Skip to main content
Jetzt spenden
Benjamin Borgerding

#GitarrenStattKnarren: Greenpeace-Aktive setzen Zeichen für den Frieden

Unter dem Motto #GitarrenStattKnarren protestieren Künstler:innen zusammen mit Greenpeace-Aktiven mit Straßenkonzerten gegen Deutschlands Waffenexporte.

"Panzer made in Germany...", singt Flavia Rothe, begleitet wird sie von Emil Sawall auf der Gitarre. Wie sie setzen an diesem Wochenende zahlreiche lokale Musiker:innen zusammen mit Greenpeace-Aktiven in deutschen Städten ein Friedenszeichen. Unter dem Udo-Lindenberg-Motto "Gitarren statt Knarren" protestieren sie mit Popmusik gegen deutsche Waffenexporte. Der Song wurde von den beiden extra für die Aktion komponiert. Interessierte können auch online via Social Media teilnehmen.

Der Ursprung des Slogans #GitarrenStattKnarren geht auf ein historisches Aufeinandertreffen des Rockmusikers Udo Lindenberg und dem ehemaligen DDR-Politiker Erich Honecker zurück. Am 9. September 1987 übergibt der Sänger dem damaligen SED-Chef während dessen Besuchs in Wuppertal eine E-Gitarre mit der Aufschrift "Gitarren statt Knarren". Lindenberg glaubte schon an diesem Tag an die friedliche Wiedervereinigung, die zwei Jahre später begann.

Der Slogan “Gitarren statt Knarren” hat nichts an seiner Wahrhaftigkeit verloren und ist angesichts der deutschen Rüstungsexportpolitik aktueller, denn je. "Von Deutschland aus werden Länder mit Rüstungsgütern beliefert, in denen gewaltsame Konflikte und Krisen schwelen und sich Waffengewalt gegen Zivilist:innen richtet", sagt Alexander Lurz, Greenpeace Abrüstungsexperte. „Die deutsche Waffenexportpraxis konterkariert alle Bemühungen der Bundesregierung für die friedliche Beilegung von Konflikten. Sie kann nicht Öl ins Feuer gießen und gleichzeitig Feuerwehr spielen."

Udo Lindenberg unterstützt die deutschlandweite Protestaktion

Im Jahr 2020 exportierten deutsche Rüstungsunternehmen Kriegswaffen und andere Rüstungsgüter im Wert von 5,82 Milliarden Euro. "Seit Jahren ist Deutschland unter den internationalen Top fünf der Rüstungsexporteure. Beschämender kann eine Platzierung in den Charts kaum sein”, so Udo Lindenberg. Mit Recherchen hat Greenpeace 2020 aufgedeckt, dass deutsche Waffen etwa gegen Zivilist:innen in Belarus und Myanmar sowie von rassistischen Polizeibehörden in den USA eingesetzt wurden. Die Politik macht es möglich.

Greenpeace fordert ein Ende der Waffenlieferungen in Länder außerhalb von EU und EU-gleichgestellten Ländern. „Wir haben das Glück, in einem friedlichen Land zu leben. Umso absurder, dass mächtige deutsche Knarrenhändler Waffen in alle Welt exportieren dürfen. Deutschland sollte Peace, Love and Music exportieren, statt Knarren, Leid und Gewalt”, so Lindenberg.

Und Greenpeace Abrüstungsexperte Alexander Lurz appelliert an die Kanzlerkandidat:innen Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne), Armin Laschet (CDU/CSU) und Olaf Scholz (SPD): „Deutschland muss endlich einen glaubwürdigen Beitrag für eine friedliche Welt leisten, indem die Bundesregierung ein Gesetz erlässt, das Rüstungsexporte in Länder außerhalb der EU und EU-gleichgestellte Länder sowie in Krisen- und Kriegsgebiete verbietet.” Greenpeace hat im März 2020 einen Gesetzesentwurf hierfür veröffentlicht.

  • Überspringe die Bildergalerie
  • Überspringe die Bildergalerie
  • Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
2021-05-05_greepeace_ruestungsgueter_gesetzentwurf.pdf

2021-05-05_greepeace_ruestungsgueter_gesetzentwurf.pdf

34 | DIN A4

442.06 KB

Herunterladen

Jetzt mitmachen

Du willst dich aktiv für das Thema Frieden einsetzen?

Anti-Irakkrieg-Demonstration in Berlin

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Themengruppe Frieden und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Frieden

Themengruppe auf

Anti-Irakkrieg-Demonstration in Berlin

Mehr zum Thema

Ostermarsch 2023 in Büchel

Ostermärsche

  • 05.04.2023

Für den Frieden auf die Straße gehen, das machen Menschen seit über 60 Jahren. Nicht nur zu Kriegszeiten. Doch seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Ostermärsche wichtiger denn je.

mehr erfahren
Kraftwerksblöcke und das Gelände des Atomkraftwerks Saporischschja sind nachts beleuchtet

Atomkraftwerke im Ukraine-Krieg

  • 10.03.2023

Ein Jahr nach der Besetzung des AKW Saporischschja durch die russische Armee zieht Greenpeace Bilanz. Am 9. März war die Anlage zeitweilig erneut von der Stromversorgung abgeschnitten.

mehr erfahren
Überwachungstechnik

Rüstungsexport - Überwachungstechnik

  • 02.03.2023

Greenpeace erkämpft Transparenz für Exporte von Überwachungstechnik: Verwaltungsgericht Frankfurt urteilt, dass Behörde Auskunft geben muss, an welche Länder deutsche Firmen Dual-Use-Technik liefern.

mehr erfahren
Protest against War in front of the Russian Embassy

Jahrestag Ukraine Krieg

  • 23.02.2023

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine erlebte die Welt einen einschneidenden Umbruch. Nun jährt sich der Einmarsch zum ersten Mal. Ein Rückblick.

mehr erfahren
Karte mit Umweltschäden in der Ukraine

Umweltschäden in der Ukraine

  • 21.02.2023

Nicht nur Menschen leiden unter dem brutalen Krieg in der Ukraine. Auch die Natur nimmt Schaden. Greenpeace und Ecoaction haben drastische Fälle dokumentiert und fordern Hilfen für den Wiederaufbau.

mehr erfahren
Military Aircrafts at Nörvenich Air Base in Germany

Aufrüstung: Mehrheit der Deutschen ist gegen militärische Führungsrolle

  • 16.02.2023

Umfrage zur Münchner Sicherheitskonferenz: Die Bevölkerung sieht militärische Dominanz skeptisch. Viele befürchten, dass mehr Mittel für Aufrüstung zu Lasten von Klimaschutz und Sozialem gehen.

mehr erfahren