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Eiskalt erwischt: Dauergifte bedrohen Menschen

Menschen sind ständig einem Giftcocktail aus organischen Dauergiften und anderen Schadstoffen wie Schwermetallen ausgesetzt. Weil sich Menschenversuche von selbst verbieten, ist es sehr aufwendig und oft unmöglich, eindeutige Beziehungen zwischen einem Dauergift und einer Krankheit nachzuweisen.
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Zahlreiche Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass zwischen der Belastung mit Dauergiften und vielen Krankheitssymptomen ein Zusammenhang besteht. Dazu zählen neurologische Störungen wie verminderte intellektuelle Leistungsfähigkeit, kindliche Hyperaktivität und Konzentrationsschwächen, seelische Veränderungen, Fruchtbarkeitsstörungen sowie Defekte des Immunsystems und verkürzte Stillzeiten. Zu den schlimmsten Erkrankungen, von denen angenommen wird, dass sie mit auf Dauergift zurückgeführt werden können, zählen hormonabhängige Tumore wie Brust-, Hoden- und Prostatakrebs sowie Missbildungen männlicher Fortpflanzungsorgane und die Endometriose, eine schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutter, die häufig zur Unfruchtbarkeit führt. All diese Erkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen.

Organische Dauergifte können auch Auslöser von Chemikalien-Unverträglichkeit sein (kurz MCS: multiple chemical sensitivity). Wissenschaftler, wie Nicholas Ashford vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), sprechen hier von einer ganz neuen Klasse von Krankheiten. Es sind Krankheiten, die nicht wie bakterielle oder virale Infektionen einzelne Organe angreifen, sondern bei denen wenige Chemikalien ganze Systeme, wie das Nervensystem, das Immunsystem, das Hormonsystem und das Reproduktionssystem (also die Fruchtbarkeit von Frau und Mann) stören.

Besonders gefährdet durch die Dauergifte sind Föten und Kinder. Denn Dauergifte, die unter anderem das Hormon-, Immun- und Nervensystem stören, können gerade während der Entwicklungsphase starke Schäden hervorrufen. Viele Dauergifte können in Konzentrationsbereichen, die bei erwachsenen Menschen keine feststellbaren Effekte auslösen, bei Föten und Kindern unwiderrufliche Schäden hervorrufen.

Ironischerweise sind heute Chemikalien, die zur Bekämpfung von Krankheiten, zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und Verbesserung des Lebensstandards entwickelt wurden, selbst eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Bewahrung der Artenvielfalt. Die Schäden und Risiken dieser Stoffe übersteigen ihre Vorteile bei weitem.

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