Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Kurzes Aufatmen in Amerika

Amerikas Stromausfall des vergangenen Sommers ließ Menschen im Nordosten der USA und dem Südosten Kanadas aufatmen. Laut dem Magazin New Sientist verbesserte sich die Luftqualität schlagartig, nachdem sämtliche Kraftwerke der betroffenen Regionen notgedrungenerweise stillstanden. Über Pennsylvania verringerte sich innerhalb von 24 Stunden der Schwefeldioxidanteil in der Luft um 90 Prozent und der Ozongehalt sank um die Hälfte. Die Sichtweite erhöhte sich um 40 Kilometer.

Meteorologen der Universität Maryland in College Park nutzten die Gelegenheit zur genauen Schadstoffmessung. Ihr Ergebnis: Luftverschmutzungen, die durch Verkehr verursacht wurden, blieben unverändert. Werte anderer Emissionen, wie Schwefeldioxid und Stickstoffoxide, die durch Kohle-, Öl- oder Erdgaskraftwerke enstehen, gingen markant zurück.

Das vollständige Ergebnis der Untersuchung präsentierte Russel Dickerson auf der Frühjahrskonferenz der Amerikanischen Geophysikalischen Gesellschaft in Montréal. Es soll Forschern helfen, die Berechnung von Schadstoffen aus unterschiedlichen Quellen zu verbessern.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schleichendes Gift

Wenn Verbote zu spät kommen: Große Teile der weltweiten Orca-Bestände stehen vor dem Aussterben. Schuld ist ein Schadstoff, der seit fast 15 Jahren auf der Schwarzen Liste steht.

Zu viel, zu schnell

Der Modekonzern H&M sitzt auf Ladenhütern im Milliardenwert und weiß nicht wohin damit. Die Entsorgung erfolgt oft auf fragwürdigem Weg, berichten ZDF und Wirtschaftswoche.

Gutes Leben, selbstgemacht

Deutschlandweit zeigten Greenpeace-Aktivisten am Wochenende, wie verantwortungsvoller Konsum geht. Und dass das nichts mit Verzicht zu tun haben muss.