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Luftaufnahme des Petermann-Gletschers in Grönland, November 2009
Nick Cobbing / Greenpeace

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Um das zu erreichen, müssen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die CO2-Emissionen der Industrieländer bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Derzeit wird von den Industrieländern (ohne die USA) lediglich eine Verringerung von 15 bis 21 Prozent angepeilt. Das reicht nicht aus.

Im Dezember soll in der dänischen Hauptstadt als Nachfolgepakt für das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Ziel ist eine mittel- und langfristige Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase, um die fortschreitende Erderwärmung zu begrenzen. Doch bis zu einem effektiven Klimaschutz, scheint es noch ein langer Weg zu sein.

Die Verhandlungen in Bonn haben viel zu wenig geleistet, um die Klimakonferenz in Kopenhagen gelingen zu lassen, sagt Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace. Die Industriestaaten wollen nicht einmal die Hälfte der Menge an Treibhausgasen reduzieren, die Klimawissenschaftler für notwendig halten, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern.

Deshalb warnt Greenpeace auch davor, die unzureichenden Zusagen zur CO2-Minderung schön zu verpacken. Die Klimakonferenz in Kopenhagen wird zum Flop, wenn die Industriestaaten nicht ambitioniertere Ziele vorlegen. Die Ziele müssen stimmen, sonst wird Klimaschutz zur Mogelpackung.

Smid kritisiert auch die Bundesregierung: Die deutsche Klimapolitik scheint im Moment wie gelähmt. Es fehlt an Führung und politischer Weitsicht. Ein erfolgreicher Abschluss in Kopenhagen erfordert jetzt entschlossenes Handeln. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel scheut sich davor, Verantwortung zu übernehmen. Offensichtlich glaubt sie, Klimapolitik nütze ihr im Wahlkampf nichts. Das ist genau die Einstellung, mit der man dieses gewaltige Problem nicht lösen kann.

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