sicheren" Schutzhülle wurde im November 2016 über den alten Sarkophag gestülpt. Doch sie ist nur auf 100 Jahre ausgelegt.

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Liquidatoren von Tschernobyl - Die ersten Opfer

Zwischen 600.000 und 800.000 Helfende aus der gesamten Sowjetunion schickt die Regierung zu Aufräumarbeiten nach Tschernobyl, die sogenannten Liquidatoren. Unzulänglich geschützt, räumen sie mit normalen Schaufeln hochradioaktive Trümmer beiseite, die auf einer der 800 Atommüll-Deponien im Umfeld des AKW landen. Einer von ihnen ist der Journalist Juij Silliuk. Zehn Jahre später erinnert er sich an seinen Einsatz in Tschernobyl
 “Alles, was wir bei dem fünfminütigen Dacheinsatz tun konnten, war das Füllen einer einzigen Schaufel, um damit zum Container zu rennen. Das vorherrschende Gefühl war der Wunsch, das Programm zu erfüllen und die gefährlichen Abfälle so schnell wie möglich zu entsorgen, koste es was es wolle”. 

Die Schutzkleidung war unzureichend, die Soldaten waren einer viel zu hohen Strahlung ausgesetzt, wurden für ein medizinisches Experiment benutzt und um den versprochenen Bonus betrogen. Anton Antonowitsch Wultschin, ein Oberstleutnant aus Lwow, erzählt 1996 von seinem Einsatz in Tschernobyl: “Ich war einer Strahlendosis von 42,38 Röntgen ausgesetzt, doch beim Verlassen der Tschernobyl-Zone standen auf meinem Krankenblatt nur 14,98. Heute bin ich als Behinderter 2. Grades eingestuft”. Bis heute weiß niemand, wie viele Menschen damals innerhalb von Monaten starben. Die sowjetischen Behörden hielten die Daten geheim. 
 

Radioactive Firefighter's Helmet in Pripyat

Liquidatoren in Tschernobyl

Zehn Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl veröffentlichte Greenpeace Zeugenberichte von Menschen, die an den Aufräumarbeiten teilgenommen hatten, darunter Jurij Silliuk und Anton A. Wultschin.

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Der Sarkophag um Reaktorblock 4 des AKW Tschernobyl 15.11.94

Russisches Atom-Roulette in Osteuropa

Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind noch immer Reaktoren des Tschernobyl-Typs (RBMK-Reaktoren) in Betrieb. Dazu kommen mehrere Atomkraftwerke der Baureihe WWER 440/230.

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Das Erbe von Tschernobyl: Verstrahlte Lebensmittel, Krankheit und Tod

Auch die Zivilbevölkerung in der Region um Tschernobyl zahlte mit dem Preis der Gesundheit für das Versagen der Regierung. Vieles wurde vertuscht, was jedoch bekannt ist: Allein 93.000 Menschen sind in Folge der Katastrophe an Krebs gestorben oder werden daran sterben.

Der GAU von Tschernobyl kontaminierte 1986 weite Gebiete in der Ukraine, in Weißrussland und Russland. In der Ukraine waren 18.000 Quadratkilometer landwirtschaftlich genutzter Flächen betroffen, dazu schätzungsweise 40 Prozent der Wälder. Die Regierung untersuchte und analysierte in der Folge regelmäßig die Nahrungsmittel aus den verseuchten Regionen. Die Daten wurden veröffentlicht. Doch Radioaktivität ist nicht sichtbar. Viele Menschen änderten darum ihre Ernährungsgewohnheiten nicht, sondern aßen weiter Obst und Gemüse, Fisch, Beeren und Pilze aus den kontaminierten Gegenden. Kühe grasten weiter auf verseuchten Weiden. Die regelmäßigen Kontrollen wurden 2009 eingestellt - zu früh, wie eine stichprobenartige Greenpeace-Untersuchung zeigt.

Greenpeace war immer wieder mit einem Team aus Expert:innen vor Ort, um die Strahlung zu messen. Bei einer dieser Untersuchungen besuchte ein Greenpeace-Strahlenschutzteam im März 2011 die ukrainischen Bezirke Riwne (russisch Rowno) und Shitomir an der Grenze zu Weißrussland sowie die ukrainische Hauptstadt Kiew. Auf Märkten oder direkt bei örtlichen Landwirt:innen kauften sie insgesamt 114 Lebensmittel und untersuchten die Proben vor allem auf Cäsium-137. Dieses ist besonders langlebig und wird leicht von Pflanzen aufgenommen. Über die Nahrung gelangt Cäsium-137 schnell in den menschliche Körper, dieser verwechselt es mit dem chemisch ähnlichen Kalium und baut es vor allem ins Muskelgewebe ein. Die Strahlung der meisten untersuchten Proben war deutlich zu hoch.

Auch im Sommer 2015 schickt Greenpeace ein Expert:innenteam in verschiedene Dörfer im Westen und Südwesten der Atomruine. Analysen der gesammelten Milch-, Getreide-, Pilz-, Heu- und Holzproben bestätigen, dass fast 30 Jahre nach dem Reaktorunfall immer noch eine hohe Kontamination mit den Radionukliden Caesium-137 (137Cs) und Strontium-90 (90Sr) besteht. 

Der in diesem Zuge verfasste Greenpeace-Report “Nuclear Scars” zeigt die Narben, die der Reaktorunfall in der Ukraine hinterlassen hat: Die Überlebenden des Super-GAU essen Jahrzehnte nach der Katastrophe verstrahlte Nahrung und verfeuern radioaktives Holz. 

Weil es wenig offizielle Informationen über den Gesundheitszustand der Bevölkerung in der Region um Tschernobyl gibt, hat Greenpeace 2006 mit dem „Tschernobyl-Gesundheitsreport“ Fakten über den Gesundheitszustand der Bevölkerung in der Region um Tschernobyl geliefert. Im März 2016 erschien der Greenpeace-Report “Nuclear Scars – Die endlosen Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl”. Er weist nach, dass der Unfall von Tschernobyl 1986 sich bis heute auf die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung auswirkt. 

Niedrigere Geburtenraten, eine deutlich höhere Sterblichkeitsrate, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Missbildungen, aber auch Depressionen und Suizide zeigen, dass die Katastrophe noch lange nicht ausgestanden ist. “Noch viele Generationen werden mit den gravierenden Folgen von Tschernobyl kämpfen müssen”, sagt Tobias Münchmeyer, Atomexperte bei Greenpeace.

Ghost Town Pripyat near Chernobyl

Tschernobyl: Folgen des Super-GAU

Die Explosion des Tschernobyl-Reaktors am 26. April 1986 setzt mehrere Tonnen hochradioaktives Material frei und verseucht die Region. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind heute noch spürbar.

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Tschernobyl, Minsk: Zwillinge

Die Opfer von Tschernobyl

Der Super-Gau von Tschernobyl zerstörte Millionen Leben durch Tod, Krankheiten, Missbildungen. Seit Jahrzehnten wird das Ausmaß heruntergespielt. Eine Greenpeace-Studie widerlegt die Verharmlosungen.

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Irina und Jelena Pastutschenko mit Greenpeace-Kampagnengeschäftsführer Roland Hipp beim Start der Greenpeace-Ausstellung "Verstrahlt, verdrängt, vergessen" in der Hamburger Kampnagelfabrik vor den Fotos der Ausstellung.

Tschernobyl: Gesprächsnotizen gegen das Vergessen

Irina und Jelena Pastutschenko aus Gomel in Belarus sprachen auf der Eröffnung der Greenpeace-Ausstellung “verstrahlt, verdrängt, vergessen”, darüber, wie sie die Katastrophe von Tschernobyl erlebten.

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Atomruine Tschernobyl – Keine Dauerlösung in Sicht

Noch 1986 wird in aller Eile eine Schutzhülle aus Stahlbeton um die strahlende Ruine errichtet, der Sarkophag. Schon wenige Jahre später zeigt er erste Risse. 2012 beginnt der Bau einer neuen Schutzhülle, genannt “New Safe Confinement” (Neue sichere Sperre). Die Herausforderung ist gewaltig, die Kosten explodieren auf insgesamt etwa 1,8 Milliarden Euro, der ursprüngliche Zeitplan ist nicht zu halten. Wegen der hohen Strahlung kann der neue Sarkophag nicht direkt über dem Reaktor errichtet werden, er entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft. Im November 2016 ist die 31.000 Tonnen schwere Schutzhülle dann fertig: Über Tage wird sie auf Schienen Millimeter für Millimeter über die alte einsturzgefährdete Halle gezogen.  

Doch auch diese Schutzhülle wird nicht von Dauer sein. Sie ist für 100 Jahre ausgelegt. Ob es gelingt, die hochradioaktive Masse aus geschmolzenen Brennstäben und Baumaterial in ihrem Inneren zurückzubauen, ist ungewiss. Dabei rennt die Zeit, denn sollte der alte Sarkophag im Inneren der neuen Schutzhülle einstürzen, könnten Menschen innerhalb der Schutzhülle aufgrund der Strahlung nicht mehr arbeiten. Und auch wenn der Rückbau gelingt, bleibt die Frage offen: Wohin mit dem hochradioaktiven Müll? Für die 400.000 Kubikmeter Atommüll existiert kein Endlager.

Tschernobyl Tour zum 30. Jahrestag

Der Sarkophag in Tschernobyl

Nach dem Super-GAU in Tschernobyl am 26. April 1986 begann der Bau einer Schutzhülle zur Eindämmung der Strahlung. Doch das Provisorium war bald einsturzgefährdet, ein zweiter Sarkophag wurde gebaut.

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Was bleibt: verseuchtes Land, ungewisse Zukunft

Noch immer fehlt ein Plan für die Dekontaminierung der Region. Nach dem Unfall wurden ganze Dörfer in Gruben versenkt und zugeschüttet. Diese 30-Kilometer-Zone um Tschernobyl ist für tausende Jahre nicht mehr zu bewohnen.  

Zehn Kilometer um das Kraftwerk herum wird die Gegend noch für Zehntausende von Jahren unbewohnbar bleiben. Innerhalb dieser Zone liegt Pripjat, eine Geisterstadt mit ehemals rund 50.000 Einwohnern. Pripjat ist mit hochgiftigem Plutonium verseucht, einem Spaltprodukt aus Atomkraftwerken mit einer Halbwertzeit von rund 24.000 Jahren.

Strahlung ist unberechenbar: Auch außerhalb der evakuierten Gebiete wurden sogenannte „Hot Spots“ entdeckt, Gebiete mit hoher radioaktiver Kontamination. Nur Messgeräte können sie entdecken, denn radioaktive Strahlung ist unsichtbar, unspürbar und geruchlos. Diese Gegenden sind normal bewohnt, es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Die Menschen sind der Strahlung schutzlos ausgeliefert.

Immer wieder drohen Waldbrände, weiter Strahlung freizusetzen und das Problem noch weiter zu vergrößern. So kam es zwischen 2010 und 2021 mehrfach zu Bränden nahe der Atomruine. Der radioaktive Rauch kann sich bei Bränden besonders weit verbreiten, etwa bis nach Kiew. Somit sind immer wieder viele Menschen einer erhöhten Strahlung ausgesetzt. Bisher konnten die Brände jedes Mal gelöscht werden, teils jedoch erst nach Wochen. 

Brände nahe Tschornobyl

Immer wieder kommt es zu Bränden um Tschornobyl, unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Das zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.

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Tschernobyl bleibt eine Mahnung

Vertreter:innen der Atomindustrie behaupteten vermehrt, die Tschernobyl-Katastrophe sei ein bedauerlicher Einzelfall und werde sich nicht wiederholen. Das Erdbeben und der darauf folgende Tsunami in Japan am 11. März 2011 bewiesen das Gegenteil. Die Naturkatastrophe führte im Atomkraftwerk Fukushima zu schwersten Unfällen in vier Kraftwerksblöcken, die mit dem Unglück von Tschernobyl vergleichbar sind. Und ob kriegerische Handlungen  - zum Beispiel 2022 rund um ukrainische Atomkraftwerke - nicht noch zu einer weiteren Katastrophe führen, bleibt nur zu hoffen. 

Was in Tschernobyl und Fukushima geschah, kann sich jederzeit an einem anderen Ort der Welt wiederholen. Schon deshalb ist die Atomkraft keine Alternative bei der Bekämpfung des Klimawandels. Es gibt keinen Grund, eine Gefahr mit einer anderen zu bekämpfen.
Zumal die Atomkraft so gut wie nichts zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen kann. Selbst wenn die Anzahl der AKW weltweit verdoppelt würde, brächte dies nur fünf Prozent CO2-Einsparung.

Notwendig ist ein konsequentes Umdenken bei Energieerzeugung und -verbrauch. Die Energiewirtschaft der Zukunft muss sich auf erneuerbare Energien konzentrieren. Sie machen importunabhängig, sind umweltfreundlich, sicher und endlos vorhanden.

Fest steht: Wir dürfen Tschernobyl und Fukushima und ihre Opfer nicht vergessen und müssen daraus für die Zukunft lernen: Es gibt keine sichere Atomkraft. Deshalb brauchen wir jetzt eine schnelle und umfassende Energiewende.

An Tschernobyl erinnern

Anja Pesenko, August 2005

Jahreskalender: 365 Gründe gegen Atomkraft

Es gibt Tausende Gründe gegen Atomkraft. 365 davon haben wir in einem Jahreskalender zusammengestellt - für jeden Tag einen. Jeder Tag enthält nur wenige Worte, doch die haben es in sich.

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Chernobyl Memorial in Berlin

20. Jahrestag von Tschernobyl

Am 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl gedenken Menschen in aller Welt der Opfer. Greenpeacer halten in 70 deutschen Städten Mahnveranstaltungen ab. In Hamburg startet eine Ausstellung.

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Nuclear Action at Chernobyl Power Plant in Russia

23. Jahrestag von Tschernobyl

Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer erzählt von seinem Aufenthalt in der Ukraine, von der Fahrt in die Sperrzone um Tschernobyl, von der Greenpeace-Diaprojektion in der Nacht zum 24. April 2009.

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Heinz Smital, Kernphysiker und Greenpeace-Experte für Atomenergie

Interview zum 30. Jahrestag von Tschernobyl

30 Jahre nach dem Super-GAU: Was hat die Welt aus Tschernobyl gelernt? Und wie sieht es heute vor Ort aus? Antworten hat Heinz Smital, Greenpeace-Experte für Atomenergie.

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30th Anniversary Tour at Chernobyl

35. Jahrestag von Tschernobyl

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

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Mehr erfahren:

Tschernobyl: 30 Jahre danach - Die Lage am Standort

Tschernobyl: 30 Jahre danach - Die Lage am Standort

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Report: Nuclear Scars

Report: Nuclear Scars

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