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Greenpeace-Aktivisten bringen ein großes "Stop Castor" Banner an der Jeetzel Brücke an, Oktober 2001
© Fred Dott / Greenpeace

Kampagnen, Struktur, Bilanz, Erträge und Aufwendungen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Für September 2001 hatte Greenpeace den Auftakt einer großen internationalen Kampagne zum Schutz der letzten Urwälder geplant. Daraus wurde nichts. Nach den schrecklichen Anschlägen in New York hielt die Welt den Atem an. Seitdem beherrschen andere als ökologische Themen die Tagesordnung.

Die Bedrohung für die Umwelt hingegen ist dramatischer als je zuvor. 80 Prozent der Urwälder der Erde sind bereits zerstört, und ein Artensterben unermesslichen Ausmaßes ist im Gang. Im Greenpeace-Projekt Kids for forests engagierten sich den politischen Ereignissen zum Trotz bundesweit mehr als 320 Schulen und rund 15.000 Kinder für die letzten Urwälder. Sie sorgten als Urwalddetektive oder Urwaldbotschafter dafür, ihre Schule urwaldfrei zu machen: vom Schulheft bis zu den Schulmöbeln.

Seit August 2001 setzt sich Greenpeace mit einer neuen Kampagne für eine naturnahe Landwirtschaft ein, denn die Verbraucher haben genug von BSEverseuchtem Rindfleisch und Dioxin in Eiern. Mittelfristiges Ziel ist es, die schlimmsten Auswüchse der Massentierhaltung zu beseitigen. Die Verbraucher haben ein Recht auf sichere und gesunde Lebensmittel.

Mit der Studie Welternährung präsentierte Greenpeace zusammen mit Brot für die Welt 208 Rezepte gegen den Hunger. Autoren recherchierten auf der ganzen Welt und belegten, dass durch eine lokal angepasste, nachhaltige Landwirtschaft die Erträge gesteigert werden können - ohne Chemie, ohne Gentechnik. Wir weisen Bestrebungen der Konzerne entschieden zurück, die Landwirtschaft in die Abhängigkeit der Gentechnik zu treiben.

Greenpeace versteht seine Arbeit als Beitrag zum Frieden - einen Frieden in einer gerechten Welt, die frei ist von Hunger und Armut, frei von Umweltzerstörung und frei von allen atomaren, biologischen und chemischen Waffen. Unsere Kampagnen sind ein Appell an die Konzerne und Politiker, Verantwortung für die eine Welt zu übernehmen.

Finanziell war 2001 kein spektakuläres Jahr; die Einnahmen halten sich in etwa die Waage mit dem Jahr 2000. Erfreulicherweise hat die Mehrzahl der Greenpeace-Förderinnen und -Förderer die Umstellung auf den Euro zum Anlass genommen, ihren Beitrag aufzurunden. Wir danken Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung und Ihr Vertrauen.

Bitte begleiten Sie uns auch weiterhin auf dem Weg zum grünen Frieden!

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Behrens - Geschäftsführerin von Greenpeace

Jahresrückblick 2001

Jahresrückblick 2001

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