Verschleppter Kohlausstieg: Protest gegen Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel ist dabei, das von ihm ausgerufene Klimaziel zu beerdigen. Greenpeace-Aktivisten reicht es jetzt: Sie protestierten während einer Gabriel-Rede für den Kohleausstieg.
Sigmar Gabriel ist dabei, das von ihm ausgerufene Klimaziel zu beerdigen. Greenpeace-Aktivisten reicht es jetzt: Sie protestierten während einer Gabriel-Rede für den Kohleausstieg.
Viele Laternen und eine klare Forderung: Raus aus der Kohle. Menschen in fast 40 Städten forderten Energieminister Sigmar Gabriel am Wochenende zum Kohleausstieg auf.
Greenpeace-Aktivisten protestierten heute gegen den Bau eines Braunkohlekraftwerks mit einem Heißluftballon. Sie flogen über die Brennpunkte der Kohlewirtschaft im Raum Köln. Die Ballonfahrt führte von Jülich über den Tagebau Hambach und das Kraftwerk Niederaußem. "Energiewende fürs Revier - Stoppt BoAplus!" fordern die Aktivisten auf einem sechs Mal zehn Meter großen Banner unter dem Heißluftballon. Auf ihm ist die Erde abgebildet.
Die Verockerung von Gewässern im Spreewald steigt. In einem dreitägigen Messcamp haben Greenpeace-Aktivisten Mitte Juli die Verockerung der Spree im Biosphärenreservat dokumentiert. An vielen Stellen sind die Eisenoxydwerte der Gewässer vor und im Spreewald deutlich höher als bei früheren Messungen.
Sie werden sich vielleicht wundern, Greenpeace-Mitarbeiter unter uns Aktionären zu finden - aber ich bin einer. So beginnt die Rede von Greenpeace-Energieexperte Jonas Mey vor der RWE-Hauptversammlung am Donnerstag in Essen. Mey warnt RWE, die Zukunft nicht zu verschlafen: Der Energiekonzern muss in klimafreundliche Erneuerbare Energien statt in neue Braunkohlekraftwerke investieren.
Zwölf Prozent des deutschen Stromverbrauchs ließen sich einsparen, wenn man die Subventionen für Steinkohle statt in die Kohle in Energiesparmaßnahmen stecken würde. Ein solches Sparprogramm würde auch den Klimaschutz voranbringen: Deutschland würde 35 Millionen Tonnen weniger Kohlendioxid erzeugen und damit dem Ziel des Kyoto-Protokolls einen entscheidenden Schritt näher kommen. Das sind Ergebnisse einer neuen von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie des Öko-Instituts Freiburg.
Kohle ist der klimaschädlichste und dazu schmutzigste Brennstoff der Welt. Um auf die dramatischen Folgen der Kohlenutzung aufmerksam zu machen, dokumentieren wir Ausschnitte aus der Fallstudie von Greenpeace International Die wahren Kosten der Kohle. Den Anfang macht der Tagebau in Polen als abschreckendes Beispiel für den verantwortungslosen Umgang mit Naturlandschaften.
Kohle ist der klimaschädlichste und dazu der schmutzigste Brennstoff der Welt. Um auf die dramatischen Folgen der Kohlenutzung aufmerksam zu machen, dokumentieren wir Ausschnitte aus der Fallstudie von Greenpeace International Die wahren Kosten der Kohle. Die Folgen der Zerstörung durch den Ausstoß von Schadstoff-Emissionen zeigen wir am Beispiel Chinas.
Greenpeace hat am Donnerstag erneut gegen die Nutzung der klimaschädlichen Kohle als Energieträger protestiert. Von Bord des Greenpeace-Schiffes Argus legten die Aktivisten im Hafen von Rotterdam die Kohle-Entladekräne lahm. Die Aktion im größten Kohleimporthafen Europas traf Frachter aus Südafrika, Indonesien, Australien und den USA.
25 Greenpeace-Aktivisten demonstrierten heute im Braunkohletagebau Jänschwalde gegen die weitere Nutzung des klimafeindlichen Energieträgers. Sie rollten ein 35 mal 15 Meter großes Banner mit der Aufschrift Stop direkt vor den Schaufeln des Abraumbaggers aus. Mehrere Aktivisten stellten sich vor die Maschine und präsentierten weitere Protestbanner. Mit ihrer Aktion unterstützten die Greenpeace-Aktivisten das Volksbegehren gegen neue Braunkohletagebaue in Brandenburg.
Seit Montag wird im südbrandenburgischen Spremberg die erste Versuchsanlage für ein so genanntes kohlendioxidfreies Braunkohlekraftwerk gebaut. Bauherr ist der Energiekonzern Vattenfall Europe. Im Jahre 2008 soll das 30-Megawatt-Kraftwerk in Betrieb gehen. Dass ein Kraftwerk, in dem Kohle verbrennt, CO2-frei genannt wird, ist natürlich Augenwischerei. Damit soll lediglich zum Ausdruck gebracht werden, dass möglichst wenig des im Zig-Tonnenmaßstab produzierten Treibhausgases in die Umwelt gelangen soll.
Politiker brauchen gelegentlich etwas lautere Töne, um wach zu werden. Mit einem ohrenbetäubenden Konzert haben Greenpeace-Aktivisten deshalb in Bangkok ihren Protest gegen die thailändische Klimapolitik untermalt. Mehr als 50 Greenpeacer versammelten sich vor dem Regierungsgebäude und trommelten mit Holzschlägeln auf hölzerne Spielzeugfrösche ein. Sie forderten den Ausstieg aus der Kohlewirtschaft.