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Tesco unterhält in Großbritannien mehr als 400 Tankstellen und besetzt damit 13 Prozent des britischen Treibstoffmarktes. Noch vor kurzem hat das Unternehmen behauptet, seinem Diesel kein Palmöl beizumischen - aus Sorge wegen der Umweltschäden, die durch den Ölpalmenanbau entstünden.

Unter öffentlichen Druck geraten, relativierte das Unternehmen diese Behauptung: Ein Tesco-Sprecher gab zu, dass in einigen britischen Regionen möglicherweise auch geringe Mengen Palmöl verwendet würden. Mit dem Ergebnis der Greenpeace-Analyse konfrontiert, hieß es dann, man versuche, den Anteil so gering wie möglich zu halten. Die beigemischte Menge schwanke, eine Obergrenze könne man nicht angeben.

Im Tesco-Diesel sind fünf Prozent Beimischung enthalten. Diese fünf Prozent bestanden bei den von Greenpeace gezogenen Dieselproben zu 30 Prozent aus Palmöl und zu 70 Prozent aus Sojaöl. Beides steht für Urwaldvernichtung im großen Stil. Was Palmöl für Indonesien ist, ist Sojaöl für Südamerika, vor allem Argentinien.

Eine Studie der Universität Minnesota hat ergeben, dass Agrodiesel von umgewandelten Flächen, oft verharmlosend Biodiesel genannt, 420-mal mehr CO2 erzeugt als er einspart.

Belinda Fletcher von Greenpeace Großbritannien: Es ist doch verrückt. Wer Diesel von Tesco kauft, pumpt Palmöl in seinen Tank. Palmöl ist einer der Hauptgründe für Urwaldzerstörung in Ländern wie Indonesien. Und Urwaldzerstörung heizt den Klimawandel an.

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