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Werden Computer grün?

Die Letzten werden die Ersten sein. Denn überraschend schob sich die chinesische Computerfirma Lenovo vom letzten auf den ersten Platz in der aktuellen Greenpeace-Rangliste für "grüne" Elektronik. Computer, Handys, Gameboys oder Spielekonsolen werden danach bewertet, wie viele schädliche Chemikalien in ihnen stecken und ob die Hersteller ein sinnvolles Recyclingkonzept haben.

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Noch im September 2006 bildete Lenovo das Schlusslicht, verweist jetzt aber den bisherigen Spitzenreiter Nokia auf Platz zwei. Auch das Mittelfeld kommt in Bewegung. So erklärte Sony Ericsson, bis Januar 2008 auf mehr schädliche Chemikalien zu verzichten, als von der entsprechenden EU-Richtlinie vorgeschrieben ist.

Bislang hat kein Unternehmen alle Stoffe wie PVC oder bromierte Flammmschutzmittel aus der Produktion verbannt. Deshalb bewertet Greenpeace kein Gerät als ökologisch unbedenklich. Wir warten jetzt auf die erste Firma, die ein wirklich grüneres Produkt auf den Markt bringt, sagt Iza Kruszewska, Greenpeace-Chemieexpertin.Unsere Rangliste zeigt aber, dass einige Firmen nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben, sondern mit der freiwilligen Rücknahme von Altgeräten und umfassenden Verbraucherinformationen Taten folgen lassen.

Die Rangliste wird laufend aktualisiert. Seit der ersten Veröffentlichung haben sich viele Firmen verbessert. Etliche Firmen waren bereit, mit Greenpeace über eine bessere Produktion zu sprechen - sie wissen, dass sich Verbraucher nicht nur für Design und Funktionalität interessieren. Niemand will, dass der Computer im eigenen Zuhause gesundheitlich bedenkliche Stoffe ausdünstet. Die besten Plätze in der Rangliste sind daher begehrt. Einem Konzern hingegen scheinen ökologische Standards egal zu sein: Apple belegt chronisch einen der letzten Plätze.

Welche Firma wie gut oder schlecht ist, können Sie auf den Seiten von Greenpeace International (auf Englisch) ausführlich nachlesen.

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