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Am 28. März 1979 kam es in einem Block des Atomkraftwerkes Three Mile Island in Harrisburg zu einer ganzen Serien von Pannen. Die Folge: Eine Wasserstoffblase in einem Reaktordruckbehälter. Eine Explosion hätte die radioaktive Verstrahlung mehrerer Bundesstaaten und tausender Menschen bedeutet.

Die Blase explodierte glücklicherweise nicht. Dennoch gelangten radioaktive Substanzen ins Freie. Die Universität Columbia stellte rund 20 Jahre später erhöhte Leukämieraten bei Menschen fest, die der radioaktiven Wolke ausgesetzt waren.

Nichtsdestotrotz will die Atomindustrie nun neue Reaktoren bauen, Standorte werden bereits geprüft. Unterstützt wird sie von der Bush-Regierung. Mit Subventionen und umfangreichen Gesetzespaketen treibt sie den Bau voran.

Aber auch die Kritik an den bestehenden Reaktoren wächst: Altersschwäche, Verschleiß und das Arbeiten an der Kapazitätsgrenze erhöhen nach Ansicht von Experten die Unfallgefahr. Jüngst wurden an einem Atommeiler im Bundesstaat Ohio massive Korresionschäden festgestellt. Säure in der Kühlflüssigkeit hatte ein fußballgroßes Loch in die Reaktorwand gefressen.

Auperdem wären die Meiler einem möglichen Terroranschlag hilflos ausgeliefert. Zwar wurden Sicherheitsmaßnahmen erhöht, jedoch hätten Katastrophenschutzübungen gezeigt, wie schlecht die Anlagen vorbereitet und geschützt seien, so Greenpeace Atomexperte Jim Riccio. Solche Übungen werden wochenlang vorab angekündigt, so dass die Betreiber ausreichend Zeit haben, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, um die vorgeschriebenen Standards zu erfüllen. Das ist nicht besonders beruhigend.

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