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Zum Windrad formierte Greenpeace-Aktivisten stehen an der Elbe in Hamburg.
Fred Dott / Greenpeace

Pilgertour für Klimagerechtigkeit erreicht Hamburg

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Die Formation, zu der sich Aktivisten von Greenpeace und der Klimaallianz in Hamburg zusammenfanden, zeigte ein Symbol für die Energie-Zukunft unserer Welt: Die Umweltschützer bildeten ein Windrad – und begrüßten so die rund 40 Klimapilger, die die Stadt am vergangenen Samstag erreichten. Diese waren zu Fuß in Flensburg aufgebrochen; ihr Ziel: Paris – und Aufmerksamkeit für die 21. Weltklimakonferenz dort Ende dieses Jahres. Die Pilger fordern den Beschluss eines gerechten Klimaschutzabkommens, das die Erderwärmung unter der kritischen Zwei-Grad-Marke hält.

Rückenwind für Klimapilger

Am vergangenen Wochenende überquerten die Pilger nun gemeinsam mit zahlreichen Umweltschützern aus der Region die Elbe in Hamburg. Dabei begleitete sie eine bunte Schiffsflotte aus Segeljollen, Kanus und Ruderbooten ans andere Ufer, darunter der historische Lastensegler Möwe, der ein Banner mit der Aufschrift „Klimaschutz braucht Rückenwind“ gehisst hatte. Die Elbüberquerung der Klimapilger ist Teil eines weltweiten Aktionstages für mehr Klimaschutz und ein ambitioniertes Abkommen auf der UN-Klimakonferenz im Dezember.

Denn eine weltweite Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 ist möglich – allerdings nur mit einem raschen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik. „Eine globale Energiewende ist ökonomisch sinnvoll und klimapolitisch unumgänglich“, erklärt Karsten Smid, Greenpeace-Experte für Energie. „Wir fordern deshalb in Paris ein faires und völkerrechtlich bindendes Abkommen.“

Globale Energiewende notwendig und rentabel

 

Erst Anfang dieser Woche hatte Greenpeace einen Plan vorgelegt, wie der gesamte globale Energiebedarf bis 2050 mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Die Umsetzung des Konzeptes würde nicht nur den CO2-Ausstoß drosseln und das Zwei-Grad-Ziel erreichbar machen. Auch wirtschaftlich ist es effizient: Alle für die Energiewende notwendigen Investitionen könnten durch die eingesparten Brennstoffkosten gedeckt werden. Dabei würden bis 2030 weltweit mehr als 20 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. „Es gibt also keine Ausrede mehr, und wer jetzt noch auf Kohle und Atom setzt, muss sich dafür vor den kommenden Generationen verantworten“, so Smid.

Die Initiatoren des Klimapilgerns, ein christliches Bündnis aus Kirchengemeinden und Verbänden, sehen das genauso und rufen alle Umweltschützer zum Mitwandern auf. Rund 1400 Kilometer legen die Pilger in drei Monate zurück; sie wollen pünktlich zur Eröffnung der Weltklimakonferenz in Paris ankommen. Dort werden sie die Politiker auffordern, ein verbindliches Abkommen für die globale Umstellung auf Erneuerbare Energien zu beschließen. Für Karsten Smid eine dringend notwendige Aktion, denn: „Es fehlen weder klimafreundliche Techniken noch innovative Ideen, um Treibhausgase zu vermeiden“, erklärt er. „Einzig an dem politischen Willen, sich gegen Konzerninteressen für einen effektiven Klimaschutz einzusetzen, mangelt es bislang.“

 

  • Klimapilger halten Banner mit der Aufschrift "Geht doch" hoch.

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  • Schiffe fahren auf der Elbe bei Hamburg, eins hat einen Banner mit der Aufschrift "Klimaschutz braucht Rückenwind" gehisst.

    Rückenwind für Klimapilger

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