Skip to main content
Jetzt spenden
Atommülltransport am Verladekran in Dannenberg 11/08/2010
Michael Loewa / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Im Wesentlichen wird der von Altmaier, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) und seinem Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) erarbeitete "Gemeinsame Vorschlag 'Standortsuchgesetz'" zur Abstimmung vorliegen. Dieser sieht die Verabschiedung eines Endlagersuchgesetzes und die Einrichtung einer Enquete-Kommission vor. Die Kommission soll innerhalb von zwei Jahren die Grundlagen der Endlagersuche sowie Anforderungen an die Lagerung von Atommüll klären.

Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen und Bürgerinitiativen kritisieren die Reihenfolge des Vorgehens: Bundestag und Bundesrat sollten die Ergebnisse der Kommission abwarten und erst auf deren Grundlage ein Gesetz entwerfen. Der bisherige Plan, laut dem Bundestag und Bundesrat 2016 über die Empfehlungen der Kommission abstimmen und sie "gegebenenfalls" in das Gesetz einarbeiten, erschwert eine ergebnisoffene Suche unnötig.

In den Jahren zwischen 2016 und 2031 sollen mehrere mögliche Standorte erkundet werden. Die zwei, die am besten geeignet erscheinen, werden dann unter Tage eingehend erforscht. Die endgültige Entscheidung über den Standort des Atommüllendlagers soll 2031 fallen - denn bis zum Jahr 2040 sollte das Endlager fertig sein.

CDU Baden-Württemberg will an Gorleben festhalten

Obwohl der geologisch ungeeignete Standort Gorleben in dem neuen Entwurf noch immer nicht ausgeschlossen wird, sollen Atommülltransporte dorthin zunächst eingestellt werden. Der radioaktive Abfall könnte stattdessen in die Zwischenlager Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Philippsburg (Baden-Württemberg) transportiert werden.

Doch nun regt sich Widerstand in der baden-württembergischen CDU: Der Landesfraktionsvorsitzende Peter Hauk möchte offenbar am Standort Gorleben festhalten und hält eine ergebnisoffene Suche für einen Rückschritt. Er schließt Baden-Württemberg als Standort für ein Zwischenlager aus - entgegen der Zusagen der rot-grünen Landesregierung.

Greenpeace fordert: Kein übereiltes Suchgesetz

Greenpeace fordert die beteiligten Parteien auf, heute keinen Gesetzentwurf zu beschließenden, sondern die Empfehlungen der geplanten Enquete-Kommission abzuwarten. Die Erkundung und Lagerung im ungeeigneten Standort Gorleben müssen eingestellt und die Atommüll-Behälter künftig in andere Zwischenlagern transportiert werden, bis eine Entscheidung über ein Endlager vorliegt.

Diese Entscheidung muss die Folge eines transparenten, ergebnisoffenen Suchprozesses sein. Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler: "Wer die Sicherheit der Bevölkerung vor dem tausende Jahre lang tödlich strahlenden Atommüll ernst nimmt, der macht jetzt keine Schnellschüsse per Gesetz".

Bereits im November 2012 hatte Greenpeace 2012 einen eigenen Entwurf für ein ehrliches und wirklich ergebnisoffenes Suchverfahren vorgestellt.

Greenpeace Konzept zu einem Endlagersuchverfahren

Greenpeace Konzept zu einem Endlagersuchverfahren

14 | DIN A4

622.49 KB

Herunterladen

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Shut Down of Nuclear Power Plants: AKW Dinosaur in Berlin

Am Ende der Atomkraft

  • 15.04.2023

Welche Wirkung die Gnadenfrist für deutsche Atomkraftwerke hatte, zeigt eine Studie im Auftrag von Greenpeace und Green Planet Energy: kaum eine. Der Abschied von der Atomkraft fällt leicht.

mehr erfahren
Last Resistance Party in Gorleben, Germany

Adieu, Atomkraft

  • 14.04.2023

Nach Jahrzehnten des Protestes steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Roland Hipp, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, blickt zurück - und mit Freude in die Zukunft.

mehr erfahren
Projection for Final Shutdown at Neckarwestheim NPP

Die Mär von der Renaissance der Atomkraft

  • 05.04.2023

Auch wenn vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, die Fakten sprechen dagegen: Atomenergie ist in Deutschland, im Rest Europas und weltweit auf dem absteigenden Ast.

mehr erfahren
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Atomkraftwerke abschalten

  • 03.04.2023

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Vor dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe fordern Greenpeace-Aktivist:innen, die deutschen AKW endlich abzuschalten.

mehr erfahren
"Shut Down"-Projektion am AKW Emsland

Atomausstiegsfest

  • 03.04.2023

Die Vorfreude steigt: Nach jahrzehntelangem Einsatz vieler mutiger Menschen steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Diesen Erfolg wollen wir mit euch feiern. In München und Berlin!

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague

Scheinlösung Kernfusion

  • 27.03.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren