Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Greenpeace-Büros auf anderen Kontinenten

Weltweit für die Umwelt

Woran arbeitet Greenpeace in anderen Teilen der Welt? Wir haben einige Büros ausgesucht und stellen sie vor: andere Erdteile, andere Kulturen – aber oft ähnliche Probleme.

  • /

Greenpeace Afrika:

  • aktiv seit 2008
  • Hauptstandort: Johannesburg/Südafrika,
  • weitere Büros: Demokratische Republik Kongo (seit 2008) und Senegal (seit 2011).
  • Hauptthemen: Klimawandel und Energiewende, Überfischung, Regenwaldschutz, nachhaltige Landwirtschaft

Soumbedioune-Fischmarkt in Dakar, SenegalDie Menschen in Afrika leiden besonders unter dem Klimawandel, obwohl sie zur Entstehung dieser Gefahr so gut wie nichts beigetragen haben. Klimaschutz und Energiewende sind darum hochrangige Themen für die Greenpeace-Mitarbeiter auf dem afrikanischen Kontinent. Überfischung ist vor allem für die westafrikanischen Küstenländer ein zentrales Thema, unter anderem im Senegal: Industrielle Fischereiflotten, auch aus der EU, fischen die Meere vor den Küsten leer. In der DR Kongo steht der Schutz der riesigen Regenwälder vor der Abholzung im Vordergrund. Holz aus dem Kongobecken – oft illegal geschlagen - landet auch in Europa.  >>> mehr

Greenpeace Brasilien:

  • aktiv seit 1992
  • Hauptstandort: São Paulo
  • Hauptthemen: Klimawandel und Energiewende, Regenwaldschutz

Brasilianische Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Urwaldrodung für WeidelandBrasilien ist das Land mit dem größten Anteil am Amazonas-Regenwald. Und dieser gewaltige und doch so bedrohte Wald ist auch der Schwerpunkt der Greenpeace-Arbeit - im Land der Holzmafia und der Rinderbarone ein lebensgefährlicher Job. Greenpeace-Mitarbeiter Paulo Adario erhielt mehrfach Morddrohungen. Einschüchtern lässt er sich nicht, ebensowenig wie seine Kollegen. Sie bleiben Sojafarmern, Holzhändlern und Rinderzüchtern auf den Fersen, die unter Missachtung von Landrechten den Wald abbrennen oder abholzen, zum Beispiel um Weideflächen zu gewinnen.   >>> mehr (portugiesisch)

Greenpeace Russland:

  • aktiv seit 1989
  • offizielles Greenpeace-Büro seit 1992
  • Hauptstandort: Moskau
  • Zweiter Standort seit 2001: St. Petersburg
  • Themen: Klimawandel und Energiewende, Atomausstieg, Schutz der Wälder, Chemie, vor allem Chlorchemie und POPs, Gentechnik, Schutz der Arktis

Russische Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Atommüll-Importe aus Frankreich, 2010Nie wieder ein Tschernobyl – könnte über der Arbeit zur Energiwende stehen. Der Ausstieg aus der Atomkraft hat hohe Priorität für die russischen Greenpeace-Mitarbeiter. Auch soll Russland nicht zur Atommüll-Halde für andere Länder werden. Priorität hat auch der Schutz der Arktis, vor allem Schutz vor der Gier der Ölkonzerne.  

Eine Besonderheit ist die Arbeit für die zahlreichen schützenswerten Landschaften und UNESCO-Weltnaturerbe-Stätten in Russland. Zu den neun bereits gelisteten und elf vorgeschlagenen Stätten gehört die arktische Wrangel-Insel, die aktuell durch Ölbohrungen gefährdet werden könnte. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schutz des Baikalsees, des ältesten und mit fast 1700 Metern tiefsten Süßwassersees der Welt. Er ist durch Industrieeinleitungen bedroht.   >>> mehr

Greenpeace Südostasien:

  • aktiv seit 2000
  • Standorte: Bangkok, Manila, Jakarta
  • Themen: Klimawandel und Energiewende, Regenwaldschutz, Chemie, nachhaltige Landwirtschaft, Meeresschutz (Philippinen)

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Jakarta für Regenwaldschutz und Artenvielfalt, Indonesien 2014Unter dem Dach von Greenpeace Südostasien haben sich Greenpeace-Mitarbeiter aus Indonesien, Thailand und den Philippinen zusammengeschlossen. Schwere Stürme und Überschwemmungen sind den Ländern gemeinsam. Klimawandel und Energiewende stehen in der Themenliste deshalb weit oben. Der Regenwaldschutz steht im Mittelpunkt. in Indonesien werden insbesondere für die Palmölproduktion riesige Regenwaldflächen gerodet. Selten gewordene Arten wie der Orang-Utan oder der Sumatra-Tiger verlieren ihren Lebensraum.    >>> mehr

Greenpeace China:

  • aktiv seit 1997
  • gehört zusammen mit den Greenpeace-Büros in Hongkong, Taiwan (2010) und Südkorea zu Greenpeace Ostasien
  • Standort: Peking
  • Themen: Klimawandel und Energiewende, Chemie, vor allem die Textilindustrie, Luftverschmutzung, Gentechnik,

Greenpeace-Aktivistinnen protestieren in Hongkong gegen giftige Chemikalien in der Textilproduktion, 2014Das riesige Reich der Mitte hat als aufstrebende Wirtschaftsmacht genauso riesige Umweltprobleme. Eine ungebremste Industrie verpestet Luft und Gewässer. Schmelzende Gletscher, verheerende Hitzewellen und Dürren sowie Wassermangel zeigen, dass das Klima sich verändert. Klimawandel und Energiewende stehen deshalb auch in China ganz oben auf der Themenliste. Ein weiterer Schwerpunkt ist die industrielle Verschmutzung der Umwelt, z.B durch die Textilindustrie. Aber auch nachhaltige Landwirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Essen ohne Gentechnik und Pestizide gehört zu den Kernthemen der chinesischen Greenpeace-Mitarbeiter.

Für das noch junge Büro in Taiwan hat die Überfischung der Meere Priorität – die mächtige taiwanesische Fischereiflotte muss unter Kontrolle gebracht werden. Zweiter Platz: der Schutz der Wälder. Chinas Hunger nach Zellstoff ist gewaltig, das Land deshalb mitverantwortlich für den Raubbau am Wald in anderen Ländern der Welt.  >>> mehr 

Greenpeace Australien

  • Aktiv seit 1977
  • Standort: Ultimo/Sydney
  • Themen: Klimawandel und Energiewende, Schutz der Wälder, Meeresschutz, Schutz der Arktis, Schutz des Great Barrier Reef, nachhaltige Landwirtschaft und Essen ohne Gentechnik

Greenpeace-Taucher im Great Barrier Reef vor der australischen KüsteIm Konflikt zwischen Wirtschaft und Umweltschutz droht derzeit das Great Barrier Reef vor der australischen Küste zum Verlierer zu werden: Das Naturwunder und UNESCO-Weltnaturerbe ist durch die Kohlewirtschaft gefährdet. Der Erhalt des  Riffs steht deshalb ganz oben auf der Tagesordnung der australischen Greenpeace-Mitarbeiter, thematisch eng verbunden mit der Arbeit für Klimaschutz und Energiewende ebenso wie für den Meeresschutz. Auf den Fidschi-Inseln, den Salomonen und Papua-Neuguinea treibt Greenpeace Australien den Schutz der alten Paradieswälder mit voran.  >>> mehr

Zur Liste aller Greenpeace-Büros weltweit

Weiterführende Publikationen zum Thema

Jahresbericht 2016

Greenpeace legt jedes Jahr seine Bücher offen, um nachzuweisen, dass die Gelder ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke eingesetzt werden.

Mehr zum Thema

Bilder eines geschundenen Landes

Lu Guang dokumentiert, wie die Industrienation China die Umwelt mehr und mehr zerstört. Für seine Bilder wurde er nun mit einem der wichtigsten Fotopreise der Welt geehrt.

Blutholz aus Afrika

Europäische Holzhändler verdienen seit Jahren am Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik. Dies belegt ein neuer Bericht von Global Witness.

Betrug – aber keine Strafe

Im Amazonas roden Firmen weiterhin illegal Bäume, Unternehmen in Europa kaufen das Holz. Sie alle gehen straffrei aus. Neue Greenpeace-Recherchen belegen die kriminellen Aktivitäten.