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Britisches Abwrack-Schiff wird inspiziert

Nach mehreren Tagen Katz-und-Maus-Spiel mit indischen Behörden haben die Greenpeace-Aktivisten an Bord der Rainbow Warrior einen Etappen-Sieg errungen. Auf Anweisung des indischen Umweltministeriums muss das Seeamt des Bundesstaates Gujarat das britische Schiff Genova Bridge auf gefährliche Stoffe untersuchen lassen. Erst danach darf die Genova Bridge in Alang abgewrackt werden.

Greenpeace hatte davor gewarnt, dass die Genova Bridge noch mit gefährlichen Stoffen belastet sei. Nach den indischen Gesetzen und der internationalen Baseler Konvention müssen aber Schiffe vor dem Abwracken von Substanzen wie Asbest und Giften befreit worden sein. Anstatt dem Vorwurf nachzugehen, forderte das zuständige Gujarat Pollution Control Board (GPCB) die indische Marine und die Küstenwache auf, die Greenpeace-Aktivisten zu verhaften.

Nachdem die Marine und die Küstenwache sich für nicht zuständig erklärt hatten, versuchte das GPCB mit Sicherheitskräften, die Aktivisten festzusetzen. Diese wichen jedoch in internationale Gewässer aus und gingen dort vor Anker. Sie richteten einen Appell an das indische Umweltministerium, der nun erhört worden ist. Bis zum Wochenende soll die Untersuchung der Genova Bridge in Angriff genommen werden. (mir)

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