Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Ölteppich in Alaska

Im Norden Alaskas sind 423.000 Liter ölverseuchtes Wasser aus einer Pipeline ausgelaufen. Das Leck wurde am Wochenende in einem Erdölfeld der Firma ConocoPhillips Alaska in Kuparuk entdeckt. Die ausgelaufene Flüssigkeit, eine Mischung aus Wasser und Rohöl, hat sich in die Natur ergossen. Ein fast ein Hektar großes Gebiet wurde bei dem Vorfall verseucht, der damit zu den größten Ölunfällen zählt, die es je in dieser Region gegeben hat.

Greenpeace-Ölexperte Karsten Smid erklärt: Steht die Ölindustrie vor neuen technischen Herausforderungen, um Ölvorkommen in schwer zugänglichen Regionen wie der Arktis auszubeuten, präsentiert sie sich als High-Tech-Branche, doch im Alltag der Ölförderung werden Risken von Leckagen bewußt in Kauf genommen. Keine andere Branche verdient so viele Dollars und tut so wenig für den Umweltschutz.

Der genaue Grund für das Ölleck sei nicht bekannt, heißt es aus dem Umweltministerium in Alaska. Genauere Untersuchungen sollen folgen. Greenpeace fordert, die Suche nach und Förderung von Öl in ökologisch besonders sensiblen Gebieten einzustellen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Butter bei die Fische

Fischer reagierten teils empört auf die von Greenpeace-Aktiven versenkten Steine in der Ostsee. Im Interview erzählt Thilo Maack, warum die Aktion auch der Fischerei nutzt.

Deswegen sind wir wieder hier

Immer wieder protestiert Christian Bussau gegen Shell im Brent-Ölfeld. Der Protest gegen die Versenkung der Brent Spar war der größte Erfolg. Er erzählt, warum er heute da ist.

Mut gegen Klimawahnsinn

Vier Aktivist*innen haben eine Ölplattform besetzt. Sie fordern, jede weitere Ausbeutung von Öl und Gas sofort zu stoppen. Offshore-Wind statt Öl ist ihre Devise gegen Klimakrise.