Jetzt spenden
Luftbild: aufgemalte Sonne um den Pariser Triumphbogen
Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren am Arc de Triomphe für ein ambitioniertes Klimaabkommen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Am Wochenende verlassen die internationalen Delegationen Paris wieder. Greenpeace-Aktivisten geben den Politikern zum Abschied allerdings einen Denkzettel mit auf den Weg: Rund um den Arc de Triomphe kreierten sie ein riesiges Sonnensymbol – eine leuchtend gelbe Erinnerung für die abreisenden Konferenzteilnehmer, dass die Zukunft den Erneuerbaren Energien gehört, gut sichtbar beim Blick aus der Vogelperspektive.

Auf dem Triumphbogen selbst demonstrierten 30 Aktivisten für ein ambitioniertes Klimaschutzabkommen, Dutzende weitere verwandelten den Kreisverkehr um das Pariser Wahrzeichen und die abgehenden Straßen in ein gigantisches Graffito für Solarenergie – selbstverständlich mit Ökofarbe auf Wasserbasis.

Die Umweltschützer fordern mit der Aktion ein klares Bekenntnis der internationalen Politik zum Kohleausstieg – im vorläufigen Text des Klimaabkommens war bis gestern Abend davon nichts zu lesen. Ebensowenig ist die vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien bis 2050 beschlossene Sache.

Zum Weiterlesen

Andasol Solar Anlage in Südspanien, Mai 2009
Markel Redondo / Greenpeace

Erneuerbare Energien - der Wachstumsmotor

Nachricht

"Eine Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien ist nicht möglich" - diese Behauptung wird von der aktualisierten Studie "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick" ein weiteres Mal entkräftet. Ergebnis des Konzepts von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC): 80 Prozent der weltweit benötigten Energie können 2050 mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Wenn zusätzlich Energie eingespart wird, können die globalen CO2-Emissionen dadurch um mehr als 80 Prozent sinken.

mehr erfahren über Erneuerbare Energien - der Wachstumsmotor

Auch die Bundeskanzlerin ist in der Pflicht

Zwar können sich alle Verhandlungspartner auf das Ziel einigen, die Erderwärmung möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Doch dieses Versprechen ist nichts wert, wenn die dazu notwendigen Klimaschutzmaßnahmen nicht verbindlich im Vertragstext festgeschrieben werden. Martin Kaiser, Greenpeace-Experte für Klima, zieht Zwischenbilanz: „Das vorläufige Pariser Abkommen will hoch hinaus, aber bislang endet die Leiter auf halber Strecke.“

Morgen soll das Klimaschutzabkommen in seiner endgültigen Form präsentiert werden, Vertreter aus mehr als 190 Ländern haben tagelang um Inhalte und Formulierungen gerungen. Bis dahin haben die Teilnehmer Zeit, doch noch ein ehrgeiziges Programm im Kampf gegen die fortlaufende Erderwärmung auf den Weg zu bringen. Martin Kaiser sieht auch die deutsche Bundesregierung in der Pflicht: „Kanzlerin Merkel muss sich dafür einsetzen, dass Paris unmissverständlich klar macht: Kohle, Öl und Gas haben mittelfristig keinen Platz im Energiemix.“

Dass 100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 nicht nur machbar sind, sondern sogar Arbeitsplätze schaffen, hat Greenpeace im Energieszenario „Energy Revolution“ durchgerechnet. Darin ist alles sonnenklar dargelegt. Jetzt muss die Politik Einsicht beweisen. 

  • Kletterer am Triumphbogen mit Banner

    Forderung in luftiger Höhe

    Überspringe die Bildergalerie
  • Verteilen der Farbe auf Pariser Straßen

    Malerarbeiten für den Klimaschutz

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/klimanotstand

Klimanotstand jetzt!

Klimanotstand jetzt! Bundeskanzler Merz muss uns gegen Hitze, Flut und Dürre schützen: Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, mehr Naturschutz und finanzielle Hilfe für Städte und Kommunen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Gruppe von Jugendlichen auf historischem Platz schützen sich mit Regenschirmen vor der Sonn

Mehr zum Thema

Zwei große Bilder nebeneinander auf einem Lkw: eines düster „Power the apocalypse“, das andere mit Windrad „Power the future“.

Nvidia: Die Klimakosten des KI-Booms

Eine Greenpeace-Analyse zeigt: Der Aufstieg des Chipkonzerns Nvidia geht mit massiv steigenden CO2-Emissionen einher. Greenpeace-Aktive protestierten bei einer Konferenz in Berlin.

mehr erfahren über Nvidia: Die Klimakosten des KI-Booms
Floods in Homa Bay County in Kenya

Riesige Klimaschäden durch Superreiche

Ein neuer Greenpeace-Report zeigt: Die größten Klimaschäden der Superreichen entstehen nicht nur durch Privatjets und Luxusvillen, sondern durch Beteiligungen und Finanzanlagen.

mehr erfahren über Riesige Klimaschäden durch Superreiche
Klimaland Bavaria 2040 - Keep the word- Protest Munich

Klimaziel Bayern in Gefahr

Große Klappe, nix dahinter: Söder und Aiwanger wollen nicht mehr, dass Bayern bis 2040 klimaneutral wird, ein entsprechendes Gesetz wird eingebracht. Greenpeace zeigt mit einer neuen Berechnung die Folgen, die dieses Gesetz hätte.

mehr erfahren über Klimaziel Bayern in Gefahr
Ein kleiner Schatten eines Straßenbaums auf versiegeltem Boden

Mehr Raum für Stadtnatur

Verformte Straßenbahngleise, Tropennächte, Unwetter – das sind nur ein paar Folgen des Hitzesommers in Deutschland. Greenpeace zeigt, wie sich Städte besser schützen können.

mehr erfahren über Mehr Raum für Stadtnatur
Messballon zur Beobachtung des Ozonlochs am nördlichen Polarkreis, Juni 1988

Ursache und Wirkung des Ozonlochs

Der 16. September ist Tag zum Schutz der Ozonschicht. Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

mehr erfahren über Ursache und Wirkung des Ozonlochs
Portrait von Roda Verheyen

Roda Verheyen bekommt Umweltpreis

Mit unkonventionellen Klagen kämpft die Rechtsanwältin Roda Verheyen für mehr Klimaschutz auf dem Rechtsweg. Dafür bekommt sie nun den Deutschen Umweltpreis.

mehr erfahren über Roda Verheyen bekommt Umweltpreis