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Kampagnen, Struktur, Bilanz, Erträge und Aufwendungen

Jahresbilanz 2003

Die Geschäftsführerin vom Greenpeace e.V., Brigitte Behrens, fasst das vergangene Jahr aus Greenpeace-Sicht zusammen:
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Urwälder und Meere sind einzigartige Lebensräume für Millionen Tier- und Pflanzenarten - und Lebensgrundlage für uns alle. Dennoch werden die Ozeane maßlos überfischt und vergiftet, riesige Urwaldflächen durch Kahlschläge und Brandrodungen zerstört. Nur mit globalen Schutzgebieten und einer ökologisch sinnvollen Nutzung ist dieser Raubbau zu stoppen. Dafür kämpft Greenpeace seit langem weltweit, 2003 ebenso wie in den kommenden Jahren.

Unsere Verbraucherkampagne für gesundes Essen und das Greenpeace-EinkaufsNetz (EKN) finden großen Zuspruch. Das EKN hat 2003 in über 200 Untersuchungen nachgewiesen, dass konventionelle Obst- und Gemüsewaren stark mit Pestizidrückständen belastet sind. Dabei erteilen Verbraucher, Bauern und Umweltschützer in Europa genmanipulierten Produkten seit Jahren eine Absage. Das zeigt Wirkung: Monsanto, einer der weltweit größten Produzenten von Pestiziden und Gentech-Saaten, will sich aus mehreren europäischen Ländern zurückziehen. Deutschlands größte Handelskette, die Metro-Gruppe, erklärt Greenpeace gegenüber den Verzicht auf Gentechnik in ihren Eigenmarken.

Mit SolarGeneration hat Greenpeace 2003 ein großes Jugendprojekt für eine Versorgung mit Erneuerbaren Energien gestartet. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Kanzler Gerhard Schröder setzen dagegen weiter auf den Klimakiller Kohle. Eine fatale Fehlentscheidung, denn bis 2020 muss etwa die Hälfte aller deutschen Kraftwerke ersetzt werden. Greenpeace fordert eine zukunftsfähige Weichenstellung, da die jetzigen Investitionen unsere Energieversorgung für die nächsten 40 Jahre bestimmen.

Wichtige Zukunftsprojekte konnten 2003 realisiert werden: Zum Thema Umwelt und Globalisierung haben wir zusammen mit anderen Organisationen in Berlin den Globalisierungskongress McPlanet.com veranstaltet. Um seltene europäische Nutztierrassen vor dem Aussterben zu bewahren, hat die Greenpeace Umweltstiftung im Herbst 2003 den Tierpark Warder in Schleswig-Holstein übernommen. Frieden ist eine zentrale Voraussetzung für Umweltschutz. Deswegen hat sich Greenpeace mit Aktionen und Mahnwachen gegen den Irak-Krieg eingesetzt.

Mit knapp 38,6 Millionen Euro verbucht Greenpeace im Jahr 2003 einen leichten Rückgang seiner Gesamterträge gegenüber dem Vorjahr, es konnten aber 12.000 neue Förderer gewonnen werden. Durch die Spende aus einer Erbschaft wurde zudem der Bau eines neuen Segelschiffes ermöglicht: Die Beluga II ist ab Sommer 2004 für Greenpeace im Einsatz.

Auch von Ihrer Unterstützung hängt es ab, dass wir schlagkräftig genug sind, um gesunde Lebensmittel, eine zukunftsfähige Energieversorgung sowie den Schutz von Meeren und Urwäldern durchzusetzen. Ihr Vertrauen in unsere Arbeit ist das Fundament der Organisation. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin auf diesem Wege.

Mit herzlichen Grüßen und herzlichem Dank

Brigitte Behrens - Geschäftsführerin von Greenpeace

Jahresbilanz 2003

Auch wenn es in Politik und Wirtschaft rauf und runter geht: Menschen in Deutschland unterstützen trotz wirtschaftlicher Verunsicherung den Umweltschutz und Greenpeace.
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