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Zehn Jahre WTO. Greenpeace zieht kritische Bilanz

Seit zehn Jahren besteht die Welthandelsorganisation (WTO). Ins Leben gerufen wurde sie, um den globalen, freien Handel zu fördern. Was hat die WTO bewirkt? Wem hat sie geholfen? Welche Methoden verwendet sie zur Durchsetzung ihrer Ziele?
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In der Präambel zu ihrem Gründungsstatut ist nachhaltige Entwicklung als ein Ziel erwähnt, sind Schutz und Erhaltung der Umwelt versprochen. Doch nach einer Dekade zeigt sich: Die WTO verhindert sowohl Umweltschutz als auch eine nachhaltige Entwicklung. Daran hat bislang auch die Tatsache nichts geändert, dass das Thema Handel und Umwelt seit 2001 ein Verhandlungspunkt der laufenden Handelsrunde ist. So ist auf der 6. WTO-Ministerkonferenz in Hongkong vom 13. bis 18. Dezember 2005 die Umwelt kein wesentlicher Tagesordnungspunkt.

Dabei wird die angestrebte Verbesserung des Marktzuganges für Industriegüter weitgehende Auswirkungen auf die Umwelt haben. Denn zu den Industriegütern zählen bei der WTO auch die Produkte des Waldes und der Meere. Eine ungehinderte Liberalisierung für Forst- und Fischereinprodukte wird noch mehr kahle Wälder und leere Meere hinterlassen. Damit dies verhindert werden kann und damit der Welthandel nicht nur Industrienationen und westlichen Konzernen dient, muss die gesamte Institution WTO umgestaltet werden.

Das Hintergrundpapier Zehn Jahre WTO. Greenpeace unterzieht die Welthandelsorganisation einer kritischen Umweltbilanz informiert auf 24 Seiten über die Umweltauswirkungen der WTO-Freihandelsregeln, informiert über die Hongkonger WTO-Ministerkonferenz und benennt die Greenpeace-Forderungen an ein gerechtes Handelssystem.

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