Wie viel Tierleid steckt im Fleisch? Greenpeace-Chatbot gibt Auskunft über Siegel

Glückliches Schnitzel?

Wer am Fleischregal steht und wissen will, wie viel Tierleid im Steak steckt, kann sich jetzt informieren. Der Greenpeace-Siegel-Chatbot gibt Auskunft. Sogar im Supermarkt.

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Schluss mit dem Rätselraten: Wer endlich genau wissen will, wie glücklich das Schwein war, das bald auf seinem Teller liegt, bekommt die Infos jetzt ganz schnell und einfach: greenpeace.de/Chativist, der Siegel-Chatbot von Greenpeace, gibt Auskunft. Durfte die Sau sich ein Nest aus Stroh bauen und ihren Ringelschwanz behalten? Oder das Brathuhn: Hatte es zu Lebzeiten Platz zum Atmen und zum Scharren? Auf dem Fleisch im Supermarkt prangen alle möglichen wohlklingenden Siegel. Was sich genau dahinter verbirgt, wissen die wenigsten – Chativist hilft.

Die gute Nachricht: Die interaktive Online-Siegelauskunft ist sehr detailliert. Sie informiert ebenso darüber, wie viele Hühner pro Quadratmeter gehalten werden dürfen, wie auch über tierquälerische Eingriffe, die manche Siegel erlauben und andere verbieten. Auch wie viele Stunden die Tiere maximal zum Schlachter unterwegs sein dürfen, ob ihnen Genfutter verfüttert wurde und wie viel Antibiotika welches Siegel erlaubt, wird hier beantwortet.

Die schlechte Nachricht: Wirklich empfehlenswert sind eigentlich nur die diversen Biosiegel. Die drei konventionellen Fleischsiegel  QS, Initiative Tierwohl und DLG  hingegen mögen gut klingen und hübsch aussehen – dem Tier, von dem das Fleisch stammt, helfen sie aber nicht. Seine Lebensbedingungen waren schlecht.

Und so funktioniert die Online-Auskunft: Im Browser den Chativist unter www.greenpeace.de/chativist aufrufen und dort eine Frage zum entsprechenden Siegel stellen. Der Chatbot informiert dann als erstes darüber, ob ein Siegel prinzipiell empfehlenswert ist oder nicht. Details zur Tierhaltung, der Regelungen zur Antibiotikagabe oder dem zugelassenen Futter erfährt man, wenn man „mehr Info“ anklickt.

>>> Alle Informationen zur Haltung von Schweinen, Hühnern und Rindern finden sich auch hier als PDF in tabellarischer Form:

Hühner in einem Betrieb für ökologische LandwirtschaftDichtgedrängt in dunklen Ställen oder mit Einstreu zum Scharren – die Haltungsbedingungen für Geflügel unterscheiden sich je nach Fleischsiegel gewaltig. Bei Bioland sind zum Beispiel nur zehn Hühner pro Quadratmeter erlaubt, beim konventionellen Fleischsiegel QS hingegen 23. Initiative Tierwohl erlaubt, Hühnern einfach den Schnabel zu stutzen, damit sie sich in der Enge gegenseitig nicht so sehr verletzten. Siegelcheck Geflügelfleisch

Schwein im Stroh

Ein glückliches Schwein hat Platz, Stroh zum Wühlen und darf an die frische Luft. Schmerzhafte Eingriffe, die manche Fleischsiegel ausschließen und andere nicht, sind das Abschneiden der Ringelschwänze und das Kastrieren der Ferkel ohne Betäubung. Sie haben die Wahl! Siegelcheck Schweinefleisch

Rinder auf der WeideBei Rindfleisch ist die Frage: Hat das Tier auf der Weide gestanden, kannte es Bienensummen und Gewitterregen – oder verbrachte es viel zu viel Zeit dichtgedrängt im dunklen Maststall auf Vollspaltenböden? Siegelcheck Rindfleisch

 

Wir von Greenpeace finden: Wenn schon Fleisch, dann gutes. Von glücklichen Tieren. Der Chatbot Chativist liefert alle wichtigen Informationen zu den Siegeln – jetzt müssen Sie entscheiden.

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