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Voraussage Boom für Offshore-Windkraft

Die Nutzung der Windkraft ist europaweit auf dem Vormarsch. Allein in der deutschen Windkraftindustrie gibt es inzwischen 35 000 Arbeitsplätze und damit fast doppelt so viele wie in der Atomindustrie.

Die Nordseeländer könnten langfristig rund ein Drittel ihres Strombedarfs mit Windrädern auf hoher See erzeugen. Dies erklärte Greenpeace heute im dänischen Esbjerg zum Auftakt einer weltweiten Informationstour über den Ausbau von erneuerbaren Energien. Mit den Greenpeace-Schiffen Rainbow Warrior und Arctic Sunrise will die Umweltorganisation bis zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Ende August in Johannesburg Küstenstädte der Nordsee, des Atlantiks und des Pazifiks anlaufen, um neben der Werbung für erneuerbare Energie auch vor den Gefahren und Schäden der Atomkraft und der fossilen Brennstoffe zu warnen.

Erste Station war heute der weltweit größte Windpark auf offener See (Offshore) in der dänischen Nordsee, der zurzeit rund 40 km nord-westlich von Sylt errichtet wird. 80 hundertzehn Meter hohe Windräder werden am so genannten Horns Rev in Zukunft eine Gesamtleistung von 160 Megawatt erzeugen. Damit kann genügend Strom für eine Stadt mit 150 000 Einwohnern produziert werden.

Öl raus ; Wind rein, das ist die Botschaft, die wir vermitteln wollen, sagt Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte an Bord der Rainbow Warrior. Um die Klimaschutzziele der reichen Industrieländer erreichen zu können, muss die Windenergienutzung auf hoher See eine tragende Rolle übernehmen. Mit dem Besuch von Horns Rev wollen wir unsere volle Unterstützung für diese Technik demonstrieren.

Greenpeace fordert, dass die nördlichen Industrieländer wie Großbritannien, Niederlande, Dänemark und Deutschland ihre umweltschädliche Energieversorgung umstellen. Auf dem Erdgipfel in Johannesburg muss es außerdem klare Zusagen für den Aufbau von erneuerbaren Energien in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern geben. Für Deutschland sollten bis zum Jahr 2010 Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 3000 Megawatt aufgebaut werden.

Zusammen mit Vertretern der Nordseeanrainerstaaten, unter anderem auch Mitgliedern von deutschen Genehmigungsbehörden hat Greenpeace die Bauarbeiten am Offshore-Windpark Horns Rev aus nächster Nähe beobachtet.

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