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Russischer Gefahrgutfrachter mit radioaktiver Fracht
Greenpeace

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Die Bremische Bürgerschaft geht den einzig richtigen Weg, sagt Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer. Atomtransporte sind ein großes Risiko für die Anwohner. Kaum jemand weiß, dass es fast täglich gefährliche Atomtransporte gibt.

Greenpeace setzt sich daher seit 1993 dafür ein, dass Bremerhaven für Atomtransporte gesperrt wird und damit dem Beispiel vom Lübecker Hafen, der dies schon vor 20 Jahren veranlasste, folgt.

Die Bremer Entscheidung bedeutet aber auch, dass andere Häfen als Umschlagplatz für Atommüll interessanter werden, so wie Hamburg und Cuxhaven.

Über Hamburg soll in den nächsten Monaten Atommüll, der seit fünf Jahren im Zwischenlager Ahaus liegt, ins russische Majak, deren Region hochgradig verstrahlt ist, überführt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte diesen Transport schon im September 2010 genehmigt. Atommüll in eine so gefährliche Anlage wie Majak transportieren zu wollen, ist unverantwortlich , so Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer. Die Bundesregierung weiß genau, wie in Russland mit Atommüll umgegangen wird. Wenn sie jetzt Atommüll dorthin liefert, macht sie sich mitschuldig an der Verseuchung und am Leid der Menschen vor Ort.

Auch in Cuxhaven steht ein Atomtransport an. Dort sollen hochgiftige plutoniumhaltige Brennelemente (MOX) aus der britischen Wiederaufbereitungs-Anlage Sellafield umgeschlagen werden. Dazu haben die zuständigen Behörden bereits im Juli 2009 eine Übung mit dem Atomtransportschiff Atlantic Osprey in Cuxhaven durchgeführt.

Greenpeace fordert deshalb den Hamburger Senat und den Landtag in Hannover auf, auch ihre Häfen für Atomtransporte zu sperren.

[Autorin: Katharina Finke]

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