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Greenpeace-Aktivisten nehmen an der Klima-Demonstration in Lima anlässlich der COP20 teil. Tausende von Menschen demonstrieren friedlich auf Limas Straßen und appellieren an die politischen Machthaber, die sich zum Weltklimagipfel trafen.
© Christian Rinke-Lazo / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

„In Lima sollten die Fundamente für den Weltklimavertrag von Paris 2015 gelegt werden, doch es wurde nicht einmal die Baugrube fertiggestellt“, kommentiert Martin Kaiser, Leiter des internationalen Klimateams von Greenpeace, das schwache Ergebnis der UN-Konferenz.

Ziel des Treffens in der peruanischen Hauptstadt war, die Grundzüge des neuen internationalen Klimavertrags zu formulieren, der im kommenden Jahr in Paris verabschiedet werden soll. Er soll helfen, die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad Celsius zu halten. Im Moment deutet alles auf eine Erhöhung um mindestens 3,5 Grad hin – ein Wert, bei dem die Auswirkungen des Klimawandels nach Ansicht von Wissenschaftlern nicht mehr zu kontrollieren sind.

Am Ende der Verhandlungen gab es zwar einen ersten Vertragsentwurf, doch ihm fehlten wichtige Details, wie die Verkürzung der Zyklen, in denen Klimaschutzziele vorgelegt werden, auf fünf Jahre oder die Vorlage ambitionierter Klimaschutzziele der Länder. „Der mühsam errungene Kompromiss ist enttäuschend, denn er verschiebt die wichtigsten Streitpunkte auf nächstes Jahr, statt erste Lösungen zu beschließen“, so Kaiser.

Ein wichtiges Ziel taucht immerhin im Entwurf auf: der vollständige Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis zum Jahr 2050.

Ein Fonds für den Klimaschutz

Fortschritte gab es auch in Finanzierungsfragen. Der Grüne Klimafonds, der Geld für besonders vom Klimawandel betroffene Länder bereitstellen soll, wuchs auf mehr als 10 Milliarden Dollar an. Doch nach 2020 ist Schluss. Ab dann soll der Fonds mit jährlich 100 Milliarden Dollar ausgestattet werden, um die Folgen des sich verstärkenden Klimawandels in den ärmeren Ländern zu begrenzen. Wie diese Beträge zusammenkommen sollen, ist völlig unklar. Die USA, die Europäische Union und andere Industriestaaten weigern sich hartnäckig, neue Finanzhilfen zuzusagen.

Jetzt ist Merkel gefragt

Ob Paris 2015 ein Erfolg wird, liegt nun an den Politikern der jeweiligen Staaten. Bis Ende März 2015 sollen die Klimaziele der einzelnen Nationen endgültig festgelegt werden. Eine besondere Rolle kommt dabei Kanzlerin Merkel zu, die ab Januar den Vorsitz der sieben wichtigsten Industriestaaten übernimmt. „Angela Merkel muss die guten Ansätze des ersten Entwurfs während der deutschen G7-Präsidentschaft aufgreifen und verstärken“, sagt Kaiser.

Die Zeit ist knapp: Länder wie die Philippinen bekommen die zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels schon längst zu spüren. Je länger wir warten, desto teurer werden die Folgen. Denn der Klimawandel wartet nicht auf Entscheidungen der Politik.

  • Der peruanische Umweltminister  Manuel Pulgar-Vidal beendete am 13.12 die UN-Weltklimakonferenz in Peru.

    Perus Umweltminister und Gastgeber Manuel Pulgar-Vidal

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  • Die Folgen des Taifuns auf den Philippien

    Die Folgen des Klimawandels

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