Wie Greenpeace Energy gemeinsam mit seinen Kunden den Gasmarkt verändert

Windgas – Rückenwind für die Energiewende

Die Kundinnen und Kunden der Energie-Genossenschaft Greenpeace Greenpeace Energy dürfen stolz sein. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich das Windgas-Konzept innerhalb kürzester Zeit von einer Idee zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt hat. Für das Gelingen der Energiewende ist Windgas ein unverzichtbarer Baustein. Denn mit der Einspeisung von Windgas lässt sich das Gasnetz als Speicher für erneuerbare Energien erschließen. Das ist eine notwendige Voraussetzung für eine Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien
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Windgas, auch Power-to-Gas genannt, basiert auf der Umwandlung von Ökostrom – vor allem Windstrom – in Wasserstoff. In einem Elektrolyse-Verfahren wird der Ökostrom genutzt, um Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Während der Sauerstoff in die Umgebungsluft abgegeben wird, kann der Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist werden, wo er sich mit dem vorhandenen Erdgas vermischt. Auf diesem Weg lässt sich das Gas wie gewohnt speichern, transportieren und nutzen. Diese Idee ist nicht nur bestechend einfach, sondern auch bahnbrechend, denn Windgas ist nicht nur eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Biogas, sondern erschließt außerdem das Gasnetz als Speicher für erneuerbare Energien.

Als erster Energieversorger bietet Greenpeace Energy einen Gastarif an, der die Windgas-Technologie fördert. Mittlerweile unterstützen mehr als 12.000 Kunden das Konzept. Sie erhalten ein Erdgas-Windgas-Gemisch und zahlen einen Förderaufschlag in Höhe von 0,4 Cent auf jede Kilowattstunde. Diesen Betrag nutzt Greenpeace Energy, um die Windgas-Technologie energiewirtschaftlich und energiepolitisch voranzutreiben.

Um die Einspeisung von Windgas anzukurbeln, hat sich Greenpeace Energy zunächst entschieden, gemeinsam mit dem Windenergie-Unternehmen Enertrag den Anschluss des Elektrolyseurs von Enertrag ans Gasnetz voranzutreiben. Die Windgasanlage ist bereits seit 2011 in Betrieb, der Anschluss ans Gasnetz erfolgte Ende 2014 auf Betreiben von Greenpeace Energy. Der Enertrag-Elektrolyseur im brandenburgischen Prenzlau bezieht seinen Strom direkt aus einem benachbarten Windpark und speist den hieraus erzeugten erneuerbaren Wasserstoff ins Gasnetz ein. Gemeinsam mit den Windgas-Kundinnen und -Kunden hat Greenpeace Energy so echte Pionierarbeit geleistet, um dieser Technologie zum Erfolg zu verhelfen. Auch den Bau eines eigenen Elektrolyseurs treibt Greenpeace Energy weiter voran, denn der Wasserstoffanteil im Gasmix der Kunden soll in den nächsten Jahren weiter steigen. 

Windgas ist jedoch mehr als nur ein ökologisch besonders wertvolles Gas. Die Technik gilt als ein wesentlicher Faktor für das Gelingen der Energiewende. Windgas erschließt das Gasnetz als riesigen Speicher für Erneuerbare Energien. Umgewandelt in Wasserstoff, kann Ökostrom über Tage, Wochen und Monate gespeichert, verlustarm transportiert und bei Bedarf wieder rückverstromt werden. Dies ist ein entscheidender Punkt, denn je größer der Anteil der schwankenden Erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne an der Stromproduktion wird, desto dringender werden Langzeitspeicher gebraucht – auch um das Stromnetz zu stabilisieren. Gleichzeitig ist die Technologie schon heute sinnvoll: Windgas ist ein ökologisch sinnvolles Gasprodukt, reduziert die Importabhängigkeit von fossilem Erdgas und kann dazu dienen, den Ausbaubedarf der Stromnetze zu optimieren.

Weitere Informationen zur Windgas-Technologie und zum Fördertarif proWindgas gibt es unter www.greenpeace-energy.de/windgas im Internet.

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