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Joinville Island Glaciers
© Tomás Munita / Greenpeace

Die Grenzen unseres Planeten

Was wir tun müssen, damit die Erde nicht kollabiert

Die Ressourcen unseres Planeten sind nahezu aufgebraucht. Die Menschheit muss schnell handeln - denn noch gibt es die Chance, eine Klimakatastrophe und den Kollaps der Erde abzuwenden.

Eine Welt, in der Ozeane und Flüsse frisches, sauberes Wasser führen. In der Tiere und Pflanzen sich ungestört in ihren natürlichen Lebensräumen ausbreiten. In der es genug zu essen und zu trinken gibt, für alle Menschen, egal, ob in Europa, Asien oder Afrika. Was für eine ideale Welt. Was für ein gesunder Planet. Doch davon ist die Menschheit weit entfernt. Stattdessen beuten wir die Erde weiter aus, bringen wir den Planeten weiter an die Grenzen der Belastbarkeit.

Planetare Grenzen – das meint nicht nur Klimawandel, Artensterben und die Bedrohung der Meere. Es ist auch der Süßwasserverbrauch auf der Erde, die Abholzung und Landumwandlung, der Nährstoffkreislauf wie der von Stickstoff und Phosphor, die schrumpfende Ozonschicht, die Belastung der Atmosphäre mit Aerosolen sowie die Einführung neuartiger, giftiger Chemikalien und Kunststoffe. Neun globale Prozesse insgesamt, die die Gesundheit und Belastungsgrenzen unseres Planeten definieren.

Luebeck City Forest Documentation in Germany

Wälder

  • 29.03.2022

Weltweit bedrohen Abholzung, Übernutzung und die Klimakrise die Wälder. Dabei brauchen viele Pflanzen und Tiere sie zum Leben – und auch wir Menschen.

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Tristan Rock Lobster on One of Mount Vema's Summits

Meere

  • 02.11.2022

Die Menschheit setzt durch Überfischung, Klimakrise, Verschmutzung und den Abbau von Bodenschätzen die Zukunft der Ozeane aufs Spiel - und ihre eigene. Doch mehr Schutz für die Meere ist möglich.

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Neun kritische Systeme regulieren den Zustand des Planeten

Schon im Jahr 2009 hatten Wissenschaftler:innen um Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre das Konzept der Planetarischen Grenzen (engl. Planetary Boundaries) veröffentlicht. Sie warnten davor, dass die menschliche Aktivität bestimmte Schwellenwerte oder Kipp-Punkte innerhalb der insgesamt neun planetaren Grenzen nicht überschreiten dürfe, wenn katastrophale Veränderungen auf der Erde vermieden werden sollen. Die Gefahr besteht, denn schon jetzt greift der Mensch stark in die planetaren Kreisläufe ein. Nach Rockström sind die planetaren Grenzen in den Bereichen Klimawandel, Biodiversität, Landnutzung und Stickstoff-Kreislauf[ heute bereits überschritten.  

Für Greenpeace sind zwei der neun Umweltgrenzen von besonderer Bedeutung: die Begrenzung der globalen Temperaturen auf 1,5 Grad Celsius und das Stoppen des rasanten Verlusts der Artenvielfalt in all ihren Formen. Beide Grenzen sind potenziell irreparabel und hängen mit vielen anderen Umweltproblemen zusammen. Deswegen arbeitet Greenpeace verstärkt an Verbesserungen in genau diesen Bereichen, um so insgesamt einen systemischen Wandel herbeizuführen. Dafür braucht es auch Frieden auf der Welt – ein Aspekt, der im Stockholmer Konzept fehlt, obwohl er aus Sicht von Greenpeace zum Klimaschutz beitragen kann. Denn erst, wenn Frieden auf der Erde herrscht, wird die Menschheit anfangen, die Ursachen für Umweltprobleme richtig anzugehen. Was nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine mal wieder deutlich zeigt.  

Die Gründe für Erderhitzung, für Artenverlust, für Krieg und Krisen auf der Welt sind vielfältig. Sie reichen von Energieverbrauch und die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas über verkehrsbedingte CO2-Emissionen bis hin zu Urbanisierung. Ein Hauptfaktor ist die intensive Landwirtschaft bei Tierhaltung und Anbau. Wichtige Ökosysteme wie der Amazonas-Regenwald werden immer schneller vernichtet und in Flächen für Viehweiden und Viehfutter umgewandelt. Mit den Wäldern sterben viele Tier- und Pflanzenarten, weil sie kaum noch geeignete Lebensräume finden. Der zunehmende Einsatz von Stickstoff- und Phosphatdünger auf den Feldern zerstört zudem die Bodenfruchtbarkeit und führt dazu, dass selbst Flüsse und Meere mittlerweile überdüngt sind.

Organic Cattle Farm in Bavaria

Landwirtschaft

  • 02.11.2022

Kurzfristig hohe Erträge, aber selten nachhaltig: Die konventionelle Landwirtschaft hat innerhalb weniger Jahrzehnte viel Schaden angerichtet.

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Blume mit Biene am Rande eines Getreidefeldes

Anbau

  • 24.10.2022

Der Anbau von Lebensmitteln ist auf funktionierende Ökosysteme angewiesen. Die Landwirtschaft jedoch trägt zum Insektensterben und Klimawandel bei.

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Beef Cattle at Ecological Farm in Germany

Tierhaltung

  • 01.11.2022

Weniger Tiere und diese artgerecht zu halten, ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch für den Umwelt- und Klimaschutz unerlässlich.

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Die Überschreitung in einem Bereich erhöht den Druck auf andere planetare Grenzen

Der Schaden, der den Wäldern zugefügt wird, wird schließlich auch zum Schaden für die Klimastabilität.

Denn das Abbrennen der Tropenwäldern erhöht den CO2-Gehalt in der Atmosphäre – und damit den globalen Temperaturanstieg. Der wiederrum kann den Stress für die Tropenwälder und andere empfindliche Ökosysteme verstärken. So sind die Korallenriffe von heute bei einer Klimaerhitzung von zwei Grad mit großer Wahrscheinlichkeit kaum noch zu retten.

Das Ausmaß und die Gefahr der Klimakrise und der Rückgang der Artenvielfalt werden täglich deutlicher. Die wachsende Weltbevölkerung, der zunehmende materielle Wohlstand in vielen Weltregionen und die Urbanisierung werden den Teufelskreis noch weiter beschleunigen. Die globale Klimapolitik hat mit dem klimapolitischen Ziel, die globale Klimaerwärmung dauerhaft unter 2 Grad zu halten, bereits reagiert. Doch nur Ziele zu verkünden, das allein reicht nicht. Um die ökologischen Krisen zu bewältigen, müssen Regierungen in Deutschland, in Europa und weltweit Wege finden, um die Zerstörung von Lebensräumen, das Aussterben zahlloser Arten und die sich beschleunigende Klimakrise zu stoppen.

Wolf im Wald

Biodiversität

  • 11.11.2022

Biodiversität ist die Grundlage des vielfältigen Lebens auf der Erde. Doch dieser Reichtum ist aus mehreren Gründen bedroht – und braucht unseren aktiven Schutz.

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Hope Lifebelt at  COP16 in Mexico

Klimaschutz

  • 02.11.2022

Noch können wir Menschen die Klimakrise abwenden. Wenn wir schnell und entschlossen den Ausstoß an Klimagasen reduzieren, können wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch verhindern.

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Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

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Aktion zur COP27,

Interview zur Klimakonferenz COP 27

  • 20.11.2022

Die 27. UN-Klimakonferenz ist zu Ende gegangen - mit enttäuschendem Ergebnis: Zwar gibt es nun einen Fonds für Klimafolgeschäden für arme Länder. Aber keinen Ausstieg aus allen fossilen Energien.

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Lisa Göldner auf der Cop27

Cop27-Klimaschutzkonferenz: Zwischenbilanz

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Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheikh: Nach einer Woche UN-Klimakonferenz sieht Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner erste Fortschritte. Aber die wahren Aufgaben kommen erst noch.

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