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Jahresrückblick 2002

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Liebe Leserinnen und Leser,

für Greenpeace war 2002 ein Jahr mit Enttäuschungen, unerwarteten Herausforderungen und Erfolgen: Im Sommer 2002 wird der russische Kalevalski-Urwald zum Nationalpark erklärt. Damit ist das dritte große Urwaldgebiet in Karelien unter Schutz gestellt. Ein wichtiger Meilenstein für Greenpeace und die Rettung der letzten Urwälder der Erde. Im August sind Greenpeacer während der Flutkatastrophe an der Elbe im Einsatz. Sie füllen Sandsäcke, sichern Deiche und nehmen Wasser- und Bodenproben.

Zunehmende Stürme und Flutkatastrophen weltweit zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen dringend nötig sind. Umso enttäuschender das Ergebnis des Weltgipfels in Johannesburg: Dort einigt man sich nicht auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Die USA und die Ölförderstaaten verhindern feste Zielvorgaben. Zum Umweltgipfel haben sich insbesondere die Greenpeace-Jugendlichen engagiert. Mit fantasievollen Aktionen, wie einer Mahnwache in Berlin, fordern sie von Politikern, den globalen Umweltschutz endlich Ernst zu nehmen. Das Interesse von Jugendlichen an Greenpeace-Kampagnen ist groß. Für viele Jugendliche hat das Thema Umweltschutz nach wie vor Priorität.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit gelten auch über den Jahreswechsel hinaus: Wir fordern eine naturnahe Landwirtschaft ohne Gentechnik. Nur sie kann eine gesunde Umwelt und gesunde Lebensmittel garantieren. Der Ausstieg aus der risikoreichen Atomenergie muss konsequent verfolgt werden. Hier hat die rot-grüne Bundesregierung nach ihrer Wiederwahl gezeigt, dass ihr so genannter Atomausstieg eine Lüge ist. Das alte Atomkraftwerk in Obrigheim soll einige Jahre länger am Netz bleiben als geplant. Die gefährliche atomare Wiederaufarbeitung von deutschem Atommüll läuft weiter, obwohl sie die Meere und weite Landstriche für viele kommende Generationen verseucht.

Im November 2002 kommt es erneut zu einer Öl-Katastrophe: Die Prestige, ein 26 Jahre alter Öltanker, sinkt vor Galicien. Greenpeacer sind vor Ort und dokumentieren die massiven Schäden. Für unzählige Seevögel und Meerestiere kommt jede Hilfe zu spät. Greenpeace fordert seit langem, alle altersschwachen Tanker sofort stillzulegen, und hat zum zweiten Mal die aktuelle Überwachung der Kadetrinne, der gefährlichen und stark befahrenen Meeresstraße in der Ostsee, übernommen.

Oftmals gilt es, Konzerne an ihre Verantwortung zu erinnern. Sie bewegen sich selten ohne Druck. Wachsen aber die Proteste unzufriedener Kunden, tragen drohende Einnahmeverluste zur Verhaltensänderung bei. Greenpeace braucht weiterhin die Unterstützung möglichst vieler Menschen. Ob nun bei unserer Kampagne gegen Daimler Chrysler und VW, die keine Rußfilter in ihre Dieselfahrzeuge einbauen, obwohl damit der krebserregende Dieselruß zu stoppen wäre. Oder bei der Arbeit gegen den Ölriesen ExxonMobil (Esso), der Klimaschutz für unnötig hält. Bitte unterstützen Sie uns auch künftig auf diesem Wege.

Mit herzlichen Grüßen und herzlichem Dank

Brigitte Behrens
Geschäftsführerin von Greenpeace

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Auch wenn es in Politik und Wirtschaft rauf und runter geht: Menschen in Deutschland unterstützen trotz wirtschaftlicher Verunsicherung den Umweltschutz und Greenpeace.

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