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Für Wale und andere Meeresbewohner ist der Lärm der seismischen Untersuchungen oftmals tödlich. Denn platzen bei Walen die Trommelfelle, verlieren sie die Orientierung und drohen zu ertrinken. Das alles interessiert die Verantwortlichen bei Rosneft jedoch nicht. Zusammen mit den internationalen Ölkonzernen ExxonMobil, BP und Statoil sollen in der Arktis neue Ölfelder gefunden und ausgebeutet werden.
"Schon heute verschmutzt Rosneft Jahr für Jahr die russische Landschaft mit tausenden Tonnen Öl - mehr als alle anderen Ölkonzerne auf der Welt", sagt die Greenpeace Kampaignerin Christy Ferguson an Bord des Greenpeace-Schiffes „Arctic Sunrise“ in der Barentssee. "Westliche Ölkonzerne bilden Partnerschaften mit diesem Konzern, um Vorteile aus den ungenauen Regularien, den laxen Sicherheitsstandards zu ziehen und eine Verantwortung, die sie bei möglichen Umweltzerstörungen übernehmen müssten, zu vermeiden."
Die „Arctic Sunrise“ ist zurzeit in der russischen Arktis unterwegs, um gegen russische Ölkonzerne wie Rosneft und ihre Partner aus dem Westen, wie ExxonMobil, Statoil und BP zu protestieren, die Vorbereitungen treffen, in der Arktis zu bohren. Greenpeace fordert ein Verbot von Ölbohrungen in den Gewässern der Arktis und ein Schutzgebiet rund um den Nordpol.Der Staatskonzern Rosneft ist inzwischen zu einem der größten Ölproduzenten der Welt aufgestiegen. Rosneft besitzt Lizenzen für etwa eine Million Quadratkilometer (das entspricht der Fläche von Frankreich und Deutschland) im arktischen Shelf, um nach Öl zu bohren. Geplant ist, dass der Konzern 2014 erstmals Probebohrungen im sogenannten Vostochno-Prinovozemelsky-1 Block starten will. Dieses Gebiet liegt direkt an einem russichen Nationalpark.
Die Arktis ist so stark von der Ölindustrie bedroht wie nie zuvor. Durch den Klimawandel schwindet das Meereis und die Ölindustrie ist erstmals in der Lage, Öl aus dem Meeresboden der Arktis zu fördern. Doch die Suche und Förderung von Öl in dieser weitestgehend unberührten, unwirtlichen Natur ist extrem gefährlich. Ölkonzerne haben bis heute keinerlei Methoden entwickelt, um einem möglichen Ölunfall zu beherrschen geschweige denn, ausgetretenes Öl aus der Umwelt wieder zu beseitigen.
(Autor: Jörg Feddern)
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