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Weder an dem mit 27.000 Tonnen Öl beladenen Tanker noch am Frachter seien nennenswerte Schäden entstanden, hieß es weiter. Bei beiden Kollisionen sei kein Öl ausgelaufen.

Die Schiffe hatten nach ihrem ersten Zusammenstoß am Montag gut zwei Tage im Eis festgesessen. Der zweite Zusammenstoß ereignete sich nur wenige hundert Meter vom ersten Unglücksort entfernt. Der Kapitän des in Gibraltar registrierten Frachters erklärte gegenüber den finnischen Behörden, dass die Schiffe wegen des Eises auf dem Wasser nur sehr schwer zu manövrieren seien.

Finnlands Regierung hatte im Januar vergeblich bei russischen Behörden um die Begrenzung des Tankerverkehrs zum Ölhafen Primorsk auf dem stark vereisten Finnischen Meerbusen gebeten. Ein großer Teil der Tanker hat nicht die erforderlichen Verstärkungen gegen Pack- und Treibeis. Trotzdem treten sie die gefährliche Reise über die Ostsee an. Allein in der letzten Woche sind drei weitere nicht eistaugliche Tanker im Eis stecken geblieben.

Der noch relativ neue Hafen von Primorsk verfügt über eine jährliche Kapazität von 30 Millionen Tonnen Öl. Da das russische Ölgeschäft boomt, sind weitere Terminals geplant. Das bedeutet, dass sich der Tankerverkehr auf der Ostsee zukünftig noch erhöhen wird. Damit steigt auch die Gefahr, dass sich in Zukunft eine schwere Umweltkatastrophe in der Ostsee ereignen kann. (bes)

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