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Ölteppich in Alaska

Im Norden Alaskas sind 423.000 Liter ölverseuchtes Wasser aus einer Pipeline ausgelaufen. Das Leck wurde am Wochenende in einem Erdölfeld der Firma ConocoPhillips Alaska in Kuparuk entdeckt. Die ausgelaufene Flüssigkeit, eine Mischung aus Wasser und Rohöl, hat sich in die Natur ergossen. Ein fast ein Hektar großes Gebiet wurde bei dem Vorfall verseucht, der damit zu den größten Ölunfällen zählt, die es je in dieser Region gegeben hat.

Greenpeace-Ölexperte Karsten Smid erklärt: Steht die Ölindustrie vor neuen technischen Herausforderungen, um Ölvorkommen in schwer zugänglichen Regionen wie der Arktis auszubeuten, präsentiert sie sich als High-Tech-Branche, doch im Alltag der Ölförderung werden Risken von Leckagen bewußt in Kauf genommen. Keine andere Branche verdient so viele Dollars und tut so wenig für den Umweltschutz.

Der genaue Grund für das Ölleck sei nicht bekannt, heißt es aus dem Umweltministerium in Alaska. Genauere Untersuchungen sollen folgen. Greenpeace fordert, die Suche nach und Förderung von Öl in ökologisch besonders sensiblen Gebieten einzustellen.

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