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Joghurtglas auf einem Tisch
© Jan Kornstaedt / Greenpeace

Öko-Joghurts haben mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren

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Das Futter der Milchkühe macht's! In Öko-Butter und Öko-Joghurt finden sich deutlich mehr der als gesundheitsfördernd geltenden Omega-3-Fettsäuren als in konventionell hergestellten Produkten. Das ergab eine Studie im Auftrage von Greenpeace. Viele Markenjoghurts können mit ihren Fettsäuregehalten nicht glänzen. Bei Butter schnitt eine angebliche Weidebutter von Campina (Mark Brandenburg) am schlechtesten ab.

    Wer Ökomilchprodukte kauft, schützt nicht nur die Umwelt, sondern stärkt auch die eigene Gesundheit, sagt Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. Bei Joghurt und Butter, die aus konventioneller Erzeugung stammen, gibt es gravierende Unterschiede. Sehr enttäuscht bin ich von den schlechten Werten vieler bekannter Joghurthersteller. Hier sollte dringend die Haltung und Fütterung der Milchkühe verbessert werden.

    In diesem Sommer hatte Greenpeace bereits eine Studie der Universität Kassel veröffentlicht, in der Frischmilch verschiedener Molkereien untersucht worden war. Auch dort schnitt die Bio-Milch am besten ab.

    Weitere zahlreiche Studien belegen, dass der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Milch hoch ist, wenn Kühe vorwiegend auf der Weide gehalten und mit Grünfutter ernährt werden. Bei Hochleistungsmilchkühen in der konventionellen Milchproduktion, die viel Kraftfutter erhalten und im Stall stehen, sinkt der Anteil ungesättigter und Omega-3-Fettsäuren deutlich ab.

    Fettsäuregehalt verrät Campina: Weidebutter ohne Weide produziert

    Campina hat angekündigt, sich für mehr Weidehaltung einzusetzen. Doch offenbar wird der Verbraucher nur getäuscht. Würde es sich wirklich um Weidebutter handeln, müssten die Werte bei der Campina Butter deutlich besser sein, kommentiert Hofstetter. Beispielsweise hat Kerrygold Butter aus Irland 50 Prozent mehr Omega-3 als Campina, Biobutter aus Deutschland und Dänemark sogar fast doppelt so viel. Das liegt allein an der besseren Fütterung der Kühe. Greenpeace prüft nun rechtliche Schritte gegen Campina.

    Die regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren über das Essen kann vielen Krankheiten vorbeugen. Sie scheint das Herzinfarkt- und Krebsrisiko positiv zu beeinflussen. Mit guten Milchprodukten kann rund die Hälfte des täglichen Bedarfs an Omega-3-Fettsäuren gedeckt werden.

    Seefisch und Rapsöl enthalten ebenfalls große Mengen an Omega-3-Fettsäuren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher ein bis zweimal pro Woche frischen Fisch zu verzehren. Angesichts der weltweiten Überfischung sollte nach Ansicht von Greenpeace jedoch der Fischverzehr nicht erhöht werden.

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