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Solargeneration: Next Stop Chemnitz

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, dann fließt nicht nur der Schweiß, sondern auch der elektrische Strom. Das bringt der SolarTruck vom Greenpeace-Jugendprojekt SolarGeneration den Menschen näher, der seit nunmehr zehn Tagen durch ganz Deutschland tourt.

Dienstag legte der Truck einen Stopp in Aachen ein. Mitten auf dem Marktplatz in der gut besuchten Fußgängerzone erzeugten die Solarzellen auf dem Dach des Fahrzeugs mehr Strom, als die angeschlossenen Geräte verbrauchen konnten. Unter den vielen Passanten stieß der Truck auf großes Interesse.

Begleitet wird der SolarTruck von jungen Menschen aus verschiedenen Greenpeace-Jugend-AGs. Einer von ihnen ist Reemt Heuke. Der Zwanzigjährige aus der Nähe von Bremen arbeitet seit zwei Jahren in der Jugend-AG Bremerhaven mit. Er hat gerade sein Abitur bestanden und will Energietechnik studieren. Da wollte er sich die Erfahrungen, die so eine SolarTruck-Tour durch die Bundesrepublik bietet, nicht entgehen lassen. Neben dem Aufbau des Trucks vor Ort kümmert er sich um die technischen Dinge und unterstützt die Mitglieder der lokalen Jugend-AGs, wenn sie Fragen haben. Er verteilt aber auch Informationsblätter an wissensdurstige und interessierte Besucher.

Am besten kommen unsere Henna-Tattos mit dem SolarGeneration-Logo bei den Leuten an, erzählt Reemt. Wir bringen sie auf allen möglichen Körperstellen an. Bei einem früheren Stopp in Erlangen nahmen sie am Summer Break-Out teil. Die Sommerferien hatten gerade begonnen und die jungen Leute haben ihnen die Bude eingerannt, berichtet Reemt. Sie stürzten sich auf das Angebot, am Computer des SolArbeitsamtes eine Bewerbung zu schreiben, hörten Musik aus unserer Anlage oder nahmen sich einen Schluck gekühltes Wasser aus dem Spender. Natürlich werden alle Geräte mit Solarstrom betrieben.

Aber auch die SolarTools erfreuen sich größter Beliebtheit, so Reemt. Manche könnten sich allerdings gar nicht mehr von ihnen trennen. So sei das praktische Solar-Ladegerät für Handys und andere Kleingeräte bereits spurlos verschwunden. Aber auch der SolarDancer, eine mit Sonnenstrom betriebene Wackelfigur, das SolarRadio oder der solar betriebene Milchaufschäumer für den Cappucino finden große Beachtung.

Für Reemt war der bisherige Tour-Höhepunkt der Stopp in Stuttgart, wo der SolarTruck die Hip-Hop Open-Veranstaltung des Musikfernsehsenders MTV besuchte. Der Truck entwickelte sich schnell zum angesagten Treffpunkt. Es bildete sich eine riesige Menschenmenge um ihn herum. Auf der kleinen Truckbühne lieferten dann einige Jugendliche eine gekonnte Performance ab. Besonders freute Reemt, dass die ganze Zeit ein Banner mit dem SolarGeneration-Logo auf der MTV-Hauptbühne hing.

Ich hoffe, dass wir möglichst viele Leute erreichen und ihre Meinung zu den erneuerbaren Energien positiv verändern können, sagt Reemt und fordert eine stärkere Förderung der Solar-, Wind- und Wasserkraft. Es müssen mehr Menschen auf Ökostrom umsteigen.

Der nächste Halt des Trucks wird Chemnitz sein. Dort werden die Greenpeace-Jugendlichen mit dem Fahrzeug dann vom 1. bis 3. August beim Splash-Festival dabei sein. Weitere Tourdaten gibt es hier.

Wer sich ganz allgemein über SolarGeneration informieren will: www.SolarGeneration.de

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