Der Jahreskalender: August

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1. August 1958: Pazifik, Johnston Insel: Atombombentest der USA Teak im Rahmen der Operation Hardtack 1 in 77 Kilometern Höhe.

2. August 1993: Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Bruch einer Rohrleitung aufgrund von Korrosion. Radioaktives Material läuft aus.

3. August 2001: Deutschland, AKW Lingen (Emsland): Teilweiser Ausfall der Brandmeldeanlage durch Überspannung infolge Blitzeinschlag.

4. August 1962: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.

5. August 2003: USA, Los Alamos National Laboratory: Wegen zu langer Lagerung einer Verpackung werden Arbeiter in der Plutoniumanlage mit Plutonium kontaminiert.

6. August 1945: Japan: Der US-B29-Bomber Enola Gay wirft die Atombombe Little Boy über Hiroshima ab. Bis Ende Dezember 1945 sterben etwa 140.000 Menschen.

7. August 1962: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.

8. August 1997: Russland, Insel Sachalin: Der Generator eines Leuchtturms, der radioaktive Substanzen enthält, wird im Ochotskischen Meer notentsorgt.

9. August 1945: Japan: Die USA werfen die Plutoniumbombe Fat Man über Nagasaki ab. Bis November 1945 sterben etwa 74.000 Menschen.

10. August 1985: UdSSR, Tschaschma-Bucht: Explosion im Reaktor des atomgetriebenen U-Boots K-431 während der Beladung mit Brennstoff. Radioaktivität gelangt in Luft und Wasser.

11. August 1988: Argentinien, AKW Atucha 1: Steigende Aktivität und Vibration im Reaktor führen zu einer Notabschaltung. Brennstabteile werden im Reaktorkessel gefunden.

12. August 2000: Barentssee: Feuer und Explosion in der ersten Sektion des russischen Atom-U-Boots K-141 Kursk. Es sinkt, 118 Besatzungsmitglieder sterben.

13. August 1991: USA, AKW Nine Mile Point im Staat New York: Defekt im Haupttransformator führt zur Abschaltung des Reaktors. Ungenügend Notstrom steht zur Verfügung.

14. August 1993: Deutschland, AKW Krümmel: Zwei Armaturen, die bei Störfällen die Sicherheits- und Entlastungsventile offen halten müssen, funktionieren nicht.

15. August 1974: Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den oberirdischen Atombombentest Scorpion durch.

16. August 1983: USA, Golf von Mexiko: Verlust versiegelter Strahlenquellen, die Radioaktivität in die marine Umwelt freisetzen können.

17. August 1995: China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Unterirdischer Atombombentest.

18. August 1997: Deutschland, AKW Biblis B: Während einer Revision fallen zwei der vier Nebenkühlwasserpumpen aus, eine weitere steht wegen Reparaturen nicht zur Verfügung.

19. August 1998: USA, Argonne National Laboratory West in Idaho: Elf Arbeiter werden bei Wartungsarbeiten an einer der heißen Zellen radioaktiv kontaminiert.

20. August: Im August 1995 verhakt sich im AKW Ignalina in Litauen ein Kran, der im Bereich der Brennstoffbeladung arbeitet, in ein Stromkabel. Der Strom fällt aus.

21. August 1962: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.

22. August 1996: Costa Rica, San José: Eine medizinische Strahlenquelle wird falsch kalibriert. Patienten werden dadurch zu hohen Strahlendosen ausgesetzt.

23. August 1988: Deutschland, AKW Isar 1: Reaktorschnellabschaltung durch niedrigen Füllstand im Reaktordruckbehälter.

24. August 1992: USA, AKW Turkey Point in Florida: Während Hurrikan Andrew lösen Fehlalarme im Brennelemente-Lager Besorgnis aus. Es war während des Sturms nicht zugänglich.

25. August 1984: Vor der Küste von Zeebrugge: Frachter Mont Louis kollidiert mit der Autofähre Olau Britannia und sinkt mit 30 Containern Uranhexafluorid an Bord.

26. August 1997: Georgien, militärisches Trainingslager Lilo: Ein Strahlungs-Hotspot wird nahe den unterirdischen Schutzanlagen gefunden.

27. August 2001: Deutschland, AKW Philippsburg 2: Zwei Wochen nach einer Revision fällt auf, dass das Vergiftungssystem, das zur Verfügung stehen muss, nicht einsatzfähig ist.

28. August 2002: Deutschland, AKW Biblis B: Der Schalter für die automatische Notstandsstromversorgung ist ausgeschaltet.

29. August 1949: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Erster oberirdischer Atombombentest der UdSSR. Radioaktiver Fallout geht über Teilen des Altai-Gebietes nieder.

30. August 1956: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.

31. August 1962: UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.

Anmerkung: Die meisten Vorfälle sind auf den Tag genau ermittelt, diese Eintragungen beginnen mit der Jahreszahl. Vorfälle, für die sich aus den von uns benutzten Quellen nur der Monat nachweisen ließ, stehen im Fließtext mit der Jahresangabe im Satzverlauf.

V.i.S.d.P.: Thomas Breuer; Text: Alexandra Boehlke